DRGSystemDeutschland

F51.-Nichtorganische Schlafstörungen

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
Definition:

In vielen Fällen ist eine Schlafstörung Symptom einer anderen psychischen oder körperlichen Krankheit. Ob eine Schlafstörung bei einem bestimmten Patienten ein eigenständiges Krankheitsbild oder einfach Merkmal einer anderen Krankheit (klassifiziert anderenorts in Kapitel V oder in anderen Kapiteln) ist, sollte auf der Basis des klinischen Erscheinungsbildes, des Verlaufs sowie aufgrund therapeutischer Erwägungen und Prioritäten zum Zeitpunkt der Konsultation entschieden werden. Wenn die Schlafstörung eine der Hauptbeschwerden darstellt und als eigenständiges Zustandsbild aufgefasst wird, dann soll diese Kodierung gemeinsam mit dazugehörenden Diagnosen verwendet werden, welche die Psychopathologie und Pathophysiologie des gegebenen Falles beschreiben. Diese Kategorie umfasst nur Schlafstörungen, bei denen emotionale Ursachen als primärer Faktor aufgefasst werden, und die nicht durch anderenorts klassifizierte körperliche Störungen verursacht werden.

Exklusive:

Schlafstörungen (organisch) G47.-

Subkodes8

F51.0Nichtorganische InsomnieMorbi-RSA’25
F51.1Nichtorganische HypersomnieMorbi-RSA’25
F51.2Nichtorganische Störung des Schlaf-Wach-RhythmusMorbi-RSA’25
F51.3Schlafwandeln [Somnambulismus]Morbi-RSA’25
F51.4Pavor nocturnusMorbi-RSA’25
F51.5Albträume [Angstträume]Morbi-RSA’25
F51.8Sonstige nichtorganische SchlafstörungenMorbi-RSA’25
F51.9Nichtorganische Schlafstörung, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA’25

Diagnosehäufigkeit

Zusammengezählt über alle Kodes unter F51.-.

Rang 730 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,010 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 35, der Frauen ab etwa 42 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr111010,64 %12,3
1 bis unter 5 Jahre11660566,7 %6,2
5 bis unter 10 Jahre13880588,0 %2,4
10 bis unter 15 Jahre7338354,2 %4,2
15 bis unter 18 Jahre4122192,4 %6,2
18 bis unter 20 Jahre3314191,9 %5,6
20 bis unter 25 Jahre11130816,4 %3,2
25 bis unter 30 Jahre12659677,3 %2,3
30 bis unter 35 Jahre14663838,5 %2,1
35 bis unter 40 Jahre10956536,3 %2,4
40 bis unter 45 Jahre8943465,2 %3,9
45 bis unter 50 Jahre12049717,0 %3,2
50 bis unter 55 Jahre12641857,3 %4,1
55 bis unter 60 Jahre1726310910,0 %3,1
60 bis unter 65 Jahre11445696,6 %3,9
65 bis unter 70 Jahre6426383,7 %3,0
70 bis unter 75 Jahre5922373,4 %2,8
75 bis unter 80 Jahre3411232,0 %3,2
80 bis unter 85 Jahre2510151,5 %3,5
85 bis unter 90 Jahre10370,58 %9,3
90 bis unter 95 Jahre4310,23 %6,5
ab 95 Jahren3120,17 %6,0

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,1 Tagen (30 bis unter 35 Jahre) und ⌀ 6,2 Tagen (1 bis unter 5 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

1.857 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Allgemeine Psychiatrie, hat 23 %

  • Allgemeine Psychiatrie23 %428
  • Innere Medizin23 %427
  • Pädiatrie19 %348
  • Neurologie16 %302
  • Sonstige Fachabteilung11 %203
  • Übrige 11 Abteilungen8,0 %149
▸ Übrige einzeln
  • Pneumologie3,7 %69
  • Psychosomatik/Psychotherapie1,6 %30
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,92 %17
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,59 %11
  • Intensivmedizin0,43 %8
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,38 %7
  • Geriatrie0,11 %2
  • Kardiologie0,11 %2
  • Gastroenterologie0,054 %1
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,054 %1
  • Neurochirurgie0,054 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Nichtorganische Schlafstörungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte