DRGSystemDeutschland

F98.-Andere Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
Definition:

Dieser heterogenen Gruppe von Störungen ist der Beginn in der Kindheit gemeinsam, sonst unterscheiden sie sich jedoch in vieler Hinsicht. Einige der Störungen repräsentieren gut definierte Syndrome, andere sind jedoch nicht mehr als Symptomkomplexe, die hier aber wegen ihrer Häufigkeit und ihrer sozialen Folgen und weil sie anderen Syndromen nicht zugeordnet werden können, aufgeführt werden.

Exklusive:

Emotional bedingte Schlafstörungen F51.-

Geschlechtsidentitätsstörung des Kindesalters F64.2

Kleine-Levin-Syndrom G47.8

Perioden von Atemanhalten R06.88

Zwangsstörung F42.-

Subkodes9

F98.0-Nichtorganische EnuresisChronischeMorbi-RSA’25SEG4-KDE:211Ambulant 4-stellig
F98.1Nichtorganische EnkopresisMorbi-RSA’25
F98.2Fütterstörung im frühen KindesalterMorbi-RSA’25SEG4-KDE:111
F98.3Pica im KindesalterMorbi-RSA’25
F98.4-Stereotype BewegungsstörungenMorbi-RSA’25Ambulant 4-stellig
F98.5Stottern [Stammeln]Morbi-RSA’25
F98.6PolternMorbi-RSA’25
F98.8-Sonstige näher bezeichnete Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und JugendMorbi-RSA’25Ambulant 4-stellig
F98.9Nicht näher bezeichnete Verhaltens- oder emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und JugendMorbi-RSA’25

Diagnosehäufigkeit

Zusammengezählt über alle Kodes unter F98.-.

Rang 717 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,010 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 7 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr2028511711 %9,3
1 bis unter 5 Jahre47225321926 %16,4
5 bis unter 10 Jahre50230319928 %19,0
10 bis unter 15 Jahre31218512717 %30,8
15 bis unter 18 Jahre8651354,7 %26,7
18 bis unter 20 Jahre221661,2 %14,8
20 bis unter 25 Jahre4626202,5 %13,5
25 bis unter 30 Jahre3121101,7 %14,8
30 bis unter 35 Jahre3018121,7 %13,2
35 bis unter 40 Jahre3219131,8 %13,7
40 bis unter 45 Jahre10820,55 %16,9
45 bis unter 50 Jahre15960,83 %13,5
50 bis unter 55 Jahre9450,50 %11,8
55 bis unter 60 Jahre141040,77 %13,0
60 bis unter 65 Jahre11560,61 %3,6
65 bis unter 70 Jahre6420,33 %17,7
70 bis unter 75 Jahre4040,22 %3,0
75 bis unter 80 Jahre4310,22 %3,0
80 bis unter 85 Jahre3120,17 %2,5
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000–4,0

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 9,3 Tagen (unter 1 Jahr) und ⌀ 30,8 Tagen (10 bis unter 15 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

1.807 Fälle

Überwiegend Pädiatrie (62 %)

  • Pädiatrie62 %1.121
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie18 %326
  • Neurologie14 %244
  • Psychosomatik/Psychotherapie3,0 %55
  • Allgemeine Psychiatrie1,2 %22
  • Übrige 9 Abteilungen2,2 %39
▸ Übrige einzeln
  • Sonstige Fachabteilung0,39 %7
  • Urologie0,39 %7
  • Kinderchirurgie0,33 %6
  • Innere Medizin0,28 %5
  • Neonatologie0,28 %5
  • Intensivmedizin0,22 %4
  • Kinderkardiologie0,17 %3
  • Chirurgie0,055 %1
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,055 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Andere Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte