DRGSystemDeutschland

F06.-Andere psychische Störungen aufgrund einer Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns oder einer körperlichen Krankheit

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
Definition:

Diese Kategorie umfasst verschiedene Krankheitsbilder, die ursächlich mit einer Hirnfunktionsstörung in Zusammenhang stehen als Folge von primär zerebralen Krankheiten, systemischen Krankheiten, die sekundär das Gehirn betreffen, exogenen toxischen Substanzen oder Hormonen, endokrinen Störungen oder anderen körperlichen Krankheiten.

Exklusive:

In Verbindung mit Demenz, wie unter F00-F03 beschrieben

Psychische Störung mit Delir F05.-

Störungen durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen F10-F19

Subkodes10

F06.0Organische HalluzinoseMorbi-RSA’25
F06.1Organische katatone StörungMorbi-RSA’25
F06.2Organische wahnhafte [schizophreniforme] StörungMorbi-RSA’25
F06.3Organische affektive StörungenMorbi-RSA’25
F06.4Organische AngststörungMorbi-RSA’25
F06.5Organische dissoziative StörungChronischeMorbi-RSA’25
F06.6Organische emotional labile [asthenische] StörungChronischeMorbi-RSA’25
F06.7Leichte kognitive StörungChronischeMorbi-RSA’25SEG4-KDE:87
F06.8Sonstige näher bezeichnete organische psychische Störungen aufgrund einer Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns oder einer körperlichen KrankheitChronischeMorbi-RSA’25
F06.9Nicht näher bezeichnete organische psychische Störung aufgrund einer Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns oder einer körperlichen KrankheitChronischeMorbi-RSA’25

Diagnosehäufigkeit

Zusammengezählt über alle Kodes unter F06.-.

Rang 224 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,096 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 67, der Frauen ab etwa 74 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre1100,006 %–
5 bis unter 10 Jahre2200,012 %–
10 bis unter 15 Jahre14950,081 %72,0
15 bis unter 18 Jahre196130,11 %22,4
18 bis unter 20 Jahre7637390,44 %25,7
20 bis unter 25 Jahre2511451061,5 %28,7
25 bis unter 30 Jahre3672291382,1 %28,1
30 bis unter 35 Jahre3451991462,0 %27,0
35 bis unter 40 Jahre4532332202,6 %27,9
40 bis unter 45 Jahre5322862463,1 %30,5
45 bis unter 50 Jahre5863092773,4 %26,2
50 bis unter 55 Jahre8924694235,2 %26,7
55 bis unter 60 Jahre1.4357926438,3 %26,6
60 bis unter 65 Jahre1.7851.03275310 %24,7
65 bis unter 70 Jahre1.6889457439,8 %23,7
70 bis unter 75 Jahre2.0391.0281.01112 %23,0
75 bis unter 80 Jahre1.81085895210 %21,1
80 bis unter 85 Jahre2.3989271.47114 %22,6
85 bis unter 90 Jahre1.8375701.26711 %21,3
90 bis unter 95 Jahre6211614603,6 %20,2
ab 95 Jahren12633930,73 %17,0

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 20,2 Tagen (90 bis unter 95 Jahre) und ⌀ 30,5 Tagen (40 bis unter 45 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

18.042 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (78 %)

  • Allgemeine Psychiatrie78 %14.151
  • Neurologie17 %3.059
  • Innere Medizin2,1 %372
  • Geriatrie1,1 %201
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,52 %94
  • Übrige 19 Abteilungen0,91 %165
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie0,16 %29
  • Kardiologie0,14 %26
  • Dermatologie0,11 %20
  • Sonstige Fachabteilung0,11 %20
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,089 %16
  • Intensivmedizin0,078 %14
  • Neurochirurgie0,055 %10
  • Nephrologie0,033 %6
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,028 %5
  • Pädiatrie0,028 %5
  • Chirurgie0,017 %3
  • Orthopädie0,017 %3
  • Urologie0,011 %2
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,006 %1
  • Gefäßchirurgie0,006 %1
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,006 %1
  • Pneumologie0,006 %1
  • Rheumatologie0,006 %1
  • Unfallchirurgie0,006 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Andere psychische Störungen aufgrund einer Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns oder einer körperlichen Krankheit

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte