DRGSystemDeutschland

F44.5Dissoziative Krampfanfälle

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSA’25
Schwere dissoziative Störungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Dissoziative Krampfanfälle können epileptischen Anfällen bezüglich ihrer Bewegungen sehr stark ähneln. Zungenbiss, Verletzungen beim Sturz oder Urininkontinenz sind jedoch selten. Ein Bewusstseinsverlust fehlt oder es findet sich statt dessen ein stupor- oder tranceähnlicher Zustand.

Diagnosehäufigkeit

Rang 523 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,034 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 34, der Frauen ab etwa 26 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr1100,016 %16,5
1 bis unter 5 Jahre000–1,3
5 bis unter 10 Jahre164120,26 %6,2
10 bis unter 15 Jahre304662385,0 %6,8
15 bis unter 18 Jahre6359454110 %5,2
18 bis unter 20 Jahre5031053988,2 %6,2
20 bis unter 25 Jahre1.14119095119 %5,8
25 bis unter 30 Jahre72719553212 %7,0
30 bis unter 35 Jahre5921374559,6 %4,9
35 bis unter 40 Jahre5201593618,5 %5,8
40 bis unter 45 Jahre3951002956,4 %6,7
45 bis unter 50 Jahre282941884,6 %7,9
50 bis unter 55 Jahre270851854,4 %10,1
55 bis unter 60 Jahre3281391895,3 %9,4
60 bis unter 65 Jahre195841113,2 %8,9
65 bis unter 70 Jahre10050501,6 %7,6
70 bis unter 75 Jahre6018420,98 %7,0
75 bis unter 80 Jahre187110,29 %6,5
80 bis unter 85 Jahre246180,39 %7,4
85 bis unter 90 Jahre226160,36 %4,5
90 bis unter 95 Jahre3030,049 %5,3
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 4,9 Tagen (30 bis unter 35 Jahre) und ⌀ 10,1 Tagen (50 bis unter 55 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

9.908 Fälle

Vor allem Neurologie und Allgemeine Psychiatrie (53 % und 13 %)

  • Neurologie53 %5.288
  • Allgemeine Psychiatrie13 %1.286
  • Pädiatrie12 %1.210
  • Innere Medizin7,1 %705
  • Psychosomatik/Psychotherapie5,8 %578
  • Übrige 22 Abteilungen8,5 %841
▸ Übrige einzeln
  • Intensivmedizin2,4 %240
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie2,1 %208
  • Sonstige Fachabteilung1,3 %133
  • Kardiologie1,0 %100
  • Neurochirurgie0,49 %49
  • Gastroenterologie0,27 %27
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,19 %19
  • Geriatrie0,16 %16
  • Chirurgie0,12 %12
  • Unfallchirurgie0,091 %9
  • Kinderkardiologie0,061 %6
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,050 %5
  • Orthopädie0,030 %3
  • Pneumologie0,030 %3
  • Endokrinologie0,020 %2
  • Kinderchirurgie0,020 %2
  • Nephrologie0,020 %2
  • Dermatologie0,010 %1
  • Geburtshilfe0,010 %1
  • Gefäßchirurgie0,010 %1
  • Neonatologie0,010 %1
  • Urologie0,010 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F44.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis10

Dissoziativer Krampfanfall
PrimärschlüsselPrimär†:F44.5
Funktionelle Tetanie
PrimärschlüsselPrimär†:F44.5
Hyperkinetische hysterische Tetanie
PrimärschlüsselPrimär†:F44.5
Hysterische Konvulsionen
PrimärschlüsselPrimär†:F44.5
Hysterische Pseudotetanie
PrimärschlüsselPrimär†:F44.5
Hysterische Tetanie
PrimärschlüsselPrimär†:F44.5
Hysterischer Anfall
PrimärschlüsselPrimär†:F44.5
Hysteroepilepsie
PrimärschlüsselPrimär†:F44.5
Pseudoanfall
PrimärschlüsselPrimär†:F44.5
Psychogene Tetanie
PrimärschlüsselPrimär†:F44.5

Änderungen

2010Bestand
Dissoziative Krampfanfälle

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte