Dieser Abschnitt enthält eine Reihe von klinisch wichtigen, meist länger anhaltenden Zustandsbildern und Verhaltensmustern. Sie sind Ausdruck des charakteristischen, individuellen Lebensstils, des Verhältnisses zur eigenen Person und zu anderen Menschen. Einige dieser Zustandsbilder und Verhaltensmuster entstehen als Folge konstitutioneller Faktoren und sozialer Erfahrungen schon früh im Verlauf der individuellen Entwicklung, während andere erst später im Leben erworben werden. Die spezifischen Persönlichkeitsstörungen (F60.-), die kombinierten und anderen Persönlichkeitsstörungen (F61) und die Persönlichkeitsänderungen (F62.-) sind tief verwurzelte, anhaltende Verhaltensmuster, die sich in starren Reaktionen auf unterschiedliche persönliche und soziale Lebenslagen zeigen. Sie verkörpern gegenüber der Mehrheit der betreffenden Bevölkerung deutliche Abweichungen im Wahrnehmen, Denken, Fühlen und in den Beziehungen zu anderen. Solche Verhaltensmuster sind meistens stabil und beziehen sich auf vielfältige Bereiche des Verhaltens und der psychologischen Funktionen. Häufig gehen sie mit einem unterschiedlichen Ausmaß persönlichen Leidens und gestörter sozialer Funktionsfähigkeit einher.
Zusammengezählt über alle Kodes unter F60-F69.
Rang 85 von 227 auf derselben Katalogebene · 0,26 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 27 Jahren
| Altersgruppe | Fälle | Männer | Frauen | Anteil | ⌀ Tage |
|---|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr | 1 | 1 | 0 | 0,002 % | – |
| 1 bis unter 5 Jahre | 6 | 2 | 4 | 0,013 % | 3,3 |
| 5 bis unter 10 Jahre | 30 | 20 | 10 | 0,065 % | 13,3 |
| 10 bis unter 15 Jahre | 355 | 68 | 287 | 0,77 % | 40,6 |
| 15 bis unter 18 Jahre | 1.703 | 222 | 1.481 | 3,7 % | 32,1 |
| 18 bis unter 20 Jahre | 5.153 | 934 | 4.219 | 11 % | 25,5 |
| 20 bis unter 25 Jahre | 12.906 | 3.169 | 9.737 | 28 % | 26,1 |
| 25 bis unter 30 Jahre | 8.413 | 2.610 | 5.803 | 18 % | 26,5 |
| 30 bis unter 35 Jahre | 5.492 | 1.763 | 3.728 | 12 % | 26,4 |
| 35 bis unter 40 Jahre | 3.920 | 1.247 | 2.673 | 8,5 % | 26,2 |
| 40 bis unter 45 Jahre | 2.776 | 850 | 1.926 | 6,0 % | 27,9 |
| 45 bis unter 50 Jahre | 1.762 | 542 | 1.220 | 3,8 % | 29,4 |
| 50 bis unter 55 Jahre | 1.368 | 467 | 901 | 3,0 % | 28,3 |
| 55 bis unter 60 Jahre | 1.032 | 367 | 665 | 2,2 % | 28,9 |
| 60 bis unter 65 Jahre | 571 | 248 | 323 | 1,2 % | 27,9 |
| 65 bis unter 70 Jahre | 257 | 111 | 146 | 0,56 % | 19,5 |
| 70 bis unter 75 Jahre | 112 | 55 | 57 | 0,24 % | 15,9 |
| 75 bis unter 80 Jahre | 66 | 26 | 40 | 0,14 % | 10,9 |
| 80 bis unter 85 Jahre | 38 | 15 | 23 | 0,083 % | 10,0 |
| 85 bis unter 90 Jahre | 24 | 12 | 12 | 0,052 % | 8,0 |
| 90 bis unter 95 Jahre | 7 | 2 | 5 | 0,015 % | 8,6 |
| ab 95 Jahren | 2 | 1 | 1 | 0,004 % | 6,8 |
Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.
Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (72 %)
Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter F60-F69.
Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte
Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.
Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte