D68.- Sonstige Koagulopathien

ICD-10-GM 2025Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
ZE in SubkodesSubkodes dieser Schlüsselnummer sind in Anlage 7 2 Zusatzentgelten zugeordnet — welche, steht unten.
⚖ Regellage1 SEG-4-Empfehlung · 1 offene Streitfrage · zuletzt 01.01.2021 — Regeln außerhalb des Katalogs
Exklusive:

Als Komplikation bei(m): Abort, Extrauteringravidität oder Molenschwangerschaft O00-O07 O08.1

Als Komplikation bei(m): Schwangerschaft, Geburt oder Wochenbett O45.0 O46.0 O67.0 O72.3

Regeln außerhalb des Katalogs1

Ein Patient wird wegen eines nichttraumatischen Rektusscheidenhämatoms unter Phenprocoumon-Einnahme (INR im therapeutischen Bereich) aufgenommen. Was ist die Hauptdiagnose?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes9

D68.0- Willebrand-Jürgens-SyndromAmbulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 1ATC: 5
D68.1 Hereditärer Faktor-XI-MangelCCL:23ZE: ZE2025-97Morbi-RSA⚖ 1
D68.2- Hereditärer Mangel an sonstigen GerinnungsfaktorenAmbulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 1
D68.3- Hämorrhagische Diathese durch Antikoagulanzien und AntikörperAmbulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 3
D68.4 Erworbener Mangel an GerinnungsfaktorenCCL:123ZE: ZE2025-139Morbi-RSA⚖ 5
D68.5 Primäre ThrombophilieCCL:123Morbi-RSA⚖ 4
D68.6 Sonstige ThrombophilienCCL:123Morbi-RSA⚖ 1
D68.8 Sonstige näher bezeichnete KoagulopathienCCL:123ZE: ZE2025-139Morbi-RSA⚖ 5
D68.9 Koagulopathie, nicht näher bezeichnetCCL:123ZE: ZE2025-139Morbi-RSA⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

2.249 Fälle · 53 % Männer · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 44 % Innere Medizin’24

Zusammengezählt über alle Kodes unter D68.-.

Rang 667 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,013 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 76 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr14680,62 %10,3
1 bis unter 5 Jahre2814141,2 %3,8
5 bis unter 10 Jahre201190,89 %3,2
10 bis unter 15 Jahre3416181,5 %4,2
15 bis unter 18 Jahre2615111,2 %4,3
18 bis unter 20 Jahre10370,44 %9,8
20 bis unter 25 Jahre2410141,1 %3,7
25 bis unter 30 Jahre229130,98 %5,2
30 bis unter 35 Jahre3114171,4 %5,2
35 bis unter 40 Jahre4520252,0 %5,2
40 bis unter 45 Jahre4925242,2 %7,8
45 bis unter 50 Jahre5322312,4 %10,0
50 bis unter 55 Jahre7338353,2 %7,1
55 bis unter 60 Jahre11669475,2 %10,3
60 bis unter 65 Jahre15598576,9 %7,6
65 bis unter 70 Jahre17299737,6 %7,3
70 bis unter 75 Jahre216124929,6 %10,3
75 bis unter 80 Jahre26414911512 %8,4
80 bis unter 85 Jahre42221620619 %8,7
85 bis unter 90 Jahre32917315615 %7,6
90 bis unter 95 Jahre12353705,5 %6,8
ab 95 Jahren237161,0 %5,8

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 6,8 Tagen (90 bis unter 95 Jahre) und ⌀ 10,3 Tagen (70 bis unter 75 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

2.240 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Chirurgie (44 % und 12 %)

  • Innere Medizin44 %975
  • Chirurgie12 %258
  • Kardiologie5,9 %133
  • Urologie5,8 %130
  • Gastroenterologie5,6 %126
  • Übrige 25 Abteilungen28 %618
▸ Übrige einzeln
  • Hämatologie und internistische Onkologie4,6 %102
  • Pädiatrie4,1 %92
  • Unfallchirurgie2,1 %47
  • Nephrologie1,8 %40
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe1,7 %39
  • Sonstige Fachabteilung1,5 %33
  • Herzchirurgie1,4 %32
  • Orthopädie1,4 %31
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie1,3 %30
  • Gefäßchirurgie1,2 %26
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde1,0 %23
  • Geriatrie0,98 %22
  • Rheumatologie0,80 %18
  • Intensivmedizin0,71 %16
  • Neurologie0,58 %13
  • Pneumologie0,54 %12
  • Dermatologie0,49 %11
  • Kinderkardiologie0,27 %6
  • Neonatologie0,27 %6
  • Kinderchirurgie0,22 %5
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,18 %4
  • Neurochirurgie0,18 %4
  • Endokrinologie0,13 %3
  • Geburtshilfe0,089 %2
  • Thoraxchirurgie0,045 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Zusatzentgelte der Subkodes2

ZE2025-139
Gabe von Blutgerinnungsfaktorenindividuell
▸ 3 Fußnoten des Katalogs
  • Nach Paragraf 5 Abs. 2 Satz 3 FPV 2025 ist für diese Zusatzentgelte das bisher krankenhausindividuell vereinbarte Entgelt der Höhe nach bis zum Beginn des Wirksamwerdens der neuen Budgetvereinbarung weiter zu erheben. Dies gilt auch, sofern eine Anpassung der entsprechenden OPS-Kodes erfolgt sein sollte.
  • Die jeweils zugehörigen ICD-Kodes und -Texte sind in Anlage 7 aufgeführt.
  • Für das Jahr 2025 gilt ein Schwellenwert in der Höhe von 6.000 € für die Summe der im Rahmen der Behandlung des Patienten für Blutgerinnungsfaktoren angefallenen Beträge. Ab Überschreitung dieses Schwellenwertes ist der gesamte für die Behandlung des Patienten mit Blutgerinnungsfaktoren angefallene Betrag abzurechnen.
ZE2025-97
Behandlung von Blutern mit Blutgerinnungsfaktorenindividuell
▸ 2 Fußnoten des Katalogs
  • Nach Paragraf 5 Abs. 2 Satz 3 FPV 2025 ist für diese Zusatzentgelte das bisher krankenhausindividuell vereinbarte Entgelt der Höhe nach bis zum Beginn des Wirksamwerdens der neuen Budgetvereinbarung weiter zu erheben. Dies gilt auch, sofern eine Anpassung der entsprechenden OPS-Kodes erfolgt sein sollte.
  • Die jeweils zugehörigen ICD-Kodes und -Texte sind in Anlage 7 aufgeführt.

Änderungen

2010Bestand
Sonstige Koagulopathien

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2025 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte