DRGSystemDeutschland

F64.2Störung der Geschlechtsidentität des Kindesalters

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSA’25
Störungen der Geschlechtsidentität — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Diese Störung zeigt sich während der frühen Kindheit, immer lange vor der Pubertät. Sie ist durch ein anhaltendes und starkes Unbehagen über das zugefallene Geschlecht gekennzeichnet, zusammen mit dem Wunsch oder der ständigen Beteuerung, zum anderen Geschlecht zu gehören. Es besteht eine andauernde Beschäftigung mit der Kleidung oder den Aktivitäten des anderen Geschlechtes und eine Ablehnung des eigenen Geschlechtes. Die Diagnose erfordert eine tief greifende Störung der normalen Geschlechtsidentität; eine bloße Knabenhaftigkeit bei Mädchen und ein mädchenhaftes Verhalten bei Jungen sind nicht ausreichend. Geschlechtsidentitätsstörungen bei Personen, welche die Pubertät erreicht haben oder gerade erreichen, sind nicht hier, sondern unter F66.- zu klassifizieren.

Exklusive:

Ichdystone Sexualorientierung F66.1

Sexuelle Reifungskrise F66.0

Diagnosehäufigkeit

Rang 6587 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,000 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 16 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre20240 %–
15 bis unter 18 Jahre30360 %5,0
18 bis unter 20 Jahre000––
20 bis unter 25 Jahre000–1,0
25 bis unter 30 Jahre000––
30 bis unter 35 Jahre000––
35 bis unter 40 Jahre000––
40 bis unter 45 Jahre000––
45 bis unter 50 Jahre000––
50 bis unter 55 Jahre000––
55 bis unter 60 Jahre000––
60 bis unter 65 Jahre000––
65 bis unter 70 Jahre000––
70 bis unter 75 Jahre000––
75 bis unter 80 Jahre000––
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

5.804 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Plastische Chirurgie, hat 36 %

  • Plastische Chirurgie36 %2.098
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe22 %1.283
  • Urologie21 %1.215
  • Chirurgie19 %1.090
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde1,3 %73
  • Übrige 8 Abteilungen0,78 %45
▸ Übrige einzeln
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,21 %12
  • Allgemeine Psychiatrie0,19 %11
  • Unfallchirurgie0,12 %7
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,086 %5
  • Pädiatrie0,069 %4
  • Innere Medizin0,052 %3
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,034 %2
  • Orthopädie0,017 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F64.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis2

Psychosexuelle Identitätsstörung im Kindesalter
PrimärschlüsselPrimär†:F64.2
Störung der Geschlechtsidentität im Kindesalter
PrimärschlüsselPrimär†:F64.2

Änderungen

2010Bestand
Störung der Geschlechtsidentität des Kindesalters

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte