Willkürliche, wiederholte, stereotype, nicht funktionale und oft rhythmische Bewegungen, die nicht Teil einer anderen psychischen oder neurologischen Krankheit sind. Wenn solche Bewegungen als Symptome einer anderen Störung vorkommen, soll nur die übergreifende Störung kodiert werden. Nichtselbstbeschädigende Bewegungen sind z.B.: Körperschaukeln, Kopfschaukeln, Haarezupfen, Haaredrehen, Fingerschnipsgewohnheiten und Händeschütteln. Stereotype Selbstbeschädigungen sind z.B.: Wiederholtes Kopfanschlagen, Ins-Gesicht-Schlagen, In-die-Augen-Bohren und Beißen in Hände, Lippen oder andere Körperpartien. Alle stereotypen Bewegungsstörungen treten am häufigsten in Verbindung mit Intelligenzminderung auf; wenn dies der Fall ist, sind beide Störungen zu kodieren.
Wenn das Bohren in den Augen bei einem Kind mit visueller Behinderung auftritt, soll beides kodiert werden: das Bohren in den Augen mit F98.4- und die Sehstörung mit der Kodierung der entsprechenden somatischen Störung.
Stereotypie/abnorme Gewohnheit
Abnorme unwillkürliche Bewegungen R25.-
Daumenlutschen F98.88
Nägelbeißen F98.88
Rang 4043 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,001 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 3 Jahren
| Altersgruppe | Fälle | Männer | Frauen | Anteil | ⌀ Tage |
|---|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr | 31 | 17 | 14 | 33 % | 1,9 |
| 1 bis unter 5 Jahre | 39 | 16 | 23 | 41 % | 2,5 |
| 5 bis unter 10 Jahre | 15 | 8 | 7 | 16 % | 3,4 |
| 10 bis unter 15 Jahre | 6 | 3 | 3 | 6,4 % | 11,7 |
| 15 bis unter 18 Jahre | 2 | 0 | 2 | 2,1 % | 2,3 |
| 18 bis unter 20 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | 4,0 |
| 20 bis unter 25 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 25 bis unter 30 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 30 bis unter 35 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 35 bis unter 40 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 40 bis unter 45 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 45 bis unter 50 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 50 bis unter 55 Jahre | 1 | 1 | 0 | 1,1 % | – |
| 55 bis unter 60 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 60 bis unter 65 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | 7,0 |
| 65 bis unter 70 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 70 bis unter 75 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 75 bis unter 80 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 80 bis unter 85 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 85 bis unter 90 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 90 bis unter 95 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | – |
| ab 95 Jahren | 0 | 0 | 0 | – | 4,0 |
Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.
Überwiegend Pädiatrie (62 %)
Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F98.
Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte
Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.
Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte