Wesentliche Kennzeichen sind wiederkehrende Zwangsgedanken und Zwangshandlungen. Zwangsgedanken sind Ideen, Vorstellungen oder Impulse, die den Patienten immer wieder stereotyp beschäftigen. Sie sind fast immer quälend, der Patient versucht häufig erfolglos, Widerstand zu leisten. Die Gedanken werden als zur eigenen Person gehörig erlebt, selbst wenn sie als unwillkürlich und häufig abstoßend empfunden werden. Zwangshandlungen oder -rituale sind Stereotypien, die ständig wiederholt werden. Sie werden weder als angenehm empfunden, noch dienen sie dazu, an sich nützliche Aufgaben zu erfüllen. Der Patient erlebt sie oft als Vorbeugung gegen ein objektiv unwahrscheinliches Ereignis, das ihm Schaden bringen oder bei dem er selbst Unheil anrichten könnte. Im Allgemeinen wird dieses Verhalten als sinnlos und ineffektiv erlebt, es wird immer wieder versucht, dagegen anzugehen. Angst ist meist ständig vorhanden. Werden Zwangshandlungen unterdrückt, verstärkt sich die Angst deutlich.
Anankastische Neurose
Zwangsneurose
Zwangspersönlichkeit(sstörung) F60.5
Zusammengezählt über alle Kodes unter F42.-.
Rang 463 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,028 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 28 Jahren
| Altersgruppe | Fälle | Männer | Frauen | Anteil | ⌀ Tage |
|---|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 1 bis unter 5 Jahre | 1 | 0 | 1 | 0,020 % | 10,0 |
| 5 bis unter 10 Jahre | 76 | 32 | 44 | 1,5 % | 43,8 |
| 10 bis unter 15 Jahre | 497 | 229 | 268 | 9,8 % | 63,0 |
| 15 bis unter 18 Jahre | 491 | 233 | 258 | 9,7 % | 61,5 |
| 18 bis unter 20 Jahre | 290 | 128 | 162 | 5,7 % | 45,4 |
| 20 bis unter 25 Jahre | 816 | 375 | 441 | 16 % | 49,5 |
| 25 bis unter 30 Jahre | 675 | 319 | 356 | 13 % | 46,3 |
| 30 bis unter 35 Jahre | 518 | 242 | 276 | 10 % | 45,5 |
| 35 bis unter 40 Jahre | 415 | 189 | 226 | 8,2 % | 47,2 |
| 40 bis unter 45 Jahre | 341 | 176 | 165 | 6,7 % | 47,5 |
| 45 bis unter 50 Jahre | 230 | 113 | 117 | 4,5 % | 47,6 |
| 50 bis unter 55 Jahre | 206 | 100 | 106 | 4,1 % | 43,5 |
| 55 bis unter 60 Jahre | 216 | 107 | 109 | 4,3 % | 47,1 |
| 60 bis unter 65 Jahre | 156 | 75 | 81 | 3,1 % | 43,7 |
| 65 bis unter 70 Jahre | 82 | 34 | 48 | 1,6 % | 40,5 |
| 70 bis unter 75 Jahre | 30 | 13 | 17 | 0,59 % | 35,6 |
| 75 bis unter 80 Jahre | 16 | 10 | 6 | 0,32 % | 41,7 |
| 80 bis unter 85 Jahre | 7 | 3 | 4 | 0,14 % | 38,3 |
| 85 bis unter 90 Jahre | 5 | 2 | 3 | 0,099 % | 27,4 |
| 90 bis unter 95 Jahre | 3 | 1 | 2 | 0,059 % | 14,0 |
| ab 95 Jahren | 1 | 0 | 1 | 0,020 % | 19,0 |
Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.
Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 40,5 Tagen (65 bis unter 70 Jahre) und ⌀ 63,0 Tagen (10 bis unter 15 Jahre).
Vor allem Allgemeine Psychiatrie und Psychosomatik/Psychotherapie (48 % und 32 %)
Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.
Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte
Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.
Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte