DRGSystemDeutschland

F00-F09Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen

Internationale statistische Klassifikation der Krankheitenamtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): · ambulant (§ 295 SGB V):
Text:

Dieser Abschnitt umfasst eine Reihe psychischer Krankheiten mit nachweisbarer Ätiologie in einer zerebralen Krankheit, einer Hirnverletzung oder einer anderen Schädigung, die zu einer Hirnfunktionsstörung führt. Die Funktionsstörung kann primär sein, wie bei Krankheiten, Verletzungen oder Störungen, die das Gehirn direkt oder in besonderem Maße betreffen; oder sekundär wie bei systemischen Krankheiten oder Störungen, die das Gehirn als eines von vielen anderen Organen oder Körpersystemen betreffen.

Demenz (F00-F03) ist ein Syndrom als Folge einer meist chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns mit Störung vieler höherer kortikaler Funktionen, einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache und Urteilsvermögen. Das Bewusstsein ist nicht getrübt. Die kognitiven Beeinträchtigungen werden gewöhnlich von Veränderungen der emotionalen Kontrolle, des Sozialverhaltens oder der Motivation begleitet, gelegentlich treten diese auch eher auf. Dieses Syndrom kommt bei Alzheimer-Krankheit, bei zerebrovaskulären Störungen und bei anderen Zustandsbildern vor, die primär oder sekundär das Gehirn betreffen.

Kodierhinweis:

Soll eine zugrunde liegende Krankheit angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer zu benutzen.

Subkodes9

F00.-*Demenz bei Alzheimer-KrankheitDKR:D012y
F01.-Vaskuläre Demenz15 – 124
F02.-*Demenz bei anderenorts klassifizierten Krankheiten
F03Nicht näher bezeichnete DemenzChronische40 – 124Morbi-RSA25
F04Organisches amnestisches Syndrom, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingtChronischeMorbi-RSA25
F05.-Delir, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt
F06.-Andere psychische Störungen aufgrund einer Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns oder einer körperlichen Krankheit
F07.-Persönlichkeits- und Verhaltensstörung aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns
F09Nicht näher bezeichnete organische oder symptomatische psychische StörungChronischeMorbi-RSA25DKR:D012y

Diagnosehäufigkeit

Zusammengezählt über alle Kodes unter F00-F09.

Rang 65 von 227 auf derselben Katalogebene · 0,45 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 81 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000
1 bis unter 5 Jahre8530,010 %7,5
5 bis unter 10 Jahre3114170,039 %4,9
10 bis unter 15 Jahre7737400,096 %16,1
15 bis unter 18 Jahre7731460,096 %12,4
18 bis unter 20 Jahre14177640,18 %23,5
20 bis unter 25 Jahre4862981880,60 %27,5
25 bis unter 30 Jahre6083992090,76 %26,5
30 bis unter 35 Jahre5803572230,72 %26,6
35 bis unter 40 Jahre7764333430,96 %25,3
40 bis unter 45 Jahre8995333661,1 %27,9
45 bis unter 50 Jahre9755664091,2 %25,5
50 bis unter 55 Jahre1.5878926952,0 %25,0
55 bis unter 60 Jahre2.8321.7341.0983,5 %24,2
60 bis unter 65 Jahre4.0742.4861.5885,1 %23,9
65 bis unter 70 Jahre5.2603.0582.2026,5 %22,4
70 bis unter 75 Jahre7.9714.4273.5449,9 %21,6
75 bis unter 80 Jahre10.5925.3635.22913 %20,9
80 bis unter 85 Jahre18.1298.2699.86023 %20,0
85 bis unter 90 Jahre17.1217.3929.72921 %18,7
90 bis unter 95 Jahre6.6812.5154.1668,3 %17,2
ab 95 Jahren1.5744521.1222,0 %14,5

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 14,5 Tagen (ab 95 Jahren) und ⌀ 27,9 Tagen (40 bis unter 45 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung23

81.663 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (68 %)

  • Allgemeine Psychiatrie68 %55.489
  • Neurologie16 %13.385
  • Innere Medizin7,9 %6.470
  • Geriatrie5,0 %4.092
  • Sonstige Fachabteilung0,49 %398
  • Übrige 29 Abteilungen2,2 %1.829
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie0,46 %374
  • Kardiologie0,43 %350
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,31 %255
  • Intensivmedizin0,17 %142
  • Nephrologie0,16 %130
  • Chirurgie0,12 %96
  • Pädiatrie0,091 %74
  • Unfallchirurgie0,080 %65
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,077 %63
  • Neurochirurgie0,075 %61
  • Pneumologie0,053 %43
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,040 %33
  • Orthopädie0,033 %27
  • Kinderchirurgie0,029 %24
  • Dermatologie0,026 %21
  • Urologie0,024 %20
  • Endokrinologie0,016 %13
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,007 %6
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,007 %6
  • Herzchirurgie0,006 %5
  • Gefäßchirurgie0,005 %4
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,005 %4
  • Augenheilkunde0,004 %3
  • Rheumatologie0,004 %3
  • Strahlenheilkunde0,004 %3
  • Plastische Chirurgie0,001 %1
  • Thoraxchirurgie0,001 %1
  • Unbekannte Fachabteilung0,001 %1
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,001 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter F00-F09.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 20102026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte