DRGSystemDeutschland

Nr. 553Biopsie, Harnblase, Resektoskop

Verwendung
Kodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
  • 1-460.2 Transurethrale Biopsie an Harnorganen und Prostata: Harnblase
  • 5-573.40 Transurethrale Inzision, Exzision, Destruktion und Resektion von (erkranktem) Gewebe der Harnblase: Resektion: Nicht fluoreszenzgestützt
2025-01-01
Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2016-02-24). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Die stationäre Aufnahme erfolgt zur diagnostischen Klärung, nachdem während einer ambulanten Zystoskopie ein gerötetes Areal der Harnblasenwand von 2 x 3 cm Größe festgestellt wurde. Mit dem Resektoskop werden daraus transurethral zwei Schleimhautbiopsien (Größe in der Histologie je 2 mm Durchmesser, Ergebnis: chronisch-unspezifische Zystitis) entnommen.


Ist der Eingriff mit

1-460.2 Transurethrale Biopsie an Harnorganen und Prostata, Harnblase

oder

5-573.40 Transurethrale Inzision, Exzision, Destruktion und Resektion von (erkranktem) Gewebe der Harnblase, Resektion, nicht fluoreszenzgestützt

zu kodieren?


Kodierempfehlung:


Zu kodieren ist 1-460.2 Transurethrale Biopsie an Harnorganen und Prostata, Harnblase.


Nicht die Wahl des Instrumentes ist hier ausschlaggebend, sondern der tatsächlich durchgeführte Eingriff (Biopsie zur Diagnosesicherung).