DRGSystemDeutschland

F80-F89Entwicklungsstörungen

Internationale statistische Klassifikation der Krankheitenamtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): · ambulant (§ 295 SGB V):
Text:

Die in diesem Abschnitt zusammengefassten Störungen haben folgende Gemeinsamkeiten:-

Beginn ausnahmslos im Kleinkindalter oder in der Kindheit;-

eine Entwicklungseinschränkung oder -verzögerung von Funktionen, die eng mit der biologischen Reifung des Zentralnervensystems verknüpft sind;-

stetiger Verlauf ohne Remissionen und Rezidive.

In den meisten Fällen sind unter anderem die Sprache, die visuellräumlichen Fertigkeiten und die Bewegungskoordination betroffen. In der Regel bestand die Verzögerung oder Schwäche vom frühestmöglichen Erkennungszeitpunkt an. Mit dem Älterwerden der Kinder vermindern sich die Störungen zunehmend, wenn auch geringere Defizite oft im Erwachsenenalter zurückbleiben.

Subkodes7

F80.-Umschriebene Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache1 – 124
F81.-Umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten1 – 124
F82.-Umschriebene Entwicklungsstörung der motorischen Funktionen
F83Kombinierte umschriebene EntwicklungsstörungenMorbi-RSA25
F84.-Tief greifende Entwicklungsstörungen
F88Andere EntwicklungsstörungenMorbi-RSA25
F89Nicht näher bezeichnete EntwicklungsstörungMorbi-RSA25

Diagnosehäufigkeit

Zusammengezählt über alle Kodes unter F80-F89.

Rang 162 von 227 auf derselben Katalogebene · 0,051 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 7 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr10354491,1 %3,6
1 bis unter 5 Jahre3.0222.06795533 %6,3
5 bis unter 10 Jahre3.0562.16988733 %12,1
10 bis unter 15 Jahre1.04271233011 %28,9
15 bis unter 18 Jahre5463302165,9 %29,0
18 bis unter 20 Jahre249175742,7 %31,5
20 bis unter 25 Jahre4853531325,3 %27,7
25 bis unter 30 Jahre250181692,7 %26,7
30 bis unter 35 Jahre149112371,6 %29,0
35 bis unter 40 Jahre10074261,1 %20,5
40 bis unter 45 Jahre6248140,67 %16,5
45 bis unter 50 Jahre5747100,62 %33,9
50 bis unter 55 Jahre3421130,37 %23,7
55 bis unter 60 Jahre342680,37 %29,5
60 bis unter 65 Jahre181710,20 %29,7
65 bis unter 70 Jahre9720,098 %45,2
70 bis unter 75 Jahre2110,022 %10,5
75 bis unter 80 Jahre2200,022 %26,0
80 bis unter 85 Jahre00041,0
85 bis unter 90 Jahre1100,011 %8,0
90 bis unter 95 Jahre1010,011 %
ab 95 Jahren1010,011 %

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 3,6 Tagen (unter 1 Jahr) und ⌀ 31,5 Tagen (18 bis unter 20 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung23

8.915 Fälle

Überwiegend Pädiatrie (63 %)

  • Pädiatrie63 %5.649
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie14 %1.249
  • Allgemeine Psychiatrie13 %1.139
  • Neurologie7,4 %656
  • Sonstige Fachabteilung1,00 %89
  • Übrige 11 Abteilungen1,5 %133
▸ Übrige einzeln
  • Innere Medizin0,63 %56
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,40 %36
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,22 %20
  • Kinderchirurgie0,10 %9
  • Intensivmedizin0,056 %5
  • Neonatologie0,022 %2
  • Chirurgie0,011 %1
  • Gastroenterologie0,011 %1
  • Geriatrie0,011 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,011 %1
  • Neurochirurgie0,011 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter F80-F89.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Entwicklungsstörungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 20102026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte