Was für die Kodierung gilt, steht nicht nur in ICD und OPS: Schlichtungsentscheidungen, Kodierrichtlinien, Kodierfragen des BfArM, Empfehlungen der Medizinischen Dienste und Urteile. Hier stehen sie zusammen, das jüngste zuerst — jede Zeile mit Datum, Geltung und Link zur Quelle.
194 Ereignisse
Ambulantes Operieren nach § 115b SGB V / Aufnahme am selben Tag Eine ambulante Operation nach § 115b SGB V wird im Krankenhaus durchgeführt. Wegen einer Komplikation im Rahmen des Eingriffes erfolgt die stationäre Aufnahme am selben Tag. Was ist die Hauptdiagnose, ist der Eingriff zu kodieren?
Perkutane Biopsie / Biopsie durch Inzision Wie ist eine „Mikrobiopsie“ der Mamma (durch Nadel) zu verschlüsseln, wenn zum besseren Einführen der Nadel eine Stichinzision gemacht wird?
Intervention / Offen-chirurgischer Eingriff Bei einem Patienten wird wegen entsprechender Risikokonstellation (Aortenstenose, Nikotinabhängigkeit, Folgen eines Apoplex) anstelle eines offen-chirurgischen Eingriffs (z. B. Operation eines Bauchaortenaneurysmas) eine interventionelle Behandlung durchgeführt (z. B.
Bei der Kodierung peripherer gefäßchirurgischer Probleme bei Patienten, die verschiedene Gefäßrisikofaktoren haben und einen Diabetes mellitus, stellt sich die Frage, ob diese Patienten über einen ICD-Kode I.- oder über einen ICD-Kode E.- zu verschlüsseln sind.
Eine allgemein gültige Definition des entgleisten Diabetes mellitus existiert in der Fachliteratur nicht. Es besteht die Notwendigkeit Kriterien zu entwickeln, die eine Differenzierung erlauben.
Wann ist die Schlüsselnummer 1-424 Biopsie ohne Inzision am Knochenmark korrekt, wann ist ein Kode aus 1-503 Biopsie an Knochen durch Inzision gerechtfertigt?
In der DKR D003 gilt: „Abnorme Labor-, Röntgen-, Pathologie- und andere diagnostische Befunde werden nicht kodiert, es sei denn, sie haben eine klinische Bedeutung im Sinne einer therapeutischen Konsequenz oder einer weiterführenden Diagnostik (nicht allein Kontrolle der abnormen Werte)“.
Siehe Kodierempfehlung 466, Fallkonstellation 1.
Erfüllt die Durchführung einer Maßnahme (z. B. die Gabe eines Medikamentes) die medizinisch mehreren Krankheitsbildern (Nebendiagnosen) zugeordnet werden kann, die Voraussetzung, dass jede dieser Nebendiagnosen kodiert werden kann?
Ist die Anwendung von Propofol bei endoskopischen Untersuchungen über den OPS 8-900 Intravenöse Anästhesie zu kodieren? Falls ja – welche Voraussetzungen müssen dafür vorliegen?
Ist die koronare Herzkrankheit (KHK) als eine Komplikation des Diabetes mellitus zu verschlüsseln? Atherosklerose ist multifaktorielles Geschehen, Risikofaktor u. a. Diabetes mellitus. Manifestation an den Koronargefäßen = KHK.
Ist die „Toxizität“ der Chemo- oder Strahlentherapie (z. B. Neutropenie) als Komplikation zu verschlüsseln? Siehe Beispiel 1-3.
Systemische Chemotherapie wegen multipler Metastasen bei metastasiertem Tumorleiden: z. B. Chemotherapie bei Leber-, Nieren-, Haut- und Knochenmetastasen und Mammakarzinom.
Aufnahme wegen Lungenembolie bei tiefer Beinvenenthrombose. Was ist die Hauptdiagnose: tiefe Beinvenenthrombose als zu Grunde liegende Ursache oder Lungenembolie?
Wie ist eine Aufnahme zur Shunt-Anlage bei Fettstoffwechselstörung zu kodieren?
Wie ist die Fortsetzung intermittierender Heimbeatmung mit Maske bei Patienten mit exazerbierter COPD und Verschlechterung der respiratorischen Insuffizienz, bei denen diese Beatmung im Krankenhaus fortgesetzt wird, zu kodieren? Die Behandlung erfolgt nicht auf einer Intensivstation.
Darf eine Erkrankung auch dann als Nebendiagnose kodiert werden, wenn z. B. deren medikamentöse Behandlung ab einer bestimmten Dosierung durch ein Zusatzentgelt (ZE) vergütet wird? Beispiel: Ein behandlungsrelevanter AT III - Mangel wird als Nebendiagnose kodiert und führt zu einem höheren Schweregrad der DRG.
9-403 Sozialpädiatrische, neuropädiatrische und pädiatrisch-psycho-somatische Therapie 9-403.3 Intensivtherapie (über 5 Tage mindestens 15 Therapieeinheiten) 9-403.
Ist ein Kode aus 8-390 Lagerungsbehandlung gerechtfertigt bei z. B. regelmäßiger Verwendung einer nicht näher definierten „Spezialmatratze“ nach kardio-chirurgischem Eingriff?
Ein Patient kommt zur Aufnahme mit bereits angelegtem TIPS (transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Stent-Shunt). Im Rahmen des stationären Aufenthaltes wird dieser dilatiert, es erfolgt keine Neuanlage. Wie wird die Prozedur kodiert?
Wann sind die Bedingungen für die Kodierung des OPS 1-620.01 Diagnostische Tracheobronchoskopie: Mit flexiblem Instrument, mit bronchoalveolärer Lavage erfüllt?
Im klinischen Alltag werden Echokardiografien bereits bei geringen Hinweisen auf Herzprobleme durchgeführt. Durch diese Untersuchungen werden zahlreiche Befunde, z. B. Herzklappenveränderungen, dokumentiert.
Ein heimbeatmeter, tracheotomierter Patient mit bekannter amyotropher Lateralsklerose ohne suffiziente Spontanatmung wird wegen Bauchschmerzen stationär behandelt. Der notwendige Beatmungsmodus entspricht einer vollständigen, lebensnotwendigen und nicht nur unterstützenden Beatmung.
Bei Patienten mit z. B. chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung oder Pneumonie wird bei vermehrtem bzw. zähem Bronchialschleim während einer flexiblen Bronchoskopie aus therapeutischen Gründen eine Spülung der Bronchien (Bronchiallavage) mit insgesamt ca. 50 ml physiologischer Kochsalzlösung vorgenommen.
Ein Patient wird mit pectanginösen Beschwerden aufgenommen. Bekannt sind Hypertonie und Diabetes mellitus. In der nachfolgenden Koronarangiografie finden sich keine Hinweise auf eine relevante Makroangiopathie der Koronargefäße.
Stationäre Aufnahme zur Transfusion bei symptomatischer Thrombozytopenie (Thrombozyten 10.000/µl, Petechien). Grunderkrankung Weichteilsarkom, intensive Chemotherapie vor einer Woche. Verabreicht werden drei gepoolte Thrombozytenkonzentrate à 280 ml.
Hepatozelluläres Karzinom, Zustand nach Lebertransplantation, Wiederaufnahme innerhalb der OGVD bei akuter Abstoßungsreaktion, konservativ beherrscht. Fallzusammenführung auf Grund von Komplikationen gemäß FPV?
Es liegt ein fortgeschrittenes metastasierendes/infiltrierendes Tumorleiden vor. Kurative operative, chemotherapeutische und/oder radiotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten bestehen nicht mehr. Was wird als Hauptdiagnose verschlüsselt, wenn eine Krankenhausbehandlung stationär erfolgt: 1.
Was kann als Nebendiagnose kodiert werden, wenn eine Hormontherapie als adjuvante Tumorbehandlung durchgeführt wird? Ist Z85.- Bösartige Neubildung in der Eigenanamnese zutreffend?
Ist die Kodierung des OPS 8-837.60 Perkutan-transluminale Gefäßintervention an Herz und Koronargefäßen, selektive Thrombolyse, eine Koronararterie bei intrakoronarer Gabe von Abciximab korrekt?
Siehe Kodierempfehlung 466, Fallkonstellation 5.
Darf eine Sepsis ohne einen Kode aus R65.-! Systemisches inflammatorisches Response-Syndrom [SIRS] verschlüsselt werden, wenn die Kriterien der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und der Deutschen Sepsis Gesellschaft (DSG) für SIRS ohne Organkomplikation, z. B.
Bei einem stationären Aufenthalt werden zwei Photopherese-Behandlungen an zwei aufeinander folgenden Tagen im Rahmen eines Photopherese-Zyklus durchgeführt. Ist der OPS 8-824 Photopherese einmal während des stationären Aufenthalts oder für jede einzelne Photopherese-Behandlung zu kodieren?
Wie ist eine modifizierte Lapidus-Arthrodese bei Hallux valgus-Deformität zu kodieren? 5-808.a0 Arthrodese, Fußwurzel und Mittelfuß, ein oder zwei Gelenkfächer und/oder 5-781.9u Osteotomie und Korrekturosteotomie: Komplexe (mehr-dimensionale) Osteotomie mit Achsenkorrektur, Tarsale
Kann bei Durchführung einer kathetergestützten elektrophysiologischen Untersuchung (EPU) des Herzens bei WPW-Syndrom neben dem OPS-Kode 1-265.5 zusätzlich der Kode 1-265.2 angegeben werden? 1-265.5 Elektrophysiologische Untersuchung des Herzens, kathetergestützt: Bei WPW-Syndrom 1-265.
Ein Patient wird wegen einer chronischen Tonsillitis ins Krankenhaus zur Tonsillektomie aufgenommen. Anamnestisch ist eine Endokarditis bei noch bestehender Mitralinsuffizienz bekannt. Perioperativ erhält er deshalb prophylaktisch ein Antibiotikum. Kann die Mitralinsuffizienz als Nebendiagnose verschlüsselt werden?
Aufnahme zur Chemotherapie bei Non-Hodgkin-Lymphom. Da eine Neutropenie < 500/µl festgestellt wird, wird der Patient im Krankenhaus weiterbehandelt, eine Umkehrisolation vorgenommen. Zusätzlich werden prophylaktisch Antibiotika und Antimykotika verabreicht. Eine spezifische Behandlung der Neutropenie erfolgt nicht.
Können bei Festlegung der Hauptdiagnose auch Obduktionsbefunde herangezogen werden?
Ist die nasale Applikation von Atemgas (mit oder ohne zusätzliche Sauerstoffzugabe) über Nasenbrille mit hohem Fluss (Nasale High Flow Therapy, z. B. Optiflow™) als maschinelle Beatmung im Sinne der DKR 1001 anzusehen?
Während einer stationären Behandlung kommt eine Immunadsorption mit nicht regenerierbarer Säule, OPS 8-821.0, zum Einsatz. Nach zwei Stunden Behandlung wird die Immunadsorber-Säule ausgetauscht, das übrige System zur Plasmaabtrennung und Rückführung der Blutbestandteile im Extrakorporalkreislauf bleibt erhalten.
Bei Patienten nach Knochenmarktransplantation bzw. bei Frühgeborenen werden bei Bedarf Erythrozytenkonzentrate verabreicht, die vorher bestrahlt wurden. Kann hier zusätzlich ein Kode aus 8-52 Strahlentherapie angegeben werden?
Eine Patientin wird mit einer tiefen Beinvenenthrombose stationär aufgenommen. Bei einer Ultraschalluntersuchung wird ein Rundherd in der Leber festgestellt. Die Patientin gibt an, dies sei ihr bekannt, sie sei vor einem Jahr an einem Gallenblasenkarzinom operiert worden.
In Lokalanästhesie Stichinzision, unter Sono-Kontrolle wird eine Punktionsnadel bis in die Nierenzyste geführt, Kontrastmittelauffüllung, keine Beziehung zum Kelchsystem nachgewiesen, Einlage eines Schüller-Drahtes, Aufbohren des Punktionskanales, Einlegen eines Fistelkatheters, Entleerung von 600 ml klarer Flüssigkeit …
Nach Übernahme aus einem anderen Krankenhaus zum herzchirurgischen Eingriff wird die begonnene Therapie mit Beatmung, intraaortaler Ballonpumpe (IABP) und kontinuierlicher gleichzeitiger Gabe dreier Katecholamine fortgesetzt.
Bei der Transfusion von PPSB (Prothrombinkomplex) werden verschiedene Blutgerinnungsfaktoren verabreicht. Der OPS-Katalog bietet die Möglichkeit, die Menge der Faktoren bis zur 6. Stelle über den Kode 8-812.
Ein Patient mit nachgewiesener MRSA-Besiedelung wird isoliert und wegen abgeschlossener Behandlung seiner Grunderkrankung aus der Isolierung nach Hause entlassen. Der Nachweis von drei negativen Abstrichen erfolgt nicht.
Ein Patient wird auf einer medizinischen Intensivstation im Lungenödem aufgenommen. Nach zwei Wochen intensivmedizinischer Behandlung wird die Indikation geplant im Krankenhaus zur Bypass-OP gestellt.
Kann der OPS-Kode 8-983.1 Multimodale rheumatologische Komplexbehandlung, mindestens 14 bis höchstens 20 Behandlungstage bei einer Gesamtbehandlungsdauer von 15 Belegungstagen auch dann angegeben werden, wenn an Wochenendtagen keine spezifische Behandlung aus den genannten Therapiebereichen erfolgt, so dass zusammengen …
Nach einer lange im Voraus geplanten Herzoperation wird ein Patient am dritten postoperativen Tag zur postoperativen Weiterbehandlung auf die Intensivstation eines anderen Krankenhauses verlegt. Mit welchem Aufnahmestatus im Hinblick auf SAPS II wird der Patient aufgenommen?
Nach anfänglicher kontrollierter Beatmung eines Neugeborenen und anschließender Atemunterstützung mit kontinuierlichem positivem Atemwegsdruck (CPAP) erfolgt dann noch eine Atemunterstützung durch Anwendung von High-flow-Nasenkanülen (HFNC-System).