D012v Mehrfachkodierung

VerwendungKodierrichtlinie — für die Kodierung stationärer Fälle verbindlich; sie geht den Hinweisen der Klassifikationen vor, soweit sie etwas anderes bestimmt.
86 ICDDiagnoseschlüssel, die der Regeltext oder seine Tabellen nennen. Sie sind dort verlinkt und stehen unten als Liste.
Beispiele: 64Kodes, die nur in den Beispielen vorkommen. Sie zeigen die Anwendung, sind aber nicht Gegenstand der Richtlinie — auf ihren Kodeseiten erscheint die Richtlinie deshalb nicht.
Schlichtung: 1Entscheidungen des Schlichtungsausschusses, abgedruckt in dieser Richtlinie: ohne KDE (17.08.2022)
27 Min. LesezeitGrobe Schätzung nach der Länge des Volltextes — die amtliche Fassung nennt keinen Umfang.
19 Übungsaufgaben zu D012 Mehrfachkodierung — selbst kodieren und sofort auswerten, im Kodiertrainer.

Wortlaut der Richtlinie

-Anmerkung: Erläuterungen, die mit den entsprechenden Abschnitten aus dem Regelwerk für die WHO-Ausgabe der ICD-10 (Band II) identisch sind, sind am Ende mit „(WHO)“ gekennzeichnet.

Mehrfachkodierung ist in den folgenden Fällen erforderlich:

1. Ätiologie- und Manifestationsverschlüsselung: „Kreuz - Stern - System”

Schlüsselnummern für Ätiologie (zugrunde liegende Ursache) werden durch das Kreuz-Symbol (†) und Manifestations-Schlüsselnummern durch das Stern-Symbol (*) gekennzeichnet. Zu kodieren ist in derselben Reihenfolge, in der sie im Alphabetischen Verzeichnis oder im Systematischen Verzeichnis der ICD-10-GM erscheinen, d.h. die Ätiologie-Schlüsselnummer, gefolgt von der Manifestations-Schlüsselnummer.

Diese Reihenfolge für die Ätiologie-/Manifestationsverschlüsselung gilt nur für das Kreuz-/Stern-System. Die Hauptdiagnosenregelung der DKR D002 erfährt somit außerhalb der Kreuz-/Stern-Systematik in Bezug auf die Reihenfolge von Ätiologie-/Manifestationskodes keine Einschränkung.

Rubriken, die Diagnosebezeichnungen mit einer Kreuz-Kennung enthalten, treten in unterschiedlichen Formen auf (WHO):

a) Das Symbol (†) und die zugehörige Sternschlüsselnummer erscheinen beide in der Rubriküberschrift. Sämtliche in dieser Rubrik zu klassifizierenden Bezeichnungen unterliegen der Doppelklassifizierung und haben alle dieselbe Sternschlüsselnummer, zum Beispiel:

b) In der Rubriküberschrift erscheint das Symbol (†), aber nicht die zugehörige Sternschlüsselnummer. Sämtliche in dieser Rubrik zu klassifizierenden Bezeichnungen unterliegen der Doppelklassifizierung, haben jedoch unterschiedliche Sternschlüsselnummern (die bei jeder Bezeichnung aufgeführt sind), zum Beispiel:

c) In der Rubriküberschrift erscheinen weder das Symbol (†) noch die zugehörige Sternschlüsselnummer. Die Rubrik als Ganzes unterliegt nicht der Doppelklassifizierung, jedoch können einzelne darunter aufgeführte Bezeichnungen doppelt klassifiziert werden. In diesen Fällen sind die Bezeichnungen mit dem Symbol (†) und ihrer Sternschlüsselnummer gekennzeichnet, zum Beispiel:

d) Wenn bei der Verschlüsselung der Diagnose die ICD-10-Verzeichnisse auf einen Stern-Kode (Manifestation) führen, dann muss anschließend die Ätiologie geklärt werden. Dazu sind in der Systematik und im Alphabetischen Verzeichnis für viele Schlüsselnummern Hinweise aufgenommen worden (siehe Beispiel 5). Dabei können auch Schlüsselnummern zur Kodierung der Ätiologie benutzt werden, die in der ICD-Systematik keine Kreuz-Kodes sind. Auch sie werden in diesem Fall mit einem Kreuz (†) gekennzeichnet.

e) An anderer Stelle (siehe Beispiel 6) fehlen Hinweise auf mögliche Schlüsselnummern zur Kodierung der Ätiologie. Hier ist dann vom behandelnden Arzt die zugrunde liegende Krankheit zu bestimmen.

2. Hinweise zur Doppelklassifizierung

Für bestimmte Situationen ist eine andere Form der Doppelklassifizierung als die des Kreuz-Stern-Systems anwendbar, um den Gesundheitszustand einer Person vollständig zu beschreiben. Der Hinweis im Systematischen Verzeichnis „Soll ... angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer zu benutzen“, kennzeichnet viele solcher Situationen (WHO).

Hier sind aufzuzählen:

  • Lokale Infektionen bei Zuständen, die den Kapiteln der „Organkrankheiten“ zuzuordnen sind. Schlüsselnummern des Kapitels I zur Identifizierung des Infektionserregers werden hinzugefügt, sofern dieser im Rubriktitel nicht enthalten ist. Am Ende von Kapitel I steht für diesen Zweck die Kategoriengruppe B95!–B98! zur Verfügung (siehe Tabelle 2 (Seite 32)).
  • Neubildungen mit funktioneller Aktivität. Eine geeignete Schlüsselnummer aus Kapitel IV kann zur Kennzeichnung der funktionellen Aktivität einer Neubildung der jeweiligen Schlüsselnummer aus Kapitel II hinzugefügt werden.
  • Morphologie von Neubildungen. Obwohl die ICD-O nicht Bestandteil der Hauptklassifikation ICD ist, kann sie zur Kennzeichnung der Morphologie (Histologie) von Tumoren zusätzlich einer Schlüsselnummer von Kapitel II hinzugefügt werden.
  • Ergänzungen für Zustände, die Kapitel V, F00–F09 (Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen) betreffen. Die zugrunde liegende Krankheit, Verletzung oder andere Hirnschädigung kann durch Hinzufügen einer Schlüsselnummer aus einem anderen Kapitel angegeben werden.
  • Zwei Schlüsselnummern zur Beschreibung einer Verletzung, einer Vergiftung oder einer sonstigen Nebenwirkung. Zu einer Schlüsselnummer aus Kapitel XIX, die die Art der Verletzung beschreibt, kann auch eine Schlüsselnummer aus Kapitel XX für die Ursache zusätzlich angegeben werden.

Anmerkung: Sowohl die Kodes für die Morphologie von Neubildungen als auch die Kodes aus Kapitel XX sind für die DRG-Gruppierung nicht relevant.

Reihenfolge von Diagnoseschlüsseln bei Mehrfachkodierung

ICD-Kodes ohne Kennzeichen oder mit einem Kreuz (Ätiologie, „†“) als Kennzeichen werden im Folgenden als Primär-Diagnoseschlüssel bezeichnet, da diese alleine verwendet werden dürfen.

ICD-Kodes mit einem Stern (Manifestation, „*“) oder mit einem Ausrufezeichen (Sonstiges, „!“) als Kennzeichen werden im Folgenden als Sekundär-Diagnoseschlüssel bezeichnet, da sie nie alleine verwendet werden dürfen, sondern nur in Kombination mit einem Primär-Kode.

Für die Reihenfolge der ICD-Kodes bei Mehrfachverschlüsselung mit Primär- und Sekundär-Diagnoseschlüssel gelten folgende Regeln:

  • Primär-Diagnoseschlüssel vor Sekundär-Diagnoseschlüssel
  • Ein Primär-Diagnoseschlüssel gilt für alle folgenden Sekundär-Diagnoseschlüssel bis zum Auftreten eines neuen Primär-Diagnoseschlüssels.
  • Ein Sekundär-Diagnoseschlüssel darf nie einem Sekundär-Diagnoseschlüssel zugeordnet werden. (D.h. ein Ausrufezeichenkode darf nie einem Sternkode zugeordnet werden und umgekehrt.)

Kreuz-Stern-System

In den Kodierrichtlinien, insbesondere in den Beispielen, sind die Diagnoseschlüssel gemäß obiger Regeln angeordnet.

Das Beispiel 7 ist gemäß Datenübermittlungsvereinbarung nach § 301 SGB V für die Entlassungsanzeige in der Segmentgruppe SG 1 (ETL-NDG) wie folgt aufzubereiten (siehe auch Redaktionelle Hinweise (Seite XIX)):

DiagnosenPrimär-Diagnoseschlüssel
(Primär-Diagnose)
Sekundär-Diagnoseschlüssel
(Sekundär-Diagnose)
HauptdiagnoseE10.50†I79.2*
NebendiagnoseI70.23
NebendiagnoseE10.30†H36.0*

Das Beispiel 8 ist gemäß Datenübermittlungsvereinbarung nach § 301 SGB V für die Entlassungsanzeige in der Segmentgruppe SG 1 (ETL-NDG) wie folgt aufzubereiten (siehe auch Redaktionelle Hinweise (Seite XIX)):

DiagnosenPrimär-Diagnoseschlüssel
(Primär-Diagnose)
Sekundär-Diagnoseschlüssel
(Sekundär-Diagnose)
HauptdiagnoseE10.73†I79.2*
NebendiagnoseE10.73†H36.0*
NebendiagnoseE10.73†N08.3*

Ausrufezeichenkodes

Sowohl in der ICD-10-GM als auch in der Datenübermittlungsvereinbarung nach § 301 SGB V werden die Ausrufezeichenkodes (z.B. S31.83!) als „optionale“ Schlüsselnummern bezeichnet. Mit einem Ausrufezeichen gekennzeichnete sekundäre Schlüsselnummern sind zum Teil optional, in anderen Fällen obligatorisch anzugeben.

Einen Überblick über die mit Ausrufezeichen gekennzeichneten ICD-Kodes/Kategorien bieten Tabelle 1 und 2.

Die in Tabelle 1 aufgeführten Ausrufezeichenkodes können angegeben werden, wenn dies aus klinischer Sicht sinnvoll ist.

Tabelle 1: Optional anzugebende mit einem Ausrufezeichen gekennzeichnete Kategorien/Kodes:

U98.–!Nicht belegte Schlüsselnummern U98.–!
U99.–!Belegte und nicht belegte Schlüsselnummern U99.–! (außer U99.0!)
V, W, X, YAlle Schlüsselnummern aus Kapitel XX (Äußere Ursachen von Morbidität und Mortalität)
Z33!Schwangerschaftsfeststellung als Nebenbefund
Z50.–!Rehabilitationsmaßnahmen
Z54.–!Rekonvaleszenz

Alle Ausrufezeichenkodes, die in Tabelle 2 aufgeführt sind, sind obligat anzugeben.

Tabelle 2: Mit einem Ausrufezeichen gekennzeichnete Kategorien/Kodes, die obligatorisch anzugeben sind (nicht optional):

B95.–!Streptokokken und Staphylokokken als Ursache von Krankheiten, die in anderen Kapiteln klassifiziert sind
B96.–!Sonstige näher bezeichnete Bakterien als Ursache von Krankheiten, die in anderen Kapiteln klassifiziert sind
B97.–!Viren als Ursache von Krankheiten, die in anderen Kapiteln klassifiziert sind
B98.–!Sonstige näher bezeichnete infektiöse Erreger als Ursache von Krankheiten, die in anderen Kapiteln klassifiziert sind
C94.8!Blastenkrise bei chronischer myeloischer Leukämie [CML]
C95.8!Leukämie, refraktär auf Standard-Induktionstherapie
C97!Bösartige Neubildungen als Primärtumore an mehreren Lokalisationen
G82.6-!Funktionale Höhe der Schädigung des Rückenmarkes
../.. (wird fortgesetzt)
../.. (Fortsetzung)
I50.02!Rechtsherzinsuffizienz ohne Beschwerden
I50.03!Rechtsherzinsuffizienz mit Beschwerden bei stärkerer Belastung
I50.04!Rechtsherzinsuffizienz mit Beschwerden bei leichterer Belastung
I50.05!Rechtsherzinsuffizienz mit Beschwerden in Ruhe
Hinweis: Bei einer globalen Herzinsuffizienz kommen die Schlüsselnummern I50.02!–I50.05! nicht zur Anwendung. Es ist in diesem Fall die Schlüsselnummer I50.01 in Kombination mit einer Schlüsselnummer aus I50.1- zur Angabe des Stadiums der Herzinsuffizienz anzugeben.
I67.80!Vasospasmen bei Subarachnoidalblutung
K72.7-!Hepatische Enzephalopathie und Coma hepaticum
K74.7-!Klinische Stadien der Leberzirrhose
L40.7-!Schweregrad der Psoriasis
N39.47!Rezidivinkontinenz
O09.–!Schwangerschaftsdauer
R65.–!Systemisches inflammatorisches Response-Syndrom [SIRS]
S06.7-!Bewusstlosigkeit bei Schädel-Hirn-Trauma
S14.7-!Funktionale Höhe einer Verletzung des zervikalen/thorakalen/lumbosakralen Rückenmarkes
S24.7-!
S34.7-!
S01.83!Offene Wunde (jeder Teil des Kopfes/Thorax/Abdomens, der Lumbosakralgegend und des Beckens) mit Verbindung zu einer intrakraniellen/intrathorakalen/intraabdominellen Verletzung
S21.83!
S31.83!
Sx1.84!Weichteilschaden I. Grades bei geschlossener Fraktur oder Luxation (nach Lokalisation)
Sx1.85!Weichteilschaden II. Grades bei geschlossener Fraktur oder Luxation (nach Lokalisation)
Sx1.86!Weichteilschaden III. Grades bei geschlossener Fraktur oder Luxation (nach Lokalisation)
Sx1.87!Weichteilschaden I. Grades bei offener Fraktur oder Luxation (nach Lokalisation)
Sx1.88!Weichteilschaden II. Grades bei offener Fraktur oder Luxation (nach Lokalisation)
Sx1.89!Weichteilschaden III. Grades bei offener Fraktur oder Luxation (nach Lokalisation)
T31.–!Verbrennungen, klassifiziert nach dem Ausmaß der betroffenen Körperoberfläche
T32.–!Verätzungen, klassifiziert nach dem Ausmaß der betroffenen Körperoberfläche
U07.0!Gesundheitsstörung im Zusammenhang mit dem Gebrauch von E-Zigaretten [Vaporizer]
U07.1!COVID-19, Virus nachgewiesen
U07.2!COVID-19, Virus nicht nachgewiesen
U09.9!Post-COVID-19-Zustand, nicht näher bezeichnet
../.. (wird fortgesetzt)
../.. (Fortsetzung)
U12.9!Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen, nicht näher bezeichnet
U60.–!Klinische Kategorien der HIV-Krankheit
U61.–!Anzahl der T-Helferzellen bei HIV-Krankheit
U62.–!Zytogenetische und molekulargenetische Differenzierungen bei Neubildungen
U63.–!Psychische und Verhaltensstörungen bei Demenz
U69.0-!Sekundäre Schlüsselnummern zur Spezifizierung des zeitlichen Bezugs einer anderenorts klassifizierten Pneumonie zur stationären Krankenhausaufnahme
Hinweis: Die Schlüsselnummern sind nur von Krankenhäusern, die zur externen Qualitätssicherung nach § 137 SGB V verpflichtet sind, und nur für vollstationär behandelte, erwachsene Personen (18 Jahre und älter) anzugeben.
U69.10!Anderenorts klassifizierte Krankheit, für die der Verdacht besteht, dass sie Folge einer medizinisch nicht indizierten ästhetischen Operation, einer Tätowierung oder eines Piercings ist
U69.11!Dauerhaft erworbene Blutgerinnungsstörung
U69.12!Temporäre Blutgerinnungsstörung
U69.13!Herz-Kreislauf-Stillstand vor Aufnahme in das Krankenhaus
U69.22!Porcines Influenza-Virus, nachgewiesen
U69.23!Aviäres Influenza-Virus, nachgewiesen
U69.24!Sonstiges Influenza-Virus, nachgewiesen
U69.40!Rekurrente Infektion mit Clostridium difficile
U69.5-!Sekundäre Schlüsselnummern zur Angabe mehrerer Regionen bei sekundärer und nicht näher bezeichneter bösartiger Neubildung der Lymphknoten
U69.6!Sekundäre Schlüsselnummer zur Spezifizierung eines Hustens als chronisch idiopathisch und chronisch refraktär
U69.7-!Sekundäre Schlüsselnummern zur Angabe des Schweregrades einer Hypoglykämie, des Vorliegens einer Hypoglykämiewahrnehmungsstörung oder einer Insulinresistenz
U69.8-!Sekundäre Schlüsselnummern zur Spezifizierung des zeitlichen Bezugs einer Sepsis und eines septischen Schocks zur stationären Krankenhausaufnahme
U80.–!Grampositive Erreger mit bestimmten Antibiotikaresistenzen, die besondere therapeutische oder hygienische Maßnahmen erfordern
U81.–!Gramnegative Erreger mit bestimmten Antibiotikaresistenzen, die besondere therapeutische oder hygienische Maßnahmen erfordern
U82.–!Mykobakterien mit Resistenz gegen Antituberkulotika (Erstrangmedikamente)
U83.–!Humanpathogene Pilze mit Resistenz gegen Antimykotika
U84!Herpesviren mit Resistenz gegen Virustatika
U85!Humanes Immundefizienz-Virus mit Resistenz gegen Virustatika oder Proteinaseinhibitoren
U99.0!Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2
Z37.–!Resultat der Entbindung

Es kann vorkommen, dass ein Ausrufezeichenkode unter klinischen Aspekten mehreren Primär-Diagnoseschlüsseln zugeordnet werden kann (siehe Beispiel 10). In diesem Fall ist es notwendig, den Sekundär-Diagnoseschlüssel einmal anzugeben und ihn ans Ende der Liste der zutreffenden Primär-Diagnoseschlüssel zu stellen.

Das Beispiel 10 ist gemäß Datenübermittlungsvereinbarung nach § 301 SGB V für die Entlassungsanzeige in der Segmentgruppe SG 1 (ETL-NDG) wie folgt aufzubereiten (siehe auch Redaktionelle Hinweise (Seite XIX)):

DiagnosenPrimär-Diagnoseschlüssel
(Primär-Diagnose)
Sekundär-Diagnoseschlüssel
(Sekundär-Diagnose)
HauptdiagnoseS37.03S31.83!
NebendiagnoseS36.03S31.83!
NebendiagnoseS36.49S31.83!

Änderungen gegenüber D012v4

Anhang B: Anpassung der Kodes aus dem Bereich U69.2-! Sekundäre Schlüsselnummern für besondere epidemiologische Zwecke in der Tabelle 2 (mit einem Ausrufezeichen gekennzeichnete Kategorien/Kodes, die obligatorisch anzugeben sind) an die Änderungen in der ICD-10-GM Version 2025.

C97! Bösartige Neubildungen als Primärtumoren Primärtumore an mehreren Lokalisationen
U69.20! Influenza A/H1N1 Pandemie 2009 [Schweinegrippe] U69.22! Porcines Influenza-Virus, nachgewiesen
U69.21! Influenza A/H5N1 Epidemie [Vogelgrippe] U69.23! Aviäres Influenza-Virus, nachgewiesen
U69.24! Sonstiges Influenza-Virus, nachgewiesen

Entscheidungen zu dieser Richtlinie3

SchlichtungKlarstellung zu DKR0401: Hypoglykämie als Komplikation mitzählen oder nicht?05.11.2025
gilt für Aufnahmen ab 01.01.2026 · auch für Rechnungen, die am 05.11.2025 in MD-Prüfung waren

Eine Hypoglykämie zählt bei Diabetes-Kodes mit vierter Stelle .6 oder .7 nur dann als Komplikation, wenn ein hypoglykämisches Koma (U69.73!) vorliegt. Der Schweregrad wird unabhängig davon zusätzlich mit U69.70! bis U69.73! angegeben. Bezug: DKR 0401, D012.

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SchlichtungKodierung einer Bakteriämie: Wie wird eine vorliegende Infektion (z.B. Erysipel) mit Bakteriämie verschlüsselt?21.01.2025
gilt für Aufnahmen ab 01.03.2025 · auch für Rechnungen, die am 21.01.2025 in MD-Prüfung waren

Steht eine Bakteriämie in Zusammenhang mit einer spezifischen Infektion, wird nur die zugrunde liegende Infektion kodiert. Ein Kode aus A49.- ist nur bei isolierter Bakteriämie ohne Infektfokus zu verwenden. Bezug: DKR 0103, D012, D013.

Volltext anzeigen (~3 Seiten)

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SEG-4KDE 618: Z-Kodes01.01.2026

In Kapitel XXI der ICD-10 GM sind Faktoren aufgeführt, „die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen“ (Z-Kodes). Es gilt u.a.

Kodes, die diese Richtlinie regelt86

B95.-!Streptokokken und Staphylokokken als Ursache von Krankheiten, die in anderen Kapiteln klassifiziert sind
B96.-!Sonstige näher bezeichnete Bakterien als Ursache von Krankheiten, die in anderen Kapiteln klassifiziert sind
B97.-!Viren als Ursache von Krankheiten, die in anderen Kapiteln klassifiziert sind
B98.-!Sonstige näher bezeichnete infektiöse Erreger als Ursache von Krankheiten, die in anderen Kapiteln klassifiziert sind
C94.8!Blastenkrise bei chronischer myeloischer Leukämie [CML]
C95.8!Leukämie, refraktär auf Standard-Induktionstherapie
C97!Bösartige Neubildungen als Primärtumore an mehreren Lokalisationen
E10.30Diabetes mellitus, Typ 1: Mit Augenkomplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet
E10.50Diabetes mellitus, Typ 1: Mit peripheren vaskulären Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet
E10.73Diabetes mellitus, Typ 1: Mit multiplen Komplikationen: Mit sonstigen multiplen Komplikationen, als entgleist bezeichnet
F00.-*Demenz bei Alzheimer-Krankheit
F01.-Vaskuläre Demenz
F02.-*Demenz bei anderenorts klassifizierten Krankheiten
F03Nicht näher bezeichnete Demenz
F04Organisches amnestisches Syndrom, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt
F05.-Delir, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt
▸ noch 70 Einträge
F06.-Andere psychische Störungen aufgrund einer Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns oder einer körperlichen Krankheit
F07.-Persönlichkeits- und Verhaltensstörung aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns
F09Nicht näher bezeichnete organische oder symptomatische psychische Störung
G82.6-!Funktionale Höhe der Schädigung des Rückenmarkes
H36.0*Retinopathia diabetica
I50.01Sekundäre Rechtsherzinsuffizienz
I50.02!Rechtsherzinsuffizienz ohne Beschwerden
I50.03!Rechtsherzinsuffizienz mit Beschwerden bei stärkerer Belastung
I50.04!Rechtsherzinsuffizienz mit Beschwerden bei leichterer Belastung
I50.05!Rechtsherzinsuffizienz mit Beschwerden in Ruhe
I50.1-Linksherzinsuffizienz
I67.80!Vasospasmen bei Subarachnoidalblutung
I70.23Atherosklerose der Extremitätenarterien: Becken-Bein-Typ, mit Ruheschmerz
I79.2*Periphere Angiopathie bei anderenorts klassifizierten Krankheiten
K72.7-!Hepatische Enzephalopathie und Coma hepaticum
K74.7-!Klinische Stadien der Leberzirrhose
L08.8Sonstige näher bezeichnete lokale Infektionen der Haut und der Unterhaut
L40.7-!Schweregrad der Psoriasis
L89.-Dekubitalgeschwür und Druckzone
N08.3*Glomeruläre Krankheiten bei Diabetes mellitus
N39.47!Rezidivinkontinenz
O09.-!Schwangerschaftsdauer
R65.-!Systemisches inflammatorisches Response-Syndrom [SIRS]
S01.83!Offene Wunde (jeder Teil des Kopfes) mit Verbindung zu einer intrakraniellen Verletzung
S06.7-!Bewusstlosigkeit bei Schädel-Hirn-Trauma
S14.7-!Funktionale Höhe einer Verletzung des zervikalen Rückenmarkes
S21.83!Offene Wunde (jeder Teil des Thorax) mit Verbindung zu einer intrathorakalen Verletzung
S24.7-!Funktionale Höhe einer Verletzung des thorakalen Rückenmarkes
S31.83!Offene Wunde (jeder Teil des Abdomens, der Lumbosakralgegend und des Beckens) mit Verbindung zu einer intraabdominalen Verletzung
S34.7-!Funktionale Höhe einer Verletzung des lumbosakralen Rückenmarkes
S36.03Rissverletzung der Milz mit Beteiligung des Parenchyms
S36.49Verletzung: Sonstiger und mehrere Teile des Dünndarmes
S37.03Komplette Ruptur des Nierenparenchyms
T31.-!Verbrennungen, klassifiziert nach dem Ausmaß der betroffenen Körperoberfläche
T32.-!Verätzungen, klassifiziert nach dem Ausmaß der betroffenen Körperoberfläche
U07.0!Gesundheitsstörung im Zusammenhang mit dem Gebrauch von E-Zigaretten [Vaporizer]
U07.1!COVID-19, Virus nachgewiesen
U07.2!COVID-19, Virus nicht nachgewiesen
U09.9!Post-COVID-19-Zustand, nicht näher bezeichnet
U12.9!Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen, nicht näher bezeichnet
U60.-!Klinische Kategorien der HIV-Krankheit
U61.-!Anzahl der T-Helferzellen bei HIV-Krankheit
U62.-!Zytogenetische und molekulargenetische Differenzierungen bei Neubildungen
U63.-!Psychische und Verhaltensstörungen bei Demenz
U69.0-!Sekundäre Schlüsselnummern zur Spezifizierung des zeitlichen Bezugs einer anderenorts klassifizierten Pneumonie zur stationären Krankenhausaufnahme
U69.10!Anderenorts klassifizierte Krankheit, für die der Verdacht besteht, dass sie Folge einer medizinisch nicht indizierten ästhetischen Operation, einer Tätowierung oder eines Piercings ist
U69.11!Dauerhaft erworbene Blutgerinnungsstörung
U69.12!Temporäre Blutgerinnungsstörung
U69.13!Herz-Kreislauf-Stillstand vor Aufnahme in das Krankenhaus
U69.22!Porcines Influenza-Virus, nachgewiesen
U69.23!Aviäres Influenza-Virus, nachgewiesen
U69.24!Sonstiges Influenza-Virus, nachgewiesen
U69.40!Rekurrente Infektion mit Clostridium difficile
U69.5-!Sekundäre Schlüsselnummern zur Angabe mehrerer Regionen bei sekundärer und nicht näher bezeichneter bösartiger Neubildung der Lymphknoten
U69.6!Sekundäre Schlüsselnummer zur Spezifizierung eines Hustens als chronisch idiopathisch und chronisch refraktär
U69.7-!Sekundäre Schlüsselnummern zur Angabe des Schweregrades einer Hypoglykämie, des Vorliegens einer Hypoglykämiewahrnehmungsstörung oder einer Insulinresistenz
U69.8-!Sekundäre Schlüsselnummern zur Spezifizierung des zeitlichen Bezugs einer Sepsis und eines septischen Schocks zur stationären Krankenhausaufnahme
U80.-!Grampositive Erreger mit bestimmten Antibiotikaresistenzen, die besondere therapeutische oder hygienische Maßnahmen erfordern
U81.-!Gramnegative Erreger mit bestimmten Antibiotikaresistenzen, die besondere therapeutische oder hygienische Maßnahmen erfordern
U82.-!Mykobakterien mit Resistenz gegen Antituberkulotika (Erstrangmedikamente)
U83.-!Humanpathogene Pilze mit Resistenz gegen Antimykotika
U84!Herpesviren mit Resistenz gegen Virustatika
U85!Humanes Immundefizienz-Virus mit Resistenz gegen Virustatika oder Proteinaseinhibitoren
U98.-!Nicht belegte Schlüsselnummern U98.-!
U99.-!Belegte und nicht belegte Schlüsselnummern U99.-!
U99.0!Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2
Z33!Schwangerschaftsfeststellung als Nebenbefund
Z37.-!Resultat der Entbindung
Z50.-!Rehabilitationsmaßnahmen
Z54.-!Rekonvaleszenz

Kodes nur in Beispielen64

A17.0Tuberkulöse Meningitis
A18.0Tuberkulose der Knochen und Gelenke
A54.4Gonokokkeninfektion des Muskel-Skelett-Systems
A54.8Sonstige Gonokokkeninfektionen
E00.-Angeborenes Jodmangelsyndrom
E01.-Jodmangelbedingte Schilddrüsenkrankheiten und verwandte Zustände
E02Subklinische Jodmangel-Hypothyreose
E03.-Sonstige Hypothyreose
▸ noch 56 Einträge
E04.-Sonstige nichttoxische Struma
E05.-Hyperthyreose [Thyreotoxikose]
E05.0Hyperthyreose mit diffuser Struma
E06.-Thyreoiditis
E07.-Sonstige Krankheiten der Schilddrüse
E15Hypoglykämisches Koma, nichtdiabetisch
E16.-Sonstige Störungen der inneren Sekretion des Pankreas
E20.-Hypoparathyreoidismus
E21.-Hyperparathyreoidismus und sonstige Krankheiten der Nebenschilddrüse
E22.-Überfunktion der Hypophyse
E23.-Unterfunktion und andere Störungen der Hypophyse
E24.-Cushing-Syndrom
E25.-Adrenogenitale Störungen
E26.-Hyperaldosteronismus
E27.-Sonstige Krankheiten der Nebenniere
E28.-Ovarielle Dysfunktion
E29.-Testikuläre Dysfunktion
E30.-Pubertätsstörungen, anderenorts nicht klassifiziert
E31.-Polyglanduläre Dysfunktion
E32.-Krankheiten des Thymus
E34.-Sonstige endokrine Störungen
E70.-Störungen des Stoffwechsels aromatischer Aminosäuren
E71.-Störungen des Stoffwechsels verzweigter Aminosäuren und des Fettsäurestoffwechsels
E72.-Sonstige Störungen des Aminosäurestoffwechsels
E73.-Laktoseintoleranz
E74.-Sonstige Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels
E75.-Störungen des Sphingolipidstoffwechsels und sonstige Störungen der Lipidspeicherung
E76.-Störungen des Glykosaminoglykan-Stoffwechsels
E77.-Störungen des Glykoproteinstoffwechsels
E78.-Störungen des Lipoproteinstoffwechsels und sonstige Lipidämien
E79.-Störungen des Purin- und Pyrimidinstoffwechsels
E80.-Störungen des Porphyrin- und Bilirubinstoffwechsels
E83.-Störungen des Mineralstoffwechsels
E84.-Zystische Fibrose
E85.-Amyloidose
E86Volumenmangel
E87.-Sonstige Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes sowie des Säure-Basen-Gleichgewichts
E88.-Sonstige Stoffwechselstörungen
E89.-Endokrine und Stoffwechselstörungen nach medizinischen Maßnahmen, anderenorts nicht klassifiziert
G01*Meningitis bei anderenorts klassifizierten bakteriellen Krankheiten
G63.3*Polyneuropathie bei sonstigen endokrinen und Stoffwechselkrankheiten
H75.0*Mastoiditis bei anderenorts klassifizierten infektiösen und parasitären Krankheiten
J17.0*Pneumonie bei anderenorts klassifizierten bakteriellen Krankheiten
J91*Pleuraerguss bei anderenorts klassifizierten Krankheiten
K67.1*Gonokokkenperitonitis
M01.1-*Tuberkulöse Arthritis
M01.15*Tuberkulöse Arthritis: Beckenregion und Oberschenkel [Becken, Femur, Gesäß, Hüfte, Hüftgelenk, Iliosakralgelenk]
M01.16*Tuberkulöse Arthritis: Unterschenkel [Fibula, Tibia, Kniegelenk]
M49.0-*Tuberkulose der Wirbelsäule
M68.0-*Synovitis und Tenosynovitis bei anderenorts klassifizierten bakteriellen Krankheiten
M73.0-*Bursitis gonorrhoica
M73.09*Bursitis gonorrhoica: Nicht näher bezeichnete Lokalisation
M90.0-*Knochentuberkulose
O09.1!Schwangerschaftsdauer: 5 bis 13 vollendete Wochen
S62.32Fraktur eines sonstigen Mittelhandknochens: Schaft
Z34Überwachung einer normalen Schwangerschaft