Ein Zustand von verzögerter oder unvollständiger Entwicklung der geistigen Fähigkeiten; besonders beeinträchtigt sind Fertigkeiten, die sich in der Entwicklungsperiode manifestieren und die zum Intelligenzniveau beitragen, wie Kognition, Sprache, motorische und soziale Fähigkeiten. Eine Intelligenzstörung kann allein oder zusammen mit jeder anderen psychischen oder körperlichen Störung auftreten.
Der Schweregrad einer Intelligenzstörung wird übereinstimmungsgemäß anhand standardisierter Intelligenztests festgestellt. Diese können durch Skalen zur Einschätzung der sozialen Anpassung in der jeweiligen Umgebung erweitert werden. Diese Messmethoden erlauben eine ziemlich genaue Beurteilung der Intelligenzstörung. Die Diagnose hängt aber auch von der Beurteilung der allgemeinen intellektuellen Funktionsfähigkeit durch einen erfahrenen Diagnostiker ab.
Intellektuelle Fähigkeiten und soziale Anpassung können sich verändern. Sie können sich, wenn auch nur in geringem Maße, durch Übung und Rehabilitation verbessern. Die Diagnose sollte sich immer auf das gegenwärtige Funktionsniveau beziehen.
Sollen begleitende Zustandsbilder, wie Autismus, andere Entwicklungsstörungen, Epilepsie, Störungen des Sozialverhaltens oder schwere körperliche Behinderung angegeben werden, sind zusätzliche Schlüsselnummern zu benutzen.
Zusammengezählt über alle Kodes unter F70-F79.
Rang 172 von 227 auf derselben Katalogebene · 0,038 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 33 Jahren
| Altersgruppe | Fälle | Männer | Frauen | Anteil | ⌀ Tage |
|---|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 1 bis unter 5 Jahre | 17 | 15 | 2 | 0,25 % | 14,6 |
| 5 bis unter 10 Jahre | 200 | 151 | 49 | 2,9 % | 20,8 |
| 10 bis unter 15 Jahre | 257 | 163 | 94 | 3,8 % | 22,2 |
| 15 bis unter 18 Jahre | 267 | 185 | 82 | 3,9 % | 18,5 |
| 18 bis unter 20 Jahre | 419 | 287 | 132 | 6,1 % | 24,3 |
| 20 bis unter 25 Jahre | 990 | 601 | 389 | 14 % | 23,7 |
| 25 bis unter 30 Jahre | 809 | 467 | 342 | 12 % | 23,2 |
| 30 bis unter 35 Jahre | 696 | 428 | 268 | 10 % | 22,8 |
| 35 bis unter 40 Jahre | 635 | 389 | 246 | 9,3 % | 21,3 |
| 40 bis unter 45 Jahre | 562 | 331 | 231 | 8,2 % | 21,5 |
| 45 bis unter 50 Jahre | 397 | 224 | 173 | 5,8 % | 25,9 |
| 50 bis unter 55 Jahre | 442 | 250 | 192 | 6,5 % | 25,6 |
| 55 bis unter 60 Jahre | 478 | 284 | 194 | 7,0 % | 22,3 |
| 60 bis unter 65 Jahre | 374 | 229 | 145 | 5,5 % | 23,0 |
| 65 bis unter 70 Jahre | 189 | 105 | 84 | 2,8 % | 23,0 |
| 70 bis unter 75 Jahre | 76 | 41 | 35 | 1,1 % | 17,0 |
| 75 bis unter 80 Jahre | 24 | 11 | 13 | 0,35 % | 15,9 |
| 80 bis unter 85 Jahre | 10 | 2 | 8 | 0,15 % | 6,2 |
| 85 bis unter 90 Jahre | 3 | 0 | 3 | 0,044 % | 18,1 |
| 90 bis unter 95 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | 1,0 |
| ab 95 Jahren | 0 | 0 | 0 | – | – |
Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.
Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 17,0 Tagen (70 bis unter 75 Jahre) und ⌀ 25,9 Tagen (45 bis unter 50 Jahre).
Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (85 %)
Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter F70-F79.
Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte
Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.
Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte