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PD012aMehrfachkodierung

VerwendungKodierrichtlinie — für die Kodierung von Fällen in psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen (PEPP, § 17d KHG) verbindlich; sie geht den Hinweisen der Klassifikationen vor, soweit sie etwas anderes bestimmt.
29 ICDDiagnoseschlüssel, die der Regeltext oder seine Tabellen nennen. Sie sind dort verlinkt und stehen unten als Liste.
Beispiele: 2Kodes, die nur in den Beispielen vorkommen. Sie zeigen die Anwendung, sind aber nicht Gegenstand der Richtlinie — auf ihren Kodeseiten erscheint die Richtlinie deshalb nicht.
Fassungen: 62026 PD012a · 2025 PD012a · 2024 PD012a · 2023 PD012a · 2022 PD012a · 2020 PD012a
6 Min. LesezeitGrobe Schätzung nach der Länge des Volltextes — die amtliche Fassung nennt keinen Umfang.

Wortlaut der Richtlinie

Anmerkung: Erläuterungen, die mit den entsprechenden Abschnitten aus dem Regelwerk für die WHO-Ausgabe der ICD-10 (Band II) identisch sind, sind am Ende mit „(WHO)“ gekennzeichnet.

Mehrfachkodierung ist in den folgenden Fällen erforderlich:

Ätiologie- und Manifestationsverschlüsselung: „Kreuz - Stern - System”

Schlüsselnummern für Ätiologie, auch Primär-Diagnoseschlüssel genannt, (zugrunde liegende Ursache) werden durch das Kreuz-Symbol (†) und Manifestations-Schlüsselnummern, auch Sekundär-Diagnoseschlüssel genannt, durch das Stern-Symbol (*) gekennzeichnet. Zu kodieren ist in derselben Reihenfolge, in der sie im Alphabetischen Verzeichnis oder im Systematischen Verzeichnis der ICD-10-GM erscheinen, d.h. die Ätiologie-Schlüsselnummer, gefolgt von der Manifestations-Schlüsselnummer.

Diese Reihenfolge für die Ätiologie-/Manifestationsverschlüsselung gilt nur für das Kreuz-/Stern-System. Die Hauptdiagnosenregelung der DKR-Psych PD002 erfährt somit außerhalb der Kreuz-/Stern-Systematik in Bezug auf die Reihenfolge von Ätiologie-/Manifestationskodes keine Einschränkung. Ein Primär-Diagnoseschlüssel gilt für alle folgenden Sekundär-Diagnoseschlüssel bis zum Auftreten eines neuen Primär-Diagnoseschlüssels.

Ausrufezeichenkodes

Sowohl in der ICD-10-GM als auch in der Datenübermittlungsvereinbarung nach § 301 SGB V werden die Ausrufezeichenkodes (z.B.U69.40!) als „optionale“ Schlüsselnummern bezeichnet.

Einen Überblick über einige mit Ausrufezeichen gekennzeichneten ICD-Kodes/Kategorien bietet Tabelle 1.

Tabelle 1: Mit einem Ausrufezeichen gekennzeichnete Kategorien/Kodes:

B95!–B98!Bakterien, Viren und sonstige Infektionserreger als Ursache von Krankheiten, die in anderen Kapiteln klassifiziert sind
G82.6-!Funktionale Höhe der Schädigung des Rückenmarkes
K72.7-!Hepatische Enzephalopathie und Coma hepaticum
K74.7-!Klinische Stadien der Leberzirrhose
L40.7-!Schweregrad der Psoriasis
O09.–!Schwangerschaftsdauer
U07.0!Gesundheitsstörung im Zusammenhang mit dem Gebrauch von E-Zigaretten [Vaporizer]
U07.1!COVID-19, Virus nachgewiesen
U07.2!COVID-19, Virus nicht nachgewiesen
U09.9!Post-COVID-19-Zustand, nicht näher bezeichnet
U12.9!Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen, nicht näher bezeichnet
U60.–!Klinische Kategorien der HIV-Krankheit
U61.–!Anzahl der T-Helferzellen bei HIV-Krankheit
U62.–!Zytogenetische und molekulargenetische Differenzierungen bei Neubildungen
U63.–!Psychische und Verhaltensstörungen bei Demenz
U69.2-!Sekundäre Schlüsselnummern für besondere epidemiologische Zwecke
U69.3-!Sekundäre Schlüsselnummern für die Art des Konsums psychotroper Substanzen bei durch diese verursachten psychischen und Verhaltensstörungen
U69.40!Rekurrente Infektion mit Clostridium difficile
U69.5-!Sekundäre Schlüsselnummern zur Angabe mehrerer Regionen bei sekundärer und nicht näher bezeichneter bösartiger Neubildung der Lymphknoten
U69.6!Sekundäre Schlüsselnummer zur Spezifizierung eines Hustens als chronisch idiopathisch oder chronisch refraktär
U69.7-!Sekundäre Schlüsselnummern zur Angabe des Schweregrades einer Hypoglykämie, des Vorliegens einer Hypoglykämiewahrnehmungsstörung oder einer Insulinresistenz
U69.8-!Sekundäre Schlüsselnummern zur Spezifizierung des zeitlichen Bezugs einer Sepsis und eines septischen Schocks zur stationären Krankenhausaufnahme
U80!–U85!Infektionserreger mit Resistenzen gegen bestimmte Antibiotika oder Chemotherapeutika
U99.0!Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2
V, W, X, YAlle Schlüsselnummern aus Kapitel XX (Äußere Ursachen von Morbidität und Mortalität)
Z33!Schwangerschaftsfeststellung als Nebenbefund
Z50.–!Rehabilitationsmaßnahmen
Z54.–!Rekonvaleszenz

Hinweis der Selbstverwaltung: Mit einem Ausrufezeichen gekennzeichnete sekundäre Schlüsselnummern sind zum Teil optional. In aus klinischer Sicht sinnvollen Fällen sollen sie angegeben werden, insbesondere dann, wenn dies zur Abbildung des Behandlungsaufwandes notwendig ist.

Kodes, die diese Richtlinie regelt29

B95.-!Streptokokken und Staphylokokken als Ursache von Krankheiten, die in anderen Kapiteln klassifiziert sind
B98.-!Sonstige näher bezeichnete infektiöse Erreger als Ursache von Krankheiten, die in anderen Kapiteln klassifiziert sind
G82.6-!Funktionale Höhe der Schädigung des Rückenmarkes
K72.7-!Hepatische Enzephalopathie und Coma hepaticum
K74.7-!Klinische Stadien der Leberzirrhose
L40.7-!Schweregrad der Psoriasis
O09.-!Schwangerschaftsdauer
U07.0!Gesundheitsstörung im Zusammenhang mit dem Gebrauch von E-Zigaretten [Vaporizer]
U07.1!COVID-19, Virus nachgewiesen
U07.2!COVID-19, Virus nicht nachgewiesen
U09.9!Post-COVID-19-Zustand, nicht näher bezeichnet
U12.9!Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen, nicht näher bezeichnet
U60.-!Klinische Kategorien der HIV-Krankheit
U61.-!Anzahl der T-Helferzellen bei HIV-Krankheit
U62.-!Zytogenetische und molekulargenetische Differenzierungen bei Neubildungen
U63.-!Psychische und Verhaltensstörungen bei Demenz
▸ noch 13 Einträge
U69.2-!Sekundäre Schlüsselnummern für besondere epidemiologische Zwecke
U69.3-!Sekundäre Schlüsselnummern für die Art des Konsums psychotroper Substanzen bei durch diese verursachten psychischen und Verhaltensstörungen
U69.40!Rekurrente Infektion mit Clostridium difficile
U69.5-!Sekundäre Schlüsselnummern zur Angabe mehrerer Regionen bei sekundärer und nicht näher bezeichneter bösartiger Neubildung der Lymphknoten
U69.6!Sekundäre Schlüsselnummer zur Spezifizierung eines Hustens als chronisch idiopathisch und chronisch refraktär
U69.7-!Sekundäre Schlüsselnummern zur Angabe des Schweregrades einer Hypoglykämie, des Vorliegens einer Hypoglykämiewahrnehmungsstörung oder einer Insulinresistenz
U69.8-!Sekundäre Schlüsselnummern zur Spezifizierung des zeitlichen Bezugs einer Sepsis und eines septischen Schocks zur stationären Krankenhausaufnahme
U80.-!Grampositive Erreger mit bestimmten Antibiotikaresistenzen, die besondere therapeutische oder hygienische Maßnahmen erfordern
U85!Humanes Immundefizienz-Virus mit Resistenz gegen Virustatika oder Proteinaseinhibitoren
U99.0!Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2
Z33!Schwangerschaftsfeststellung als Nebenbefund
Z50.-!Rehabilitationsmaßnahmen
Z54.-!Rekonvaleszenz

Kodes nur in Beispielen2

F00.0*Demenz bei Alzheimer-Krankheit, mit frühem Beginn (Typ 2)
G30.0Alzheimer-Krankheit mit frühem Beginn