DRGSystemDeutschland

Fehler melden

Stimmt etwas auf dieser Seite nicht? Beschreiben Sie kurz, was falsch ist — die Adresse der Seite wird mitgeschickt.

Die Meldung wird per E-Mail an die Redaktion gesendet und nicht gespeichert.

Regeln außerhalb des Katalogs

Was für die Kodierung gilt, steht nicht nur in ICD und OPS: Schlichtungsentscheidungen, Kodierrichtlinien, Kodierfragen des BfArM, Empfehlungen der Medizinischen Dienste und Urteile. Hier stehen sie zusammen, das jüngste zuerst — jede Zeile mit Datum, Geltung und Link zur Quelle.

268 Ereignisse

SEG-4KDE 449: Duraplastik01.01.2026

Bei einem Patienten wird ein akutes traumatisches subdurales Hämatom über eine frontotemporale Kraniotomie entleert. Bei erheblicher Hirnschwellung wird ein Galeaperiostlappen präpariert, auf das angeschwollene Gehirn aufgelegt und mit einigen Haltenähten an der Dura befestigt.

Zustand nach Implantation eines Defibrillators mit biventrikulärer Stimulation. Aufnahme auf Grund einer Taschenperforation, Entfernung des Aggregates und der Sonden. An den Sonden Nachweis von Staphylococcus epidermidis, antibiotische Behandlung.

Bei koronarangiografisch gesicherter KHK wird die Indikation zur Myokardrevaskularisation gestellt. Hierbei Anlegen eines aortokoronaren Bypass in minimal-invasiver Technik am schlagenden Herzen mit A. mammaria dextra auf RCA und A. mammaria sinistra auf LAD.

Auf Grund einer gesicherten hochgradigen lumbalen Spinalkanalstenose mit nicht beherrschbaren Schmerzen wird die Indikation zum operativen Vorgehen gestellt. Hierbei erfolgt u. a.

Ein Patient zog sich eine Mehretagenfraktur des Oberarmes (subcapitale Fraktur und Schaftfraktur) zu. Es erfolgte eine einzeitige Versorgung beider Frakturen mit einem langen Humerusschaftnagel. Wie ist der erbrachte Leistungskomplex zu kodieren?

Während einer Hüftgelenksarthroskopie bei Labrumabriss wird arthroskopisch Knochengewebe im Bereich des Kopf-Hals-Überganges reseziert. Ist die arthroskopische Knochenresektion mit 5-819.xg Andere arthroskopische Operationen, Sonstige, Hüftgelenk oder 5-782.

Laut Operationsbericht finden bei kleinem Abszess am Oberarm eine „Abszessspaltung und ein Debridement“ statt. Dabei wird infektiöses Gewebe durch Auskratzen mit dem scharfen Löffel entfernt und eine Drainage eingelegt. Ist neben 5-892.

Ein Patient wird wegen diabetischen Fußsyndroms mit über zwei Monate bestehendem Ulcus an der Fußaußenseite und darunter freiliegendem 5. Metatarsaleköpfchen stationär aufgenommen.

Aufnahme zur Durchführung einer Resektionsarthroplastik bei Rhizarthrose. Hierbei erfolgte nach Entfernung des Os trapezium eine Sehnenaufhängung des ersten Mittelhandknochens mittels APL-Sehne (Abductor-Pollicis-Longus-Sehne). Ist neben dem OPS-Kode 5-847.

Ein Patient mit liegendem Bronchialstent bei Bronchialkarzinom wird zur Kontrollbronchoskopie aufgenommen. Hierbei zeigt sich an den Enden des Stents überschießendes Gewebe, welches bronchoskopisch abgetragen wird. Kann neben dem OPS-Kode 5-320.

Bei einem Patienten mit einer Hüftkopfnekrose wird eine klassische Hüftkopfanbohrung (Femur unterhalb des Trochanter major über den Schenkelhals in den Hüftkopf) durchgeführt. Wie wird die Prozedur kodiert?

Ein Patient wird zum Wechsel einer Medikamentenpumpe gefüllt mit Morphin bei Batterieerschöpfung aufgenommen. Er leidet an chronischen Kreuzschmerzen. Was ist die Hauptdiagnose?

SEG-4KDE 509: Psoasabszess01.01.2026

Stationäre Aufnahme mit zunehmenden Rückenschmerzen ohne neurologische Ausfälle. Im MRT Nachweis eines Abszesses im M. iliacus. Daraufhin über ilioinguinalen Zugang Präparation zwischen Os ilium und M. iliacus und Ausräumung des Abszesses. Was ist die Hauptdiagnose?

Bei einem Patienten werden bei einer degenerativen Spondylolisthese L5/S1 ein Schrauben-Stab-System L5 bis S1 (5-83b.50 Osteosynthese (dynamische Stabilisierung) an der Wirbelsäule, durch Schrauben-Stab-System, 1 Segment) und auf der gleichen Höhe ein intervertebraler Cage eingebracht (5-83b.

Stationäre Aufnahme zur Durchführung einer systemischen Chemotherapie bei bekannter Metastasierung (pulmonal und lymphogen) bei Zustand nach Nephrektomie wegen Nierenkarzinom im Rahmen eines Voraufenthaltes. Am Aufnahmetag Implantation eines Ports.

Aufnahme des Patienten zum Aggregatwechsel eines Neurostimulators wegen Batterieerschöpfung im zu erwartenden Zeitfenster. Die Indikation des Neurostimulators ist ein chronisches neuropathisches Schmerzsyndrom der linken Hand. Was ist als Hauptdiagnose zu kodieren?

Stationäre Aufnahme eines Patienten mit peranaler Blutung. Als Blutungsquelle werden Hämorrhoiden ersten Grades festgestellt. Ist neben dem Kode K64.0 Hämorrhoiden und Perianalvenenthrombose, Hämorrhoiden 1. Grades ein zusätzlicher Kode für die Blutung anzugeben?

Stationäre Aufnahme akut mit Massenprolaps L4/5. Klinisch neben Schmerzexacerbation hochgradige Fußheberparesen bds. KG1/5, Taubheitsgefühl. Sofortige operative Therapie des Bandscheibenvorfalls. Kann zusätzlich zu den Diagnosen M51.

Aufnahme wegen massiver Verschlechterung des Allgemeinzustands mit Volumenmangel, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen, Exsikkose und Kachexie bei metastasiertem und progredientem Kolonkarzinom (Erstdiagnose drei Jahre zuvor, seinerzeit Hemikolektomie und adjuvante Radio-Chemotherapie, aktuell progrediente Leber- und Knochen …

Wegen Mamma-Tumor erfolgte eine brusterhaltende Operation ohne Sentinel-Lymphknoten-Biopsie. Die Histologie ergab ein ductales Mammakarzinom in situ (DCIS) mit invasivem Karzinomanteil von 0,4 cm und Lymphgefäßeinbruch, Tumorstadium pT1a pNx, Mx, L1.

Bei einer Patientin mit bekanntem Ovarialcarcinom wird im Rahmen der Primäroperation das metastatisch durchsetzte Bauchfell subtotal entfernt und diese Entfernung mit dem OPS 5-543.41 Exzision und Destruktion von peritonealem Gewebe, Parietale Peritonektomie, (Sub-) total verschlüsselt.

Im Rahmen einer geplanten Metallentfernung wird Knochengewebe entfernt, welches sich um das einliegende Osteosynthesematerial gebildet hatte. Ist ein OPS-Kode aus 5-782.- Exzision und Resektion von erkranktem Knochengewebe zusätzlich zu kodieren?

Ein Patient wurde mit einer transsphinktären Fistel (Typ II nach Parks) stationär aufgenommen. Primär erfolgte die Exzision der Fistel. Hierfür war eine teilweise Durchtrennung von intermediären Sphinkteranteilen notwendig, so dass eine Rekonstruktion des Sphinkters notwendig wurde. Wie ist der Eingriff zu kodieren?

Nach kaudal sequestriertem Bandscheibenvorfall LWK 4/5 wurde folgender Eingriff durchgeführt: Teilhemilaminektomie LWK 4/5 links, Entfernung mehrerer Bandscheibensequester, Teilzwischenwirbelausräumung von links sowie Dekompression und Neurolyse der Nervenwurzel L5 links und Einlage einer epiduralen Drainage.

Aufnahme eines Patienten mit Tumoranämie bei bekanntem metastasiertem Prostatakarzinom mit Knochenmetastasen. Es erfolgt die Gabe von Erythrozytenkonzentraten. Eine Antiandrogentherapie erfolgt während dieses Aufenthaltes nicht. Bei anhaltender diffuser Schmerzsymptomatik wird die orale Schmerzmedikation intensiviert.

Nach einem operativen Eingriff im Abdomen tritt als Komplikation ein subphrenischer Abszess auf. Ist der subphrenische Abszess mit K65.0 Akute Peritonitis oder T81.4 Infektion nach einem Eingriff, anderenorts nicht klassifiziert zu kodieren?

Nach Ausräumung eines Abszesses wird die Wundhöhle mit einer jodhaltigen Gaze austamponiert. Ist für diese Maßnahme zusätzlich der OPS-Kode 5-892.3 Andere Inzision an Haut und Unterhaut: Implantation eines Medikamententrägers zu verwenden?

Wie ist eine schlaffe Paraparese nach Polioinfektion, beim Guillain-Barré-Syndrom oder bei der chronischen inflammatorischen Polyneuropathie (CIDP) zu kodieren?

Vor zwei Jahren war eine Magenbypass-OP bei morbider Adipositas durchgeführt worden. Aktuelles Gewicht 96 kg (BMI 29) nach zwischenzeitlicher Gewichtsabnahme von 60 kg. Seit mehreren Monaten stabile Situation.

Ein Patient mit Diabetes mellitus Typ 2 wird bei intensivierter konventioneller Insulintherapie aufgrund zuletzt rezidivierender und symptomatischer Hypoglykämien mit erneut symptomatischer Hypoglykämie stationär aufgenommen (Blutzucker bei Aufnahme 30 mg/dl). Weitere Komplikationen des Diabetes sind nicht bekannt.

Ein Patient mit Diabetes mellitus Typ 2 wird bei intensivierter konventioneller Insulintherapie aufgrund zuletzt rezidivierender und symptomatischer Hypoglykämien mit erneut symptomatischer Hypoglykämie stationär aufgenommen (Blutzucker bei Aufnahme 30 mg/dl).

Es erfolgt die Aufnahme eines Kleinkindes nach ambulanter elektiver Adenotomie vor zwei Tagen mit anhaltender nicht stillbarer Nachblutung. Das Kind wird intubiert und mit blutenden Operationswunden aufgenommen; eine operative Blutstillung erfolgt. Was ist die Hauptdiagnose? R04.

Darf bei Trägern eines Ileo- oder Kolostomas die Schlüsselnummer R15 Stuhlinkontinenz in Verbindung mit einem Kode aus Z43.- für die Versorgung mit einem Stoma kodiert werden?

Während einer Bauchoperation in Vollnarkose Auftreten eines kurzfristigen Blutdruckabfalls auf 80/40 mmHg. Zugleich wird eine Herzfrequenz von 85/min gemessen. Nach Gabe von 0,3 ml Cafedrin-Theodrenalin Blutdruckanstieg auf über 100 mmHg systolisch. Laut OP-Bericht verlässt die Patientin den OP-Saal kreislaufstabil.

Bei einer laparoskopisch begonnenen Cholezystektomie muss wegen massiver Verwachsungen auf offen chirurgisch umgestiegen werden. Nach Entfernung der Gallenblase wird der Ductus choledochus wegen der unsicheren Anatomie auf einer Strecke von 2 cm freipräpariert; der Hauptgallengang zeigt sich vollständig intakt.

Bei einem Mädchen erfolgt eine typische Leistenhernienoperation. Als Bruchsackinhalt findet sich Ovar. Was ist die Hauptdiagnose?

Aufnahme wegen eines frischen Kniegelenksinfektes durch Staphylokokken acht Wochen nach Implantation einer Knie-Totalendoprothese. Es erfolgten eine antibiotische Therapie sowie eine operative Revision des Kniegelenks mit Debridement und Wechsel des Inlays. Was ist als Hauptdiagnose und Nebendiagnose zu kodieren?

Notfallmäßige Aufnahme in die Gefäßchirurgie wegen einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit Stadium IV mit Ulzeration. Versorgung mit desinfizierenden Verbänden sowie intravenöse Therapie über drei Wochen, darunter Besserung des Lokalbefundes. Angiographisch Nachweis einer Stenose der A.

Bei einer kritischen Beinischämie beidseits im Rahmen einer filiformen Stenose der infrarenalen Aorta und der Beckenachsen erfolgt zunächst die Anlage einer Polytetrafluorethylen (PTFE) -Prothese von der rechten A. axillaris auf die rechte A.

BSGBSG, Urteil vom 16.07.2025: Konkretisierung des Prüfgegenstandes – Ausschluss der Korrektur und Ergänzung von Datensätzen nach Ablauf der Änderungsfristen – Nachkodieru …16.07.2025

Sozialgerichtliches Verfahren - Revisionsverfahren - Feststellung individueller Tatsachen - keine Zurückverweisung an das LSG - Prozessökonomie - Wahrung der Interessen der Beteiligten - Krankenversicherung - Krankenhausvergütung - Abrechnungsprüfung - Präklusionswirkung des § 7 Abs 5 PrüfvV 2016 - Konkretisierung des Prüfgegenstandes - Ausschluss der Korrektur und Ergänzung von Datensätzen nach Ablauf der Änderungsfristen - Nachkodierung nicht durch MDK-Gutachten gerechtfertigt

Volltext anzeigen (~15 Seiten)

Wird geladen …

BSGBSG, Urteil vom 28.08.2024: sozialgerichtliches Verfahren – Zurückverweisung – Voraussetzungen einer ausdehnenden Auslegung oder analogen Anwendung des § 159 Abs 1 Nr 1 …28.08.2024

Krankenversicherung - Krankenhausabrechnungsprüfung - Übergangsvereinbarung vom 10.12.2019 zur PrüfvV - Regelung zur Weitergeltung der Aufrechnungsmöglichkeit über den 1.1.2020 hinaus - von Ermächtigungsvorschrift umfasst - im Einklang mit höherrangigem Recht - sozialgerichtliches Verfahren - Zurückverweisung - Voraussetzungen einer ausdehnenden Auslegung oder analogen Anwendung des § 159 Abs 1 Nr 1 SGG

Volltext anzeigen (~29 Seiten)

Wird geladen …

BSGBSG, Urteil vom 28.08.2024: Aufrechnung – fristgerechte Mitteilung des bezifferten Erstattungsanspruchs – Treuwidrigkeit bei Berufung auf das Fehlen einer fristgerechte …28.08.2024

1. Die Wirksamkeit der Aufrechnung eines Erstattungsanspruchs der Krankenkasse gegen einen Vergütungsanspruch des Krankenhauses setzt die fristgerechte Mitteilung des bezifferten Erstattungsanspruchs voraus. 2. Hat ein Krankenhaus in der Vergangenheit Aufrechnungen einer Krankenkasse ohne Bezifferung des Erstattungsanspruchs akzeptiert, kann es treuwidrig sein, wenn es sich ohne vorherige Ankündigung auf das Fehlen der von der Prüfverfahrensvereinbarung geforderten fristgerechten Bezifferung des Erstattungsanspruchs beruft.

Volltext anzeigen (~26 Seiten)

Wird geladen …

SchlichtungKodierung patientenindividuell angefertigter Beckenteilersatz27.08.2024
gilt für Aufnahmen ab 01.10.2024 · auch für Rechnungen, die am 27.08.2024 in MD-Prüfung waren

Ein individuell angefertigter metallischer Beckenteilersatz wird allein mit 5-785.4d kodiert, ohne zusätzlichen Kode. 5-829.m ist nur bei zusätzlicher patientenindividueller endoprothetischer Versorgung anzugeben.

Volltext anzeigen (~3 Seiten)

Wird geladen …

BSGBSG, Urteil vom 16.05.2024: Ausscheiden einer schuldhaften Pflichtverletzung bei sachgrundloser Verlegung nur, wenn das Krankenhaus von keinen Mehrkosten ausgehen durft …16.05.2024

1. Ein Krankenhaus muss im Falle einer Verlegung keine Wirtschaftlichkeitsprüfung anstellen, wenn diese durch einen sachlichen Grund gerechtfertigt ist. 2. Verlegt ein Krankenhaus einen Versicherten ohne sachlichen Grund, trägt es in der Regel das Risiko dadurch verursachter Mehrkosten. 3. Bei einer sachgrundlosen Verlegung scheidet eine schuldhafte Pflichtverletzung nur aus, wenn das Krankenhaus trotz sorgfältiger Abschätzung ausnahmsweise davon ausgehen durfte, die Verlegung werde keine Mehrkosten verursachen. 4.

Volltext anzeigen (~19 Seiten)

Wird geladen …

BSGBSG, Urteil vom 20.03.2024: Kodierung eines Dekubitus (ICD-10-GM 2016 Nr L89.38) – Erfordernis einer durch Druckbelastung verursachten Gewebeschädigung – keine analoge …20.03.2024

1. Ein Dekubitus im Sinne des Kodes L89.38 ICD-10-GM erfordert eine durch Druckbelastung verursachte Gewebeschädigung. 2. Für die Krankenhausvergütung maßgebliche Abrechnungsbestimmungen dürfen nicht analog angewendet werden.

Volltext anzeigen (~11 Seiten)

Wird geladen …

BSGBSG, Urteil vom 29.08.2023: Vorliegen mehrerer Leiden bei Aufnahme des Versicherten – Maßgeblichkeit des Ressourcenverbrauchs – Unerheblichkeit der Erkennbarkeit im Zei …29.08.2023

Liegen bei Aufnahme eines Versicherten in ein Krankenhaus bei diesem mehrere Leiden objektiv vor, die stationär behandlungsbedürftig sind, sind diese für die Festlegung der Hauptdiagnose nach dem Grad ihres Ressourcenverbrauchs zu gewichten, unabhängig von der Erkennbarkeit sämtlicher stationär behandlungsbedürftiger Leiden im Zeitpunkt der Aufnahme.

Volltext anzeigen (~12 Seiten)

Wird geladen …

SchlichtungKodierung Hauptdiagnose bei Wiederaufnahme zur Cholezystektomie nach ERCP bei Cholangitis oder Cholezystitis mit Gallenwegsobstruktion10.08.2023
gilt für Aufnahmen ab 01.10.2023 · auch für Rechnungen, die am 10.08.2023 in MD-Prüfung waren

Bei erneuter Aufnahme zur Cholezystektomie nach vorheriger ERCP-Steinentfernung richtet sich die Hauptdiagnose nach dem aktuellen Befund aus K80.-. Nicht mehr bestehende Obstruktion oder Entzündung wird nicht kodiert; Regeln zur Fallzusammenführung bleiben unberührt. Bezug: DKR D005.

Volltext anzeigen (~3 Seiten)

Wird geladen …

SchlichtungIst die Anlagerung von Knochenfragmenten an die Wirbelsäule eine Spondylodese?10.08.2023
gilt für Aufnahmen ab 01.10.2023 · auch für Rechnungen, die am 10.08.2023 in MD-Prüfung waren

Eine Spondylodese (5-836) kann instrumentiert oder nicht instrumentiert erfolgen. Die nicht instrumentierte Variante erfordert neben Knochenersatz oder -transplantat auch die Eröffnung und Anfrischung (Entknorpelung) der Wirbelgelenke; bloße Anlagerung genügt damit nicht.

Wortlaut anzeigen

Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus GmbH Institutsträger: Deutsche Krankenhausgesellschaft • GKV-Spitzenverband • Verband der privaten Krankenversicherung

Geschäftsstelle des Schlichtungsausschusses nach § 19 KHG In dem Schlichtungsverfahren vom

13.07.2023 hat der Schlichtungsausschuss nach § 19 KHG über den Antrag S20230003 „(Ist die Anlagerung von Knochenfragmenten an die Wirbelsäule eine Spondylodese?)“ des GKV- Spitzenverbandes wie folgt entschieden:

Entscheidung S20230003 Ist die Anlagerung von Knochenfragmenten an die Wirbelsäule eine Spondylodese?:

Die Spondylodese (OPS 5-836) kann sowohl als nicht instrumentierte als auch als sogenannte Instrumentations-Spondylodese erbracht werden. Eine nicht instrumentierte Spondylodese setzt neben der Verwendung von Knochenersatzmaterialien oder Knochentransplantaten auch die Eröffnung und Anfrischung (Entknorpelung) der Wirbelgelenke voraus.

Begründung:

Gemäß den, im Schlichtungsverfahren vorgetragenen, fachlichen Argumenten, kann eine Spondylodese (OPS-Kode 5-836) sowohl als nicht instrumentierte als auch als sogenannte lnstrumentations-Spondylodese erbracht werden. Für die Kodierung mit einem Kode aus 5-836 ist im Fall einer Spondylodese, die nicht instrumentiert durchgeführt wird, neben den im OPS unter Hinweise genannten Voraussetzungen, auch die Eröffnung und Anfrischung (Entknorpelung) der Wirbelgelenke erforderlich. Eine Überprüfung, der im OPS enthaltenen Hinweise zur Kodierung einer Spondylodese, um gegebenenfalls erforderliche, weitere Aspekte ist für das Vorschlagsverfahren für den OPS Version 2025 vorgesehen.

Gültigkeit:

Die Entscheidungen des Schlichtungsausschusses gelten für die zugelassenen Krankenhäuser, die Krankenkassen und die Medizinischen Dienste für die Erstellung oder Prüfung von Krankenhausabrechnungen für Patientinnen und Patienten, die ab dem 01.10.2023 in das Krankenhaus aufgenommen werden und für die Krankenhausabrechnungen, die am 10.08.2023 bereits Gegenstand einer Prüfung durch den Medizinischen Dienst nach § 275 Absatz 1 Nummer 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch sind. Vorsorglich weisen wir darauf hin, dass eine Klage gegen die Entscheidungen des Schlichtungsausschusses nach § 19 Abs. 7 S. 3 KHG keine aufschiebende Wirkung hat und ein Vorverfahren gemäß § 19 Abs. 7 S. 2 KHG nicht stattfindet.

Rechtsbehelfsbelehrung:

Gegen diese Entscheidung des Schlichtungsausschusses kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Klage beim Sozialgericht Berlin, Invalidenstr. 52, 10557 Berlin, schriftlich oder zu Protokoll des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle erhoben werden.

Siegburg, 10.08.2023

Dr. Franz Metzger Vorsitzender des Schlichtungsausschusses nach § 19 KHG

BSGBSG, Urteil vom 24.01.2023: Kodierung von Prozeduren – Anknüpfen an den vom jeweiligen OPS-Kode definierten Eingriff, nicht an das mit der Behandlung verfolgte Ziel – U …24.01.2023

1. Die Kodierung von Prozeduren knüpft nach den Deutschen Kodierrichtlinien an den vom jeweiligen OPS-Kode definierten Eingriff an und nicht an das mit der Behandlung verfolgte Ziel. 2. Nach den Deutschen Kodierrichtlinien für 2016 ist eine Behandlungsmaßnahme Komponente einer Prozedur und nicht eigenständig zu kodieren, wenn sie nach den Regeln der ärztlichen Kunst regelhafter Bestandteil der Prozedur ist und Sonderregelungen nicht eingreifen.

Volltext anzeigen (~8 Seiten)

Wird geladen …

BSGBSG, Urteil vom 22.06.2022: Entscheidung des Schlichtungsausschusses nach § 19 KHG – keine Geltung für Krankenhausabrechnungen, bei denen die Prüfung durch den Medizini …22.06.2022

1. Bei einer angeborenen bikuspidalen Aortenklappe, die eine funktionelle Störung verursacht, ist der ICD-10-GM-Kode Q23.1 einschlägig, unabhängig davon, welcher Art die Störung ist und wann sie auftritt. 2. Entscheidungen des Schlichtungsausschusses auf Bundesebene zur Klärung strittiger Kodier- und Abrechnungsfragen gelten nicht für Krankenhausrechnungen, bei denen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Entscheidung die Prüfung durch den Medizinischen Dienst bereits abgeschlossen war, auch wenn die Krankenhausrechnungen danach streitig blieben und Gegenstand eines anhängigen Rechtsstreits si …

Volltext anzeigen (~23 Seiten)

Wird geladen …