DRGSystemDeutschland

F44.3Trance- und Besessenheitszustände

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSA’25
Schwere dissoziative Störungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Bei diesen Störungen tritt ein zeitweiliger Verlust der persönlichen Identität und der vollständigen Wahrnehmung der Umgebung auf. Hier sind nur Trancezustände zu klassifizieren, die unfreiwillig oder ungewollt sind, und die außerhalb von religiösen oder kulturell akzeptierten Situationen auftreten.

Exklusive:

Zustandsbilder bei: Intoxikation mit psychotropen Substanzen F10-F19, vierte Stelle .0

Zustandsbilder bei: organischem Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma F07.2

Zustandsbilder bei: organischer Persönlichkeitsstörung F07.0

Zustandsbilder bei: Schizophrenie F20.-

Zustandsbilder bei: vorübergehenden akuten psychotischen Störungen F23.-

Diagnosehäufigkeit

Rang 6170 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,000 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 22, der Frauen ab etwa 33 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre000––
15 bis unter 18 Jahre11011 %–
18 bis unter 20 Jahre000–1,0
20 bis unter 25 Jahre53256 %35,3
25 bis unter 30 Jahre000–34,4
30 bis unter 35 Jahre10111 %–
35 bis unter 40 Jahre000–171,0
40 bis unter 45 Jahre10111 %–
45 bis unter 50 Jahre000––
50 bis unter 55 Jahre000–44,0
55 bis unter 60 Jahre000––
60 bis unter 65 Jahre10111 %19,0
65 bis unter 70 Jahre000––
70 bis unter 75 Jahre000––
75 bis unter 80 Jahre000––
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

9.908 Fälle

Vor allem Neurologie und Allgemeine Psychiatrie (53 % und 13 %)

  • Neurologie53 %5.288
  • Allgemeine Psychiatrie13 %1.286
  • Pädiatrie12 %1.210
  • Innere Medizin7,1 %705
  • Psychosomatik/Psychotherapie5,8 %578
  • Übrige 22 Abteilungen8,5 %841
▸ Übrige einzeln
  • Intensivmedizin2,4 %240
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie2,1 %208
  • Sonstige Fachabteilung1,3 %133
  • Kardiologie1,0 %100
  • Neurochirurgie0,49 %49
  • Gastroenterologie0,27 %27
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,19 %19
  • Geriatrie0,16 %16
  • Chirurgie0,12 %12
  • Unfallchirurgie0,091 %9
  • Kinderkardiologie0,061 %6
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,050 %5
  • Orthopädie0,030 %3
  • Pneumologie0,030 %3
  • Endokrinologie0,020 %2
  • Kinderchirurgie0,020 %2
  • Nephrologie0,020 %2
  • Dermatologie0,010 %1
  • Geburtshilfe0,010 %1
  • Gefäßchirurgie0,010 %1
  • Neonatologie0,010 %1
  • Urologie0,010 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F44.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis2

Besessenheitszustand
PrimärschlüsselPrimär†:F44.3
Hysterische Trance
PrimärschlüsselPrimär†:F44.3

Änderungen

2010Bestand
Trance- und Besessenheitszustände

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte