Das allgemeine Kennzeichen der dissoziativen oder Konversionsstörungen besteht in teilweisem oder völligem Verlust der normalen Integration der Erinnerung an die Vergangenheit, des Identitätsbewusstseins, der Wahrnehmung unmittelbarer Empfindungen sowie der Kontrolle von Körperbewegungen. Alle dissoziativen Störungen neigen nach einigen Wochen oder Monaten zur Remission, besonders wenn der Beginn mit einem traumatisierenden Lebensereignis verbunden ist. Eher chronische Störungen, besonders Lähmungen und Gefühlsstörungen, entwickeln sich, wenn der Beginn mit unlösbaren Problemen oder interpersonalen Schwierigkeiten verbunden ist. Diese Störungen wurden früher als verschiedene Formen der "Konversionsneurose oder Hysterie" klassifiziert. Sie werden als ursächlich psychogen angesehen, in enger zeitlicher Verbindung mit traumatisierenden Ereignissen, unlösbaren oder unerträglichen Konflikten oder gestörten Beziehungen. Die Symptome verkörpern häufig das Konzept der betroffenen Person, wie sich eine körperliche Krankheit manifestieren müsste. Körperliche Untersuchung und Befragungen geben keinen Hinweis auf eine bekannte somatische oder neurologische Krankheit. Zusätzlich ist der Funktionsverlust offensichtlich Ausdruck emotionaler Konflikte oder Bedürfnisse. Die Symptome können sich in enger Beziehung zu psychischer Belastung entwickeln und erscheinen oft plötzlich. Nur Störungen der körperlichen Funktionen, die normalerweise unter willentlicher Kontrolle stehen, und Verlust der sinnlichen Wahrnehmung sind hier eingeschlossen. Störungen mit Schmerz und anderen komplexen körperlichen Empfindungen, die durch das vegetative Nervensystem vermittelt werden, sind unter Somatisierungsstörungen (F45.0) zu klassifizieren. Die Möglichkeit eines späteren Auftretens ernsthafter körperlicher oder psychiatrischer Störungen muss immer mitbedacht werden.
Hysterie
Hysterische Psychose
Konversionshysterie
Konversionsreaktion
Simulation [bewusste Simulation] Z76.8
Zusammengezählt über alle Kodes unter F44.-.
Rang 304 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,058 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 36, der Frauen ab etwa 29 Jahren
| Altersgruppe | Fälle | Männer | Frauen | Anteil | ⌀ Tage |
|---|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr | 1 | 1 | 0 | 0,010 % | 16,5 |
| 1 bis unter 5 Jahre | 2 | 0 | 2 | 0,019 % | 1,3 |
| 5 bis unter 10 Jahre | 51 | 17 | 34 | 0,49 % | 6,5 |
| 10 bis unter 15 Jahre | 563 | 125 | 438 | 5,5 % | 15,7 |
| 15 bis unter 18 Jahre | 957 | 152 | 805 | 9,3 % | 8,6 |
| 18 bis unter 20 Jahre | 725 | 137 | 588 | 7,0 % | 8,6 |
| 20 bis unter 25 Jahre | 1.648 | 280 | 1.368 | 16 % | 9,0 |
| 25 bis unter 30 Jahre | 1.091 | 288 | 803 | 11 % | 12,0 |
| 30 bis unter 35 Jahre | 927 | 224 | 703 | 9,0 % | 9,1 |
| 35 bis unter 40 Jahre | 858 | 243 | 615 | 8,3 % | 10,1 |
| 40 bis unter 45 Jahre | 751 | 184 | 567 | 7,3 % | 14,3 |
| 45 bis unter 50 Jahre | 581 | 165 | 416 | 5,6 % | 12,5 |
| 50 bis unter 55 Jahre | 569 | 151 | 418 | 5,5 % | 15,3 |
| 55 bis unter 60 Jahre | 634 | 229 | 405 | 6,1 % | 13,4 |
| 60 bis unter 65 Jahre | 405 | 160 | 245 | 3,9 % | 14,0 |
| 65 bis unter 70 Jahre | 210 | 82 | 128 | 2,0 % | 13,4 |
| 70 bis unter 75 Jahre | 156 | 50 | 106 | 1,5 % | 9,5 |
| 75 bis unter 80 Jahre | 63 | 21 | 42 | 0,61 % | 7,3 |
| 80 bis unter 85 Jahre | 75 | 22 | 53 | 0,73 % | 6,5 |
| 85 bis unter 90 Jahre | 50 | 10 | 40 | 0,48 % | 6,4 |
| 90 bis unter 95 Jahre | 11 | 2 | 9 | 0,11 % | 9,0 |
| ab 95 Jahren | 1 | 1 | 0 | 0,010 % | – |
Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.
Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 8,6 Tagen (18 bis unter 20 Jahre) und ⌀ 15,7 Tagen (10 bis unter 15 Jahre).
Vor allem Neurologie und Allgemeine Psychiatrie (53 % und 13 %)
Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.
Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte
Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.
Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte