DRGSystemDeutschland

F06.7Leichte kognitive Störung

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Chronische
Chronische bzw. langandauernde Erkrankung — wird bei der PCCL-Berechnung als Dauerdiagnose berücksichtigt.
Morbi-RSA’25
Leichte und mittelgradige depressive Episoden (> 49 Jahre), Missbrauch von Personen, sonstige depressive Störungen und Episoden, organische Persönlichkeitsstörung, nicht-psychotisch organische Störung, n.n.bez., sonstige Hirndegenerationen, leichte kognitive Störung — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
SEG4-KDE:87
  • Nr. 87 Senilität, Nebendiagnose
Definition:

Eine Störung, die charakterisiert ist durch Gedächtnisstörungen, Lernschwierigkeiten und die verminderte Fähigkeit, sich längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Oft besteht ein Gefühl geistiger Ermüdung bei dem Versuch, Aufgaben zu lösen. Objektiv erfolgreiches Lernen wird subjektiv als schwierig empfunden. Keines dieser Symptome ist so schwerwiegend, dass die Diagnose einer Demenz (F00-F03) oder eines Delirs (F05.-) gestellt werden kann. Die Diagnose sollte nur in Verbindung mit einer körperlichen Krankheit gestellt und bei Vorliegen einer anderen psychischen oder Verhaltensstörung aus dem Abschnitt F10-F99 nicht verwandt werden. Diese Störung kann vor, während oder nach einer Vielzahl von zerebralen oder systemischen Infektionen oder anderen körperlichen Krankheiten auftreten. Der direkte Nachweis einer zerebralen Beteiligung ist aber nicht notwendig. Die Störung wird vom postenzephalitischen (F07.1) und vom postkontusionellen Syndrom (F07.2) durch ihre andere Ätiologie, die wenig variablen, insgesamt leichteren Symptome und die zumeist kürzere Dauer unterschieden.

Diagnosehäufigkeit

Rang 821 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,018 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 72 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre5410,15 %2,5
15 bis unter 18 Jahre2020,062 %11,0
18 bis unter 20 Jahre3120,093 %5,8
20 bis unter 25 Jahre11650,34 %3,0
25 bis unter 30 Jahre7430,22 %2,4
30 bis unter 35 Jahre12840,37 %14,1
35 bis unter 40 Jahre201280,62 %3,6
40 bis unter 45 Jahre4827211,5 %3,9
45 bis unter 50 Jahre5626301,7 %3,2
50 bis unter 55 Jahre16286765,0 %4,6
55 bis unter 60 Jahre2961601369,1 %3,8
60 bis unter 65 Jahre41926215713 %4,9
65 bis unter 70 Jahre38121816312 %5,2
70 bis unter 75 Jahre59932627319 %5,0
75 bis unter 80 Jahre48026521515 %5,4
80 bis unter 85 Jahre47923724215 %7,1
85 bis unter 90 Jahre210931176,5 %8,9
90 bis unter 95 Jahre4115261,3 %9,4
ab 95 Jahren4220,12 %9,0

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 3,2 Tagen (45 bis unter 50 Jahre) und ⌀ 8,9 Tagen (85 bis unter 90 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

18.042 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (78 %)

  • Allgemeine Psychiatrie78 %14.151
  • Neurologie17 %3.059
  • Innere Medizin2,1 %372
  • Geriatrie1,1 %201
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,52 %94
  • Übrige 19 Abteilungen0,91 %165
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie0,16 %29
  • Kardiologie0,14 %26
  • Dermatologie0,11 %20
  • Sonstige Fachabteilung0,11 %20
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,089 %16
  • Intensivmedizin0,078 %14
  • Neurochirurgie0,055 %10
  • Nephrologie0,033 %6
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,028 %5
  • Pädiatrie0,028 %5
  • Chirurgie0,017 %3
  • Orthopädie0,017 %3
  • Urologie0,011 %2
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,006 %1
  • Gefäßchirurgie0,006 %1
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,006 %1
  • Pneumologie0,006 %1
  • Rheumatologie0,006 %1
  • Unfallchirurgie0,006 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F06.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis5

Leichte Gedächtnislücke nach organischer Hirnschädigung
PrimärschlüsselPrimär†:F06.7
Leichte Gedächtnisstörung nach Hirnschädigung
PrimärschlüsselPrimär†:F06.7
Leichte kognitive Störung
PrimärschlüsselPrimär†:F06.7
Leichte Störung des Erinnerungsvermögens nach Hirnschädigung
PrimärschlüsselPrimär†:F06.7
Leichter Verlust des Erinnerungsvermögens nach organischer Hirnschädigung
PrimärschlüsselPrimär†:F06.7

Änderungen

2010Bestand
Leichte kognitive Störung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte