DRGSystemDeutschland

F45.0Somatisierungsstörung

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSA’25
Andere psychische Störungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Charakteristisch sind multiple, wiederholt auftretende und häufig wechselnde körperliche Symptome, die wenigstens zwei Jahre bestehen. Die meisten Patienten haben eine lange und komplizierte Patienten-Karriere hinter sich, sowohl in der Primärversorgung als auch in spezialisierten medizinischen Einrichtungen, wo viele negative Untersuchungen und ergebnislose explorative Operationen durchgeführt sein können. Die Symptome können sich auf jeden Körperteil oder jedes System des Körpers beziehen. Der Verlauf der Störung ist chronisch und fluktuierend und häufig mit einer langdauernden Störung des sozialen, interpersonalen und familiären Verhaltens verbunden. Eine kurzdauernde (weniger als zwei Jahre) und weniger auffallende Symptomatik wird besser unter F45.1 klassifiziert (undifferenzierte Somatisierungsstörung).

Inklusive:

Briquet-Syndrom

Multiple psychosomatische Störung

Exklusive:

Simulation [bewusste Simulation] Z76.8

Diagnosehäufigkeit

Rang 802 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,019 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 43, der Frauen ab etwa 48 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre241590,71 %6,2
10 bis unter 15 Jahre177621155,2 %21,0
15 bis unter 18 Jahre183411425,4 %19,6
18 bis unter 20 Jahre6119421,8 %15,0
20 bis unter 25 Jahre161561054,8 %12,1
25 bis unter 30 Jahre2071011066,1 %14,2
30 bis unter 35 Jahre2581051537,6 %11,9
35 bis unter 40 Jahre2471041437,3 %14,9
40 bis unter 45 Jahre3221301929,5 %15,4
45 bis unter 50 Jahre2791051748,3 %15,1
50 bis unter 55 Jahre3051111949,0 %15,7
55 bis unter 60 Jahre3011012008,9 %15,8
60 bis unter 65 Jahre256771797,6 %15,7
65 bis unter 70 Jahre184401445,4 %16,7
70 bis unter 75 Jahre157461114,6 %13,7
75 bis unter 80 Jahre10422823,1 %15,4
80 bis unter 85 Jahre9916832,9 %13,8
85 bis unter 90 Jahre466401,4 %13,1
90 bis unter 95 Jahre6240,18 %8,9
ab 95 Jahren1010,030 %–

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 11,9 Tagen (30 bis unter 35 Jahre) und ⌀ 21,0 Tagen (10 bis unter 15 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

37.859 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Sonstige Fachabteilung, hat 16 %

  • Sonstige Fachabteilung16 %6.210
  • Innere Medizin15 %5.744
  • Neurologie14 %5.482
  • Orthopädie13 %5.103
  • Psychosomatik/Psychotherapie13 %4.981
  • Übrige 27 Abteilungen27 %10.339
▸ Übrige einzeln
  • Chirurgie7,6 %2.879
  • Allgemeine Psychiatrie6,1 %2.298
  • Pädiatrie5,4 %2.030
  • Intensivmedizin1,6 %593
  • Unfallchirurgie1,2 %460
  • Rheumatologie1,1 %426
  • Neurochirurgie0,95 %359
  • Kardiologie0,80 %301
  • Gastroenterologie0,63 %237
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,60 %226
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,59 %224
  • Geriatrie0,41 %155
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,15 %56
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,045 %17
  • Nephrologie0,040 %15
  • Pneumologie0,040 %15
  • Dermatologie0,037 %14
  • Urologie0,018 %7
  • Kinderchirurgie0,016 %6
  • Plastische Chirurgie0,013 %5
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,011 %4
  • Augenheilkunde0,008 %3
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,008 %3
  • Endokrinologie0,005 %2
  • Gefäßchirurgie0,005 %2
  • Kinderkardiologie0,003 %1
  • Neonatologie0,003 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F45.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis5

Briquet-Störung
PrimärschlüsselPrimär†:F45.0
Briquet-Syndrom
PrimärschlüsselPrimär†:F45.0
Multiple psychosomatische Störungen
PrimärschlüsselPrimär†:F45.0
Multiples Beschwerde-Syndrom
PrimärschlüsselPrimär†:F45.0
Somatisierungsstörung
PrimärschlüsselPrimär†:F45.0

Änderungen

2010Bestand
Somatisierungsstörung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte