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Nr. 494Diabetisches Fußsyndrom, Osteitis

Verwendung
Kodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
  • B95.6! Staphylococcus aureus als Ursache von Krankheiten, die in anderen Kapiteln klassifiziert sind
  • E11.74 Diabetes mellitus, Typ 2: Mit multiplen Komplikationen: Mit diabetischem Fußsyndrom, nicht als entgleist bezeichnet
  • M86.- Osteomyelitis
2025-01-01
Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2013-08-20). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Ein Patient wird wegen diabetischen Fußsyndroms mit über zwei Monate bestehendem Ulcus an der Fußaußenseite und darunter freiliegendem 5. Metatarsaleköpfchen stationär aufgenommen. Röntgenologisch werden Osteolysen im Bereich des Os metatarsale-V-Köpfchens beschrieben, die auch bereits zwei Monate zuvor nachgewiesen waren. Stärkere Entzündungszeichen liegen nicht vor. Wegen Nachweises von Staphylococcus aureus (auf alle Antibiotika sensibel) erfolgt zunächst antibiotische und Lokalbehandlung des Ulcus, dann wegen „progredienter Osteomyelitis“ die Strahlresektion V.


Kann im vorliegenden Fall neben der Hauptdiagnose E11.74 Diabetes mellitus, Typ 2, Mit multiplen Komplikationen, Mit diabetischem Fußsyndrom, nicht als entgleist bezeichnet als Nebendiagnose ein ICD-Kode aus M86.- Osteomyelitis in Verbindung mit B95.6! Staphylococcus aureus als Ursache von Krankheiten, die in anderen Kapiteln klassifiziert sind kodiert werden?


Kodierempfehlung:


Neben dem diabetischen Fußsyndrom als Hauptdiagnose kann auch eine Osteitis entsprechend dem histologischen Befund mit Angabe des Erregers kodiert werden, da die Voraussetzungen für die Kodierung als Nebendiagnose gegeben sind und nicht davon auszugehen ist, dass der Kode für das diabetische Fußsyndrom die Osteitis impliziert.