DRGSystemDeutschland

F44.2Dissoziativer Stupor

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSA’25
Sonstige dissoziative Störungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Dissoziativer Stupor wird aufgrund einer beträchtlichen Verringerung oder des Fehlens von willkürlichen Bewegungen und normalen Reaktionen auf äußere Reize wie Licht, Geräusche oder Berührung diagnostiziert. Dabei lassen Befragung und Untersuchung keinen Anhalt für eine körperliche Ursache erkennen. Zusätzliche Hinweise auf die psychogene Verursachung geben kurz vorhergegangene belastende Ereignisse oder Probleme.

Exklusive:

Organische katatone Störung F06.1

Stupor: depressiv F31-F33

Stupor: kataton F20.2

Stupor: manisch F30.2

Stupor: o.n.A. R40.1

Diagnosehäufigkeit

Rang 3108 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,001 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 37 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre2020,86 %–
5 bis unter 10 Jahre1010,43 %–
10 bis unter 15 Jahre9453,9 %26,5
15 bis unter 18 Jahre231229,9 %7,0
18 bis unter 20 Jahre10284,3 %14,3
20 bis unter 25 Jahre2891912 %6,9
25 bis unter 30 Jahre16976,9 %12,1
30 bis unter 35 Jahre205158,6 %3,1
35 bis unter 40 Jahre214179,1 %3,3
40 bis unter 45 Jahre218139,1 %14,2
45 bis unter 50 Jahre8083,4 %7,7
50 bis unter 55 Jahre217149,1 %17,5
55 bis unter 60 Jahre13585,6 %3,9
60 bis unter 65 Jahre11564,7 %1,8
65 bis unter 70 Jahre6152,6 %1,8
70 bis unter 75 Jahre9273,9 %13,9
75 bis unter 80 Jahre2110,86 %6,0
80 bis unter 85 Jahre9183,9 %5,5
85 bis unter 90 Jahre1010,43 %2,0
90 bis unter 95 Jahre1010,43 %6,0
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

9.908 Fälle

Vor allem Neurologie und Allgemeine Psychiatrie (53 % und 13 %)

  • Neurologie53 %5.288
  • Allgemeine Psychiatrie13 %1.286
  • Pädiatrie12 %1.210
  • Innere Medizin7,1 %705
  • Psychosomatik/Psychotherapie5,8 %578
  • Übrige 22 Abteilungen8,5 %841
▸ Übrige einzeln
  • Intensivmedizin2,4 %240
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie2,1 %208
  • Sonstige Fachabteilung1,3 %133
  • Kardiologie1,0 %100
  • Neurochirurgie0,49 %49
  • Gastroenterologie0,27 %27
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,19 %19
  • Geriatrie0,16 %16
  • Chirurgie0,12 %12
  • Unfallchirurgie0,091 %9
  • Kinderkardiologie0,061 %6
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,050 %5
  • Orthopädie0,030 %3
  • Pneumologie0,030 %3
  • Endokrinologie0,020 %2
  • Kinderchirurgie0,020 %2
  • Nephrologie0,020 %2
  • Dermatologie0,010 %1
  • Geburtshilfe0,010 %1
  • Gefäßchirurgie0,010 %1
  • Neonatologie0,010 %1
  • Urologie0,010 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F44.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis6

Dissoziativer Stupor
PrimärschlüsselPrimär†:F44.2
Hysterische Katalepsie
PrimärschlüsselPrimär†:F44.2
Hysterische Körperhaltung
PrimärschlüsselPrimär†:F44.2
Katalepsie
PrimärschlüsselPrimär†:F44.2
Kataleptischer Anfall
PrimärschlüsselPrimär†:F44.2
Psychogener Stupor
PrimärschlüsselPrimär†:F44.2

Änderungen

2010Bestand
Dissoziativer Stupor

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte