DRGSystemDeutschland

F45.41Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSA’25
Chronischer Schmerz ohne Dauermedikation — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Im Vordergrund des klinischen Bildes stehen seit mindestens 6 Monaten bestehende Schmerzen in einer oder mehreren anatomischen Regionen, die ihren Ausgangspunkt in einem physiologischen Prozess oder einer körperlichen Störung haben. Psychischen Faktoren wird eine wichtige Rolle für Schweregrad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung der Schmerzen beigemessen, jedoch nicht die ursächliche Rolle für deren Beginn. Der Schmerz verursacht in klinisch bedeutsamer Weise Leiden und Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen. Der Schmerz wird nicht absichtlich erzeugt oder vorgetäuscht (wie bei der vorgetäuschten Störung oder Simulation). Schmerzstörungen insbesondere im Zusammenhang mit einer affektiven, Angst-, Somatisierungs- oder psychotischen Störung sollen hier nicht berücksichtigt werden.

Exklusive:

Andauernde Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom F62.80

Psychologische Faktoren oder Verhaltensfaktoren bei anderenorts klassifizierten Krankheiten F54

Diagnosehäufigkeit

Die Statistik weist F45.41 nicht einzeln aus — die Zahlen gehören zu F45.4 mit allen Subkodes.

Rang 108 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,16 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 59 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000–2,0
5 bis unter 10 Jahre5518370,19 %16,7
10 bis unter 15 Jahre6171924252,1 %23,3
15 bis unter 18 Jahre6541065482,3 %24,6
18 bis unter 20 Jahre135331020,47 %23,2
20 bis unter 25 Jahre342852571,2 %19,6
25 bis unter 30 Jahre4461512951,5 %21,4
30 bis unter 35 Jahre5842243602,0 %19,6
35 bis unter 40 Jahre9103535573,1 %18,2
40 bis unter 45 Jahre1.3704109604,7 %18,5
45 bis unter 50 Jahre1.9825311.4516,9 %18,1
50 bis unter 55 Jahre3.3398482.49112 %18,7
55 bis unter 60 Jahre5.2771.4793.79818 %18,4
60 bis unter 65 Jahre4.6121.3293.28316 %17,4
65 bis unter 70 Jahre2.5247181.8068,7 %16,4
70 bis unter 75 Jahre2.1705761.5947,5 %15,8
75 bis unter 80 Jahre1.5943961.1985,5 %15,8
80 bis unter 85 Jahre1.4353521.0835,0 %14,8
85 bis unter 90 Jahre7421705722,6 %14,7
90 bis unter 95 Jahre10023770,35 %14,7
ab 95 Jahren6240,021 %13,9

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 14,7 Tagen (85 bis unter 90 Jahre) und ⌀ 24,6 Tagen (15 bis unter 18 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

37.859 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Sonstige Fachabteilung, hat 16 %

  • Sonstige Fachabteilung16 %6.210
  • Innere Medizin15 %5.744
  • Neurologie14 %5.482
  • Orthopädie13 %5.103
  • Psychosomatik/Psychotherapie13 %4.981
  • Übrige 27 Abteilungen27 %10.339
▸ Übrige einzeln
  • Chirurgie7,6 %2.879
  • Allgemeine Psychiatrie6,1 %2.298
  • Pädiatrie5,4 %2.030
  • Intensivmedizin1,6 %593
  • Unfallchirurgie1,2 %460
  • Rheumatologie1,1 %426
  • Neurochirurgie0,95 %359
  • Kardiologie0,80 %301
  • Gastroenterologie0,63 %237
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,60 %226
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,59 %224
  • Geriatrie0,41 %155
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,15 %56
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,045 %17
  • Nephrologie0,040 %15
  • Pneumologie0,040 %15
  • Dermatologie0,037 %14
  • Urologie0,018 %7
  • Kinderchirurgie0,016 %6
  • Plastische Chirurgie0,013 %5
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,011 %4
  • Augenheilkunde0,008 %3
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,008 %3
  • Endokrinologie0,005 %2
  • Gefäßchirurgie0,005 %2
  • Kinderkardiologie0,003 %1
  • Neonatologie0,003 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F45.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis1

Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
PrimärschlüsselPrimär†:F45.41

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)’2527

M01AA
ButylpyrazolidineICD:168’25
M01AB
Essigsäure-Derivate und verwandte SubstanzenICD:174’25
M01AC
OxicameICD:168’25
M01AE
Propionsäure-DerivateICD:181’25
M01AH
CoxibeICD:168’25
M01AX
Andere nichtsteroidale Antiphlogistika und AntirheumatikaICD:168’25
N02AA
Natürliche Opium-AlkaloideICD:26’25
N02AB
Phenylpiperidin-DerivateICD:25’25
N02AC
Diphenylpropylamin-DerivateICD:26’25
N02AD
Benzomorphan-DerivateICD:25’25
N02AE
Oripavin-DerivateICD:25’25
N02AF
Morphinan-DerivateICD:25’25
N02AG
Opioide in Kombination mit SpasmolytikaICD:5’25
N02AJ
Opioide in Kombination mit nichtopioiden AnalgetikaICD:25’25
N02AX
Andere OpioideICD:25’25
N02BA
Salicylsäure und DerivateICD:31’25
▸ noch 11 Einträge
N02BB
PyrazoloneICD:31’25
N02BE
AnilideICD:31’25
N02BF
GabapentinoideICD:38’25
N02BG
Andere Analgetika und AntipyretikaICD:36’25
N02BH
Homöopathische und anthroposophische Analgetika und AntipyretikaICD:5’25
N02BP
Pflanzliche Analgetika und AntipyretikaICD:5’25
N03AB
Hydantoin-DerivateICD:5’25
N03AF
Carboxamid-DerivateICD:63’25
N06AA
Nichtselektive Monoamin-WiederaufnahmehemmerICD:31’25
N06AB
Selektive Serotonin-WiederaufnahmehemmerICD:25’25
N06AX
Andere AntidepressivaICD:25’25

Änderungen

2010Bestand
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte