Dieser Abschnitt enthält eine Vielzahl von Störungen unterschiedlichen Schweregrades und mit verschiedenen klinischen Erscheinungsbildern; die Gemeinsamkeit besteht im Gebrauch einer oder mehrerer psychotroper Substanzen (mit oder ohne ärztliche Verordnung). Die verursachenden Substanzen werden durch die dritte Stelle, die klinischen Erscheinungsbilder durch die vierte Stelle kodiert; diese können je nach Bedarf allen psychotropen Substanzen zugeordnet werden. Es muss aber berücksichtigt werden, dass nicht alle Kodierungen der vierten Stelle für alle Substanzen sinnvoll anzuwenden sind.
Die Identifikation der psychotropen Stoffe soll auf der Grundlage möglichst vieler Informationsquellen erfolgen, wie die eigenen Angaben des Patienten, die Analyse von Blutproben oder von anderen Körperflüssigkeiten, charakteristische körperliche oder psychische Symptome, klinische Merkmale und Verhalten sowie andere Befunde, wie die im Besitz des Patienten befindlichen Substanzen oder fremdanamnestische Angaben. Viele Betroffene nehmen mehrere Substanzarten zu sich. Die Hauptdiagnose soll möglichst nach der Substanz oder Substanzklasse verschlüsselt werden, die das gegenwärtige klinische Syndrom verursacht oder im Wesentlichen dazu beigetragen hat. Zusatzdiagnosen sollen kodiert werden, wenn andere Substanzen oder Substanzklassen aufgenommen wurden und Intoxikationen (vierte Stelle .0), schädlichen Gebrauch (vierte Stelle .1), Abhängigkeit (vierte Stelle .2) und andere Störungen (vierte Stelle .3-.9) verursacht haben.
Nur wenn die Substanzaufnahme chaotisch und wahllos verläuft oder wenn Bestandteile verschiedener Substanzen untrennbar vermischt sind, soll mit "Störung durch multiplen Substanzgebrauch (F19.-)" kodiert werden.
Schädlicher Gebrauch von nichtabhängigkeitserzeugenden Substanzen F55.-
Zusammengezählt über alle Kodes unter F10-F19.
Rang 11 von 227 auf derselben Katalogebene · 1,9 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 43 Jahren
| Altersgruppe | Fälle | Männer | Frauen | Anteil | ⌀ Tage |
|---|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr | 20 | 14 | 6 | 0,006 % | 3,5 |
| 1 bis unter 5 Jahre | 21 | 12 | 9 | 0,006 % | 5,1 |
| 5 bis unter 10 Jahre | 20 | 15 | 5 | 0,006 % | 12,2 |
| 10 bis unter 15 Jahre | 2.453 | 826 | 1.627 | 0,73 % | 3,7 |
| 15 bis unter 18 Jahre | 10.219 | 5.586 | 4.633 | 3,1 % | 6,1 |
| 18 bis unter 20 Jahre | 8.573 | 5.468 | 3.105 | 2,6 % | 8,8 |
| 20 bis unter 25 Jahre | 23.506 | 17.197 | 6.309 | 7,0 % | 10,6 |
| 25 bis unter 30 Jahre | 24.839 | 19.287 | 5.552 | 7,4 % | 11,1 |
| 30 bis unter 35 Jahre | 29.017 | 22.639 | 6.378 | 8,7 % | 11,2 |
| 35 bis unter 40 Jahre | 40.581 | 31.166 | 9.415 | 12 % | 11,5 |
| 40 bis unter 45 Jahre | 44.003 | 33.214 | 10.789 | 13 % | 11,6 |
| 45 bis unter 50 Jahre | 35.986 | 27.325 | 8.661 | 11 % | 11,5 |
| 50 bis unter 55 Jahre | 31.991 | 23.971 | 8.020 | 9,6 % | 11,8 |
| 55 bis unter 60 Jahre | 32.936 | 23.974 | 8.962 | 9,8 % | 12,0 |
| 60 bis unter 65 Jahre | 25.496 | 18.456 | 7.040 | 7,6 % | 12,1 |
| 65 bis unter 70 Jahre | 13.241 | 9.354 | 3.887 | 4,0 % | 12,3 |
| 70 bis unter 75 Jahre | 6.468 | 4.279 | 2.189 | 1,9 % | 11,7 |
| 75 bis unter 80 Jahre | 2.710 | 1.585 | 1.125 | 0,81 % | 11,4 |
| 80 bis unter 85 Jahre | 1.529 | 811 | 718 | 0,46 % | 10,5 |
| 85 bis unter 90 Jahre | 620 | 301 | 319 | 0,19 % | 8,4 |
| 90 bis unter 95 Jahre | 133 | 59 | 74 | 0,040 % | 7,4 |
| ab 95 Jahren | 22 | 11 | 11 | 0,007 % | 3,1 |
Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.
Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 6,1 Tagen (15 bis unter 18 Jahre) und ⌀ 12,3 Tagen (65 bis unter 70 Jahre).
Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (70 %)
Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter F10-F19.
Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte
Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.
Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte