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F70-F79Intelligenzstörung

Internationale statistische Klassifikation der Krankheitenamtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): · ambulant (§ 295 SGB V):
Text:

Ein Zustand von verzögerter oder unvollständiger Entwicklung der geistigen Fähigkeiten; besonders beeinträchtigt sind Fertigkeiten, die sich in der Entwicklungsperiode manifestieren und die zum Intelligenzniveau beitragen, wie Kognition, Sprache, motorische und soziale Fähigkeiten. Eine Intelligenzstörung kann allein oder zusammen mit jeder anderen psychischen oder körperlichen Störung auftreten.

Der Schweregrad einer Intelligenzstörung wird übereinstimmungsgemäß anhand standardisierter Intelligenztests festgestellt. Diese können durch Skalen zur Einschätzung der sozialen Anpassung in der jeweiligen Umgebung erweitert werden. Diese Messmethoden erlauben eine ziemlich genaue Beurteilung der Intelligenzstörung. Die Diagnose hängt aber auch von der Beurteilung der allgemeinen intellektuellen Funktionsfähigkeit durch einen erfahrenen Diagnostiker ab.

Intellektuelle Fähigkeiten und soziale Anpassung können sich verändern. Sie können sich, wenn auch nur in geringem Maße, durch Übung und Rehabilitation verbessern. Die Diagnose sollte sich immer auf das gegenwärtige Funktionsniveau beziehen.

Kodierhinweis:

Sollen begleitende Zustandsbilder, wie Autismus, andere Entwicklungsstörungen, Epilepsie, Störungen des Sozialverhaltens oder schwere körperliche Behinderung angegeben werden, sind zusätzliche Schlüsselnummern zu benutzen.

Subkodes7

F70.-Leichte Intelligenzminderung
F71.-Mittelgradige Intelligenzminderung
F72.-Schwere Intelligenzminderung
F73.-Schwerste Intelligenzminderung
F74.-Dissoziierte Intelligenz
F78.-Andere Intelligenzminderung
F79.-Nicht näher bezeichnete Intelligenzminderung

Diagnosehäufigkeit

Zusammengezählt über alle Kodes unter F70-F79.

Rang 172 von 227 auf derselben Katalogebene · 0,038 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 33 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000
1 bis unter 5 Jahre171520,25 %14,6
5 bis unter 10 Jahre200151492,9 %20,8
10 bis unter 15 Jahre257163943,8 %22,2
15 bis unter 18 Jahre267185823,9 %18,5
18 bis unter 20 Jahre4192871326,1 %24,3
20 bis unter 25 Jahre99060138914 %23,7
25 bis unter 30 Jahre80946734212 %23,2
30 bis unter 35 Jahre69642826810 %22,8
35 bis unter 40 Jahre6353892469,3 %21,3
40 bis unter 45 Jahre5623312318,2 %21,5
45 bis unter 50 Jahre3972241735,8 %25,9
50 bis unter 55 Jahre4422501926,5 %25,6
55 bis unter 60 Jahre4782841947,0 %22,3
60 bis unter 65 Jahre3742291455,5 %23,0
65 bis unter 70 Jahre189105842,8 %23,0
70 bis unter 75 Jahre7641351,1 %17,0
75 bis unter 80 Jahre2411130,35 %15,9
80 bis unter 85 Jahre10280,15 %6,2
85 bis unter 90 Jahre3030,044 %18,1
90 bis unter 95 Jahre0001,0
ab 95 Jahren000

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 17,0 Tagen (70 bis unter 75 Jahre) und ⌀ 25,9 Tagen (45 bis unter 50 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung23

6.841 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (85 %)

  • Allgemeine Psychiatrie85 %5.823
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie8,1 %554
  • Pädiatrie3,7 %250
  • Innere Medizin1,5 %106
  • Neurologie1,4 %93
  • Übrige 10 Abteilungen0,22 %15
▸ Übrige einzeln
  • Intensivmedizin0,044 %3
  • Pneumologie0,029 %2
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,029 %2
  • Sonstige Fachabteilung0,029 %2
  • Chirurgie0,015 %1
  • Gastroenterologie0,015 %1
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,015 %1
  • Neurochirurgie0,015 %1
  • Unfallchirurgie0,015 %1
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,015 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter F70-F79.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Intelligenzstörung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 20102026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte