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Regeln außerhalb des Katalogs

Was für die Kodierung gilt, steht nicht nur in ICD und OPS: Schlichtungsentscheidungen, Kodierrichtlinien, Kodierfragen des BfArM, Empfehlungen der Medizinischen Dienste und Urteile. Hier stehen sie zusammen, das jüngste zuerst — jede Zeile mit Datum, Geltung und Link zur Quelle.

839 Ereignisse

Sind Schulungen in einem Vortragsraum mit mehreren Patienten und einem Vortragenden als Therapieminuten/Behandlungsminuten im Sinne des OPS-Kodes 8-975.2 Naturheilkundliche Komplexbehandlung oder des OPS-Kodes 8 983 Multimodale rheumatologische Komplexbehandlung zu werten?

Stationäre Aufnahme eines Patienten mit peranaler Blutung. Als Blutungsquelle werden Hämorrhoiden ersten Grades festgestellt. Ist neben dem Kode K64.0 Hämorrhoiden und Perianalvenenthrombose, Hämorrhoiden 1. Grades ein zusätzlicher Kode für die Blutung anzugeben?

Stationäre Aufnahme akut mit Massenprolaps L4/5. Klinisch neben Schmerzexacerbation hochgradige Fußheberparesen bds. KG1/5, Taubheitsgefühl. Sofortige operative Therapie des Bandscheibenvorfalls. Kann zusätzlich zu den Diagnosen M51.

Eine Patientin (Körpergewicht 60 kg) mit IIa- bis III-gradiger Verbrennung an Rücken, Mammae und linkem Arm (insgesamt 20 % der Körperoberfläche) wird in einem Brandverletztenzentrum behandelt und operativ versorgt.

Stationäre Aufnahme eines 52-jährigen Patienten, der wegen einer neurologischen Erkrankung seit drei Jahren heimbeatmet wird. Da der Hersteller angekündigt hat, in Kürze den Service und die Ersatzteillieferungen für das verwendete Beatmungsgerät einzustellen, erfolgt während stationärer Behandlung die Umstellung auf ei …

Aufnahme eines Patienten wegen erstmals akut aufgetretenem Vorhofflimmern mit Frequenzen um 140/min. Es erfolgt die medikamentöse Kardioversion. Im Verlauf klagt der Patient über peranale Blutabgänge, die er bereits seit einem halben Jahr bemerke. Die Diagnostik ergibt ein Rektumkarzinom.

Aufnahme wegen massiver Verschlechterung des Allgemeinzustands mit Volumenmangel, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen, Exsikkose und Kachexie bei metastasiertem und progredientem Kolonkarzinom (Erstdiagnose drei Jahre zuvor, seinerzeit Hemikolektomie und adjuvante Radio-Chemotherapie, aktuell progrediente Leber- und Knochen …

Wegen Mamma-Tumor erfolgte eine brusterhaltende Operation ohne Sentinel-Lymphknoten-Biopsie. Die Histologie ergab ein ductales Mammakarzinom in situ (DCIS) mit invasivem Karzinomanteil von 0,4 cm und Lymphgefäßeinbruch, Tumorstadium pT1a pNx, Mx, L1.

Bei einer Patientin mit bekanntem Ovarialcarcinom wird im Rahmen der Primäroperation das metastatisch durchsetzte Bauchfell subtotal entfernt und diese Entfernung mit dem OPS 5-543.41 Exzision und Destruktion von peritonealem Gewebe, Parietale Peritonektomie, (Sub-) total verschlüsselt.

Im Rahmen einer geplanten Metallentfernung wird Knochengewebe entfernt, welches sich um das einliegende Osteosynthesematerial gebildet hatte. Ist ein OPS-Kode aus 5-782.- Exzision und Resektion von erkranktem Knochengewebe zusätzlich zu kodieren?

Ein Patient wurde mit einer transsphinktären Fistel (Typ II nach Parks) stationär aufgenommen. Primär erfolgte die Exzision der Fistel. Hierfür war eine teilweise Durchtrennung von intermediären Sphinkteranteilen notwendig, so dass eine Rekonstruktion des Sphinkters notwendig wurde. Wie ist der Eingriff zu kodieren?

Ein Patient erleidet postoperativ ein sich schnell entwickelndes „Durchgangssyndrom“ mit Einschränkung des Bewusstseins, Agitiertheit, gestörtem Schlafwachrhythmus. Was ist die entsprechende Nebendiagnose?

Ein Neugeborenes wird direkt postpartal für einige Tage auf der Intensivstation intermittierend mit CPAP atemunterstützt. Wie ist die Dauer der Atemunterstützung bei der Ermittlung der Beatmungsdauer zu berücksichtigen?

Nach kaudal sequestriertem Bandscheibenvorfall LWK 4/5 wurde folgender Eingriff durchgeführt: Teilhemilaminektomie LWK 4/5 links, Entfernung mehrerer Bandscheibensequester, Teilzwischenwirbelausräumung von links sowie Dekompression und Neurolyse der Nervenwurzel L5 links und Einlage einer epiduralen Drainage.

SEG-4KDE 552: Heroinkonsum01.01.2026

Die Aufnahme in das Krankenhaus erfolgt zur Entzugsbehandlung bei Alkoholabhängigkeit. Anamnestisch ist ein Heroinkonsum bekannt, der letzte Konsum liegt elf Jahre zurück. Erhoben wird die Suchtanamnese, ein durchgeführter Drogenurintest zeigt ein negatives Ergebnis bezüglich Heroin.

Die stationäre Aufnahme erfolgt zur diagnostischen Klärung, nachdem während einer ambulanten Zystoskopie ein gerötetes Areal der Harnblasenwand von 2 x 3 cm Größe festgestellt wurde.

Bei der Berechnung der Aufwandspunkte für die OPS-Kodes 8-980 Intensivmedizinische Komplexbehandlung (Basisprozedur) und 8-98f Aufwendige intensivmedizinische Komplexbehandlung (Basisprozedur) wird als Leistung ein „Flüssigkeitsersatz in hohen Mengen (> 5 l/24 Std.)“ erfasst.

Aufnahme eines Patienten mit Tumoranämie bei bekanntem metastasiertem Prostatakarzinom mit Knochenmetastasen. Es erfolgt die Gabe von Erythrozytenkonzentraten. Eine Antiandrogentherapie erfolgt während dieses Aufenthaltes nicht. Bei anhaltender diffuser Schmerzsymptomatik wird die orale Schmerzmedikation intensiviert.

Nach einem operativen Eingriff im Abdomen tritt als Komplikation ein subphrenischer Abszess auf. Ist der subphrenische Abszess mit K65.0 Akute Peritonitis oder T81.4 Infektion nach einem Eingriff, anderenorts nicht klassifiziert zu kodieren?

Bei einer knöchernen Deformierung mit durch Standardimplantate nicht ausgleichbaren Defektzonen erfolgt die Implantation einer zementierten bikompartimentellen Teilgelenkersatzprothese am Kniegelenk, welche patientenindividuell unter Verwendung eines CAD-CAM-Systems hergestellt wurde. Ist neben dem Kode 5-822.

Bei einem Neugeborenen wird im Rahmen einer intensivmedizinischen Behandlung über 96 Stunden eine High-Flow-Nasenbrille angewandt. Sind die 96 Stunden als Beatmung im Sinne der DKR 1001 anzuerkennen?

Im Rahmen einer Katarakt-Operation (Phakoemulsifikation) wird bei abgeflachter beziehungsweise aufgehobener Vorderkammer eine vorübergehende Erhöhung des Drucks in der Vorderkammer per vorhandener Infusion über die bereits vorhandene Parazentese durchgeführt.

Im Rahmen einer stationären Katarakt-Operation (Phakoemulsifikation) wird am Ende des Eingriffs prophylaktisch ein Antibiotikum in den vorderen Augenabschnitt, genauer in die Vorderkammer oder Hinterkammer des Auges (Raum zwischen Regenbogenhaut und Intraokularlinse), injiziert.

Nach Ausräumung eines Abszesses wird die Wundhöhle mit einer jodhaltigen Gaze austamponiert. Ist für diese Maßnahme zusätzlich der OPS-Kode 5-892.3 Andere Inzision an Haut und Unterhaut: Implantation eines Medikamententrägers zu verwenden?

Ein Patient war wegen einer mit MRSA superinfizierten Wunde 13 Tage lang isoliert, davon 5 Tage mit einem täglichen Zeitaufwand von 170 Minuten und 8 Tage mit einem täglichen Zeitaufwand von 118 Minuten. Zusammen genommen handelt es sich um einen Zeitaufwand von 1794 Minuten.

Wie sind Halluzinationen und/oder affektive Symptome, die im Rahmen einer bekannten Parkinson-Demenz auftreten und behandelt werden, zu verschlüsseln?

Kann die neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls (OPS-Kode 8-981 beziehungsweise 8-98b) bei „stroke mimics“ verschlüsselt werden?

Wie ist eine schlaffe Paraparese nach Polioinfektion, beim Guillain-Barré-Syndrom oder bei der chronischen inflammatorischen Polyneuropathie (CIDP) zu kodieren?

Während eines kardiochirurgischen Eingriffes erfolgt ein Monitoring mittels Nahinfrarotspektroskopie. Ist die Kodierung des OPS-Kodes 8-923 Neurologisches Monitoring, Monitoring der hirnvenösen Sauerstoffsättigung bei Messungen mittels Nahinfrarotspektroskopie zulässig?

Ein Patient wird wegen zunehmender Apathie und leichter Verwirrtheit bei bekannter kryptogener Leberzirrhose Child B aufgenommen. Laborchemisch erhöhte Ammoniakspiegel im Blut. Unter Infusionstherapie und Gabe von Ornithinaspartat sowie Lactulose und Rifaximin deutliche Besserung des Befundes.

Vor zwei Jahren war eine Magenbypass-OP bei morbider Adipositas durchgeführt worden. Aktuelles Gewicht 96 kg (BMI 29) nach zwischenzeitlicher Gewichtsabnahme von 60 kg. Seit mehreren Monaten stabile Situation.

Aufnahme eines Patienten mit dekompensierter Leberzirrhose in das Krankenhaus. Während des laufenden stationären Aufenthaltes wird der Patient am 8. Behandlungstag auf die Warteliste zur Transplantation aufgenommen. Der Patient verstirbt 26 Tage nach Krankenhausaufnahme, eine Transplantation wird nicht durchgeführt.

Stationäre Aufnahme bei Nierenversagen nach medizinischen Maßnahmen. Zwei Tage vor Aufnahme waren ambulant im Rahmen einer radiologischen Untersuchung große Mengen Kontrastmittel intravenös gegeben worden.

Ein Patient mit Diabetes mellitus Typ 2 wird bei intensivierter konventioneller Insulintherapie aufgrund zuletzt rezidivierender und symptomatischer Hypoglykämien mit erneut symptomatischer Hypoglykämie stationär aufgenommen (Blutzucker bei Aufnahme 30 mg/dl). Weitere Komplikationen des Diabetes sind nicht bekannt.

Ein Patient mit Diabetes mellitus Typ 2 wird bei intensivierter konventioneller Insulintherapie aufgrund zuletzt rezidivierender und symptomatischer Hypoglykämien mit erneut symptomatischer Hypoglykämie stationär aufgenommen (Blutzucker bei Aufnahme 30 mg/dl).

Bei einem Patienten kommt es während einer stationären Behandlung zu einem Herz-Kreislaufstillstand mit Atemstillstand. Der Patient wird erfolgreich reanimiert, im Rahmen der kardiopulmonalen Reanimation Intubation und vorübergehende Beatmung. Ist zu I46.

Es erfolgt die Aufnahme eines Kleinkindes nach ambulanter elektiver Adenotomie vor zwei Tagen mit anhaltender nicht stillbarer Nachblutung. Das Kind wird intubiert und mit blutenden Operationswunden aufgenommen; eine operative Blutstillung erfolgt. Was ist die Hauptdiagnose? R04.

Darf bei Trägern eines Ileo- oder Kolostomas die Schlüsselnummer R15 Stuhlinkontinenz in Verbindung mit einem Kode aus Z43.- für die Versorgung mit einem Stoma kodiert werden?

Während einer Bauchoperation in Vollnarkose Auftreten eines kurzfristigen Blutdruckabfalls auf 80/40 mmHg. Zugleich wird eine Herzfrequenz von 85/min gemessen. Nach Gabe von 0,3 ml Cafedrin-Theodrenalin Blutdruckanstieg auf über 100 mmHg systolisch. Laut OP-Bericht verlässt die Patientin den OP-Saal kreislaufstabil.

Bei einer laparoskopisch begonnenen Cholezystektomie muss wegen massiver Verwachsungen auf offen chirurgisch umgestiegen werden. Nach Entfernung der Gallenblase wird der Ductus choledochus wegen der unsicheren Anatomie auf einer Strecke von 2 cm freipräpariert; der Hauptgallengang zeigt sich vollständig intakt.

Im Rahmen einer Geschlechtsorganumwandlung von einer Frau zum Mann wird während eines stationären Aufenthaltes ausschließlich eine Mastektomie unter Erhalt des Mamillen-Areola-Komplexes durchgeführt. Ist neben dem OPS 5-872.0 (Modifizierte radikale) Mastektomie, Ohne Resektion der M.

Transurethrale Einlage eines Doppel-J-Katheters (Ureterschiene) zur Entlastung einer Hydronephrose. Wie ist die Leistung spezifisch abzubilden? 8-147.0 Therapeutische Drainage von Harnorganen: Niere oder 8-137.00 Einlegen, Wechsel und Entfernung einer Ureterschiene [Ureterkatheter], Einlegen, transurethral

Ein Patient entwickelt im Rahmen eines septischen Krankheitsbildes ein Multiorganversagen mit Gerinnungsstörung. Zur Therapie werden u. a. Blutprodukte bzw. Gerinnungsfaktoren substituiert, ohne dass ein Ausgleich der Gerinnungsstörung gelingt. Der Patient verstirbt im Multiorganversagen.

Die Aufnahme erfolgte wegen eines akuten Nierenversagens nach Kontrastmittelgabe im Rahmen einer Computertomographie des Thorax. Vorbekannt ist eine Herzinsuffizienz NYHA III bei bekannter dilatativer Kardiomyopathie (DCM). Diesbezüglich erfolgte die Fortsetzung der medikamentösen konservativen Therapie.

Aufnahme wegen Gewichtsverlust (ca. 5 kg in 4 Wochen), verminderter Belastbarkeit und Fieber. Es zeigt sich eine poststenotische Pneumonie bei Erstdiagnose eines bereits multipel metastasierten Lungenkarzinoms. Der Patient wiegt bei einer Größe von 175 cm 50 kg (BMI 16,3 kg/m²), im NRS Score ergibt sich ein Wert von 5.

Ein Patient mit langjährigem Diabetes mellitus Typ 1 wird aufgrund zuletzt rezidivierender und symptomatischer Hypoglykämien, die der Patient selbst beherrschen konnte, stationär aufgenommen. Auch während des stationären Aufenthaltes treten mehrfach therapiebedürftige Hypoglykämien auf.

Bei einem Mädchen erfolgt eine typische Leistenhernienoperation. Als Bruchsackinhalt findet sich Ovar. Was ist die Hauptdiagnose?

Aufnahme wegen eines frischen Kniegelenksinfektes durch Staphylokokken acht Wochen nach Implantation einer Knie-Totalendoprothese. Es erfolgten eine antibiotische Therapie sowie eine operative Revision des Kniegelenks mit Debridement und Wechsel des Inlays. Was ist als Hauptdiagnose und Nebendiagnose zu kodieren?

Nach einer 10-tägigen Phase mit invasiver Beatmung wird bei einem Patienten mit der Entwöhnung vom Respirator begonnen. In den ersten drei Tagen nach der Extubation benötigt der Patient jeweils eine maschinelle Atemunterstützung mittels Masken-CPAP von 8 Stunden täglich.

Bei einem 1-jährigen Kind erfolgt die Erstbehandlung einer akuten lymphatischen Leukämie nach dem AIEOP-BFM 2009 Protokoll. Es erfolgt die stationäre Aufnahme zur Chemotherapie mit Vincristin, Daunorubicin und Prednisolon (Protokoll I, Phase I, Tag 8). Entlassung am Folgetag. Wie ist die Chemotherapie zu kodieren?