F00-F99 Kapitel 05. Psychische und Verhaltensstörungen

ICD-10-GM 2027Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): – · ambulant (§ 295 SGB V): –
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Störungen der psychischen Entwicklung.

Exklusive:

Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde, die anderenorts nicht klassifiziert sind R00-R99

Regeln außerhalb des Katalogs2

gilt über F00.-*

-Anmerkung: Erläuterungen, die mit den entsprechenden Abschnitten aus dem Regelwerk für die WHO-Ausgabe der ICD-10 (Band II) identisch sind, sind am Ende mit „(WHO)“ gekennzeichnet.

Wie sind Halluzinationen und/oder affektive Symptome, die im Rahmen einer bekannten Parkinson-Demenz auftreten und behandelt werden, zu verschlüsseln?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes11

F00-F09 Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen⚖ 2
F10-F19 Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen⚖ 2
F20-F29 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen
F30-F39 Affektive Störungen
F40-F48 Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
F50-F59 Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren⚖ 2
F60-F69 Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
F70-F79 Intelligenzstörung
F80-F89 Entwicklungsstörungen
F90-F98 Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend
F99-F99 Nicht näher bezeichnete psychische Störungen

Diagnosehäufigkeit

1.059.840 Fälle · 52 % Männer · Gipfel 55 bis unter 60 Jahre · 66 % Allgemeine Psychiatrie’24

Zusammengezählt über alle Kodes unter F00-F99.

Rang 8 von 21 auf derselben Katalogebene · 5,9 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 44 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr4272182090,040 %8,3
1 bis unter 5 Jahre4.4052.8771.5280,42 %10,7
5 bis unter 10 Jahre10.7647.4353.3291,0 %26,8
10 bis unter 15 Jahre35.51711.39624.1213,4 %31,6
15 bis unter 18 Jahre47.38815.38532.0034,5 %26,0
18 bis unter 20 Jahre33.43513.69319.7423,2 %24,1
20 bis unter 25 Jahre84.20141.80242.3997,9 %25,2
25 bis unter 30 Jahre80.18846.02234.1667,6 %25,1
30 bis unter 35 Jahre78.37447.27931.0947,4 %23,4
35 bis unter 40 Jahre88.58455.18633.3988,4 %21,8
40 bis unter 45 Jahre90.00455.38634.6188,5 %22,0
45 bis unter 50 Jahre77.46646.10131.3657,3 %23,3
50 bis unter 55 Jahre79.22643.79835.4287,5 %25,4
55 bis unter 60 Jahre92.72649.22143.5058,7 %26,7
60 bis unter 65 Jahre76.64540.10036.5457,2 %26,5
65 bis unter 70 Jahre47.02423.25823.7664,4 %26,3
70 bis unter 75 Jahre36.19016.23419.9563,4 %26,3
75 bis unter 80 Jahre27.83611.49716.3392,6 %24,9
80 bis unter 85 Jahre33.70613.03020.6763,2 %22,8
85 bis unter 90 Jahre25.4589.91615.5422,4 %19,8
90 bis unter 95 Jahre8.3943.0165.3780,79 %17,1
ab 95 Jahren1.8825471.3350,18 %14,1

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 19,8 Tagen (85 bis unter 90 Jahre) und ⌀ 31,6 Tagen (10 bis unter 15 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

1.046.588 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (66 %)

  • Allgemeine Psychiatrie66 %695.132
  • Innere Medizin8,4 %88.324
  • Psychosomatik/Psychotherapie8,3 %86.427
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie5,8 %61.155
  • Neurologie3,5 %36.413
  • Übrige 32 Abteilungen7,6 %79.137
▸ Übrige einzeln
  • Pädiatrie2,6 %27.372
  • Sonstige Fachabteilung0,98 %10.265
  • Gastroenterologie0,61 %6.370
  • Intensivmedizin0,59 %6.172
  • Orthopädie0,51 %5.297
  • Geriatrie0,51 %5.296
  • Chirurgie0,47 %4.900
  • Kardiologie0,39 %4.113
  • Plastische Chirurgie0,20 %2.109
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,14 %1.436
  • Urologie0,13 %1.319
  • Unfallchirurgie0,11 %1.130
  • Neurochirurgie0,059 %615
  • Pneumologie0,051 %535
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,048 %502
  • Rheumatologie0,041 %434
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,037 %392
  • Nephrologie0,031 %325
  • Endokrinologie0,024 %250
  • Kinderchirurgie0,007 %69
  • Kinderkardiologie0,006 %58
  • Dermatologie0,004 %47
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,004 %44
  • Neonatologie0,002 %19
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,002 %17
  • Gefäßchirurgie0,001 %14
  • Herzchirurgie0,001 %10
  • Augenheilkunde0,001 %8
  • Strahlenheilkunde0,001 %7
  • Geburtshilfe0,001 %6
  • Thoraxchirurgie0,000 %5
  • Unbekannte Fachabteilung0,000 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter F00-F99.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Kapitel 05. Psychische und Verhaltensstörungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2027 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte