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F23.-Akute vorübergehende psychotische Störungen

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
Definition:

Eine heterogene Gruppe von Störungen, die durch den akuten Beginn der psychotischen Symptome, wie Wahnvorstellungen, Halluzinationen und andere Wahrnehmungsstörungen, und durch eine schwere Störung des normalen Verhaltens charakterisiert sind. Der akute Beginn wird als Crescendo-Entwicklung eines eindeutig abnormen klinischen Bildes innerhalb von 2 Wochen oder weniger definiert. Bei diesen Störungen gibt es keine Hinweise für eine organische Verursachung. Ratlosigkeit und Verwirrtheit kommen häufig vor, die zeitliche, örtliche und personale Desorientiertheit ist jedoch nicht andauernd oder schwer genug, um die Kriterien für ein organisch verursachtes Delir (F05.-) zu erfüllen. Eine vollständige Besserung erfolgt in der Regel innerhalb weniger Monate, oft bereits nach wenigen Wochen oder nur Tagen. Wenn die Störung weiter besteht, wird eine Änderung der Kodierung notwendig. Die Störung kann im Zusammenhang mit einer akuten Belastung stehen, definiert als belastendes Ereignis ein oder zwei Wochen vor Beginn der Störung.

Subkodes6

F23.0Akute polymorphe psychotische Störung ohne Symptome einer SchizophrenieMorbi-RSA’25
F23.1Akute polymorphe psychotische Störung mit Symptomen einer SchizophrenieMorbi-RSA’25
F23.2Akute schizophreniforme psychotische StörungMorbi-RSA’25
F23.3Sonstige akute vorwiegend wahnhafte psychotische StörungenMorbi-RSA’25ATC:14’25
F23.8Sonstige akute vorübergehende psychotische StörungenMorbi-RSA’25
F23.9Akute vorübergehende psychotische Störung, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA’25

Diagnosehäufigkeit

Zusammengezählt über alle Kodes unter F23.-.

Rang 302 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,059 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 32, der Frauen ab etwa 39 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre1100,009 %–
5 bis unter 10 Jahre2110,019 %8,6
10 bis unter 15 Jahre9146450,86 %28,6
15 bis unter 18 Jahre3552161393,4 %25,7
18 bis unter 20 Jahre5093341754,8 %21,9
20 bis unter 25 Jahre1.32890042813 %21,2
25 bis unter 30 Jahre1.47590756814 %19,9
30 bis unter 35 Jahre1.48587561014 %18,9
35 bis unter 40 Jahre1.28065162912 %18,4
40 bis unter 45 Jahre9734774969,2 %18,7
45 bis unter 50 Jahre7233483756,8 %20,2
50 bis unter 55 Jahre6212433785,9 %19,6
55 bis unter 60 Jahre5492233265,2 %21,6
60 bis unter 65 Jahre4221692534,0 %18,8
65 bis unter 70 Jahre262951672,5 %21,9
70 bis unter 75 Jahre171601111,6 %18,7
75 bis unter 80 Jahre12738891,2 %20,1
80 bis unter 85 Jahre11131801,0 %17,9
85 bis unter 90 Jahre6917520,65 %13,6
90 bis unter 95 Jahre275220,26 %10,8
ab 95 Jahren7160,066 %8,4

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 17,9 Tagen (80 bis unter 85 Jahre) und ⌀ 28,6 Tagen (10 bis unter 15 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

10.299 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (89 %)

  • Allgemeine Psychiatrie89 %9.175
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie3,5 %360
  • Innere Medizin2,8 %287
  • Neurologie2,5 %257
  • Pädiatrie0,79 %81
  • Übrige 13 Abteilungen1,3 %139
▸ Übrige einzeln
  • Intensivmedizin0,35 %36
  • Kardiologie0,25 %26
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,21 %22
  • Gastroenterologie0,15 %15
  • Geriatrie0,12 %12
  • Chirurgie0,058 %6
  • Unfallchirurgie0,058 %6
  • Pneumologie0,049 %5
  • Sonstige Fachabteilung0,049 %5
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,029 %3
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,010 %1
  • Nephrologie0,010 %1
  • Orthopädie0,010 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Akute vorübergehende psychotische Störungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte