DRGSystemDeutschland

F45.-Somatoforme Störungen

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
Definition:

Das Charakteristikum ist die wiederholte Darbietung körperlicher Symptome in Verbindung mit hartnäckigen Forderungen nach medizinischen Untersuchungen trotz wiederholter negativer Ergebnisse und Versicherung der Ärzte, dass die Symptome nicht körperlich begründbar sind. Wenn somatische Störungen vorhanden sind, erklären sie nicht die Art und das Ausmaß der Symptome, das Leiden und die innerliche Beteiligung des Patienten.

Kodierhinweis:

Für die Anwendung der Schlüsselnummer F45.41 sind die vorgenannten Kriterien nicht heranzuziehen. Für die Anwendung dieser Kategorie gelten die im Hinweistext der Schlüsselnummer aufgeführten Kriterien.

Exklusive:

Ausreißen der Haare F98.4-

Daumenlutschen F98.88

Dissoziative Störungen F44.-

Lallen F80.0

▸ noch 7 Angaben
Exklusive:

Lispeln F80.8

Nägelkauen F98.88

Psychologische oder Verhaltensfaktoren bei anderenorts klassifizierten Störungen und Krankheiten F54

Sexuelle Funktionsstörungen, nicht verursacht durch eine organische Störung oder Krankheit F52.-

Ticstörungen (im Kindes- und Jugendalter) F95.-

Tourette-Syndrom F95.2

Trichotillomanie F63.3

Subkodes7

F45.0SomatisierungsstörungMorbi-RSA’25
F45.1Undifferenzierte SomatisierungsstörungMorbi-RSA’25
F45.2Hypochondrische StörungMorbi-RSA’25
F45.3-Somatoforme autonome FunktionsstörungMorbi-RSA’25Ambulant 4-stellig
F45.4-Anhaltende SchmerzstörungMorbi-RSA’25ATC:27’25Ambulant 4-stellig
F45.8Sonstige somatoforme StörungenMorbi-RSA’25
F45.9Somatoforme Störung, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA’25

Diagnosehäufigkeit

Zusammengezählt über alle Kodes unter F45.-.

Rang 109 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,22 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 57 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr4310,010 %2,0
1 bis unter 5 Jahre15870,037 %2,0
5 bis unter 10 Jahre187811060,46 %8,0
10 bis unter 15 Jahre1.2323978353,1 %19,4
15 bis unter 18 Jahre1.3223001.0223,3 %22,0
18 bis unter 20 Jahre3771102670,94 %18,7
20 bis unter 25 Jahre9673436242,4 %18,2
25 bis unter 30 Jahre1.1734876862,9 %19,3
30 bis unter 35 Jahre1.3885608283,4 %18,2
35 bis unter 40 Jahre1.7387061.0324,3 %17,3
40 bis unter 45 Jahre2.2898051.4845,7 %17,6
45 bis unter 50 Jahre2.7778581.9196,9 %17,4
50 bis unter 55 Jahre4.2471.2113.03611 %18,4
55 bis unter 60 Jahre6.3231.8724.45116 %18,2
60 bis unter 65 Jahre5.5511.6473.90414 %17,0
65 bis unter 70 Jahre3.1488882.2607,8 %15,9
70 bis unter 75 Jahre2.7027621.9406,7 %15,4
75 bis unter 80 Jahre1.9484831.4654,8 %15,1
80 bis unter 85 Jahre1.7854251.3604,4 %14,0
85 bis unter 90 Jahre9442107342,3 %13,4
90 bis unter 95 Jahre130281020,32 %11,8
ab 95 Jahren195140,047 %10,2

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 13,4 Tagen (85 bis unter 90 Jahre) und ⌀ 22,0 Tagen (15 bis unter 18 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

37.859 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Sonstige Fachabteilung, hat 16 %

  • Sonstige Fachabteilung16 %6.210
  • Innere Medizin15 %5.744
  • Neurologie14 %5.482
  • Orthopädie13 %5.103
  • Psychosomatik/Psychotherapie13 %4.981
  • Übrige 27 Abteilungen27 %10.339
▸ Übrige einzeln
  • Chirurgie7,6 %2.879
  • Allgemeine Psychiatrie6,1 %2.298
  • Pädiatrie5,4 %2.030
  • Intensivmedizin1,6 %593
  • Unfallchirurgie1,2 %460
  • Rheumatologie1,1 %426
  • Neurochirurgie0,95 %359
  • Kardiologie0,80 %301
  • Gastroenterologie0,63 %237
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,60 %226
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,59 %224
  • Geriatrie0,41 %155
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,15 %56
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,045 %17
  • Nephrologie0,040 %15
  • Pneumologie0,040 %15
  • Dermatologie0,037 %14
  • Urologie0,018 %7
  • Kinderchirurgie0,016 %6
  • Plastische Chirurgie0,013 %5
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,011 %4
  • Augenheilkunde0,008 %3
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,008 %3
  • Endokrinologie0,005 %2
  • Gefäßchirurgie0,005 %2
  • Kinderkardiologie0,003 %1
  • Neonatologie0,003 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Somatoforme Störungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte