Die schizophrenen Störungen sind im Allgemeinen durch grundlegende und charakteristische Störungen von Denken und Wahrnehmung sowie inadäquate oder verflachte Affekte gekennzeichnet. Die Bewusstseinsklarheit und intellektuellen Fähigkeiten sind in der Regel nicht beeinträchtigt, obwohl sich im Laufe der Zeit gewisse kognitive Defizite entwickeln können. Die wichtigsten psychopathologischen Phänomene sind Gedankenlautwerden, Gedankeneingebung oder Gedankenentzug, Gedankenausbreitung, Wahnwahrnehmung, Kontrollwahn, Beeinflussungswahn oder das Gefühl des Gemachten, Stimmen, die in der dritten Person den Patienten kommentieren oder über ihn sprechen, Denkstörungen und Negativsymptome.
Der Verlauf der schizophrenen Störungen kann entweder kontinuierlich episodisch mit zunehmenden oder stabilen Defiziten sein, oder es können eine oder mehrere Episoden mit vollständiger oder unvollständiger Remission auftreten.
Die Diagnose Schizophrenie soll bei ausgeprägten depressiven oder manischen Symptomen nicht gestellt werden, es sei denn, schizophrene Symptome wären der affektiven Störung vorausgegangen. Ebenso wenig ist eine Schizophrenie bei eindeutiger Gehirnerkrankung, während einer Intoxikation oder während eines Entzugssyndroms zu diagnostizieren. Ähnliche Störungen bei Epilepsie oder anderen Hirnerkrankungen sollen unter F06.2 kodiert werden, die durch psychotrope Substanzen bedingten psychotischen Störungen unter F10-F19, vierte Stelle .5.
Schizophrene Reaktion F23.2
Schizophrenie: akut (undifferenziert) F23.2
Schizophrenie: zyklisch F25.2
Schizotype Störung F21
Zusammengezählt über alle Kodes unter F20.-.
Rang 51 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,45 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 39, der Frauen ab etwa 48 Jahren
| Altersgruppe | Fälle | Männer | Frauen | Anteil | ⌀ Tage |
|---|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 1 bis unter 5 Jahre | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 5 bis unter 10 Jahre | 3 | 3 | 0 | 0,004 % | 15,7 |
| 10 bis unter 15 Jahre | 119 | 39 | 80 | 0,15 % | 62,6 |
| 15 bis unter 18 Jahre | 524 | 300 | 224 | 0,65 % | 52,2 |
| 18 bis unter 20 Jahre | 969 | 669 | 300 | 1,2 % | 39,5 |
| 20 bis unter 25 Jahre | 5.383 | 4.026 | 1.357 | 6,7 % | 38,1 |
| 25 bis unter 30 Jahre | 9.338 | 7.161 | 2.177 | 12 % | 35,7 |
| 30 bis unter 35 Jahre | 9.836 | 7.254 | 2.582 | 12 % | 34,4 |
| 35 bis unter 40 Jahre | 10.298 | 7.194 | 3.104 | 13 % | 33,9 |
| 40 bis unter 45 Jahre | 9.976 | 6.811 | 3.165 | 12 % | 33,7 |
| 45 bis unter 50 Jahre | 7.340 | 4.657 | 2.683 | 9,1 % | 34,9 |
| 50 bis unter 55 Jahre | 6.634 | 3.666 | 2.968 | 8,2 % | 36,0 |
| 55 bis unter 60 Jahre | 7.082 | 3.683 | 3.399 | 8,8 % | 38,0 |
| 60 bis unter 65 Jahre | 5.669 | 2.732 | 2.937 | 7,0 % | 37,1 |
| 65 bis unter 70 Jahre | 3.569 | 1.509 | 2.060 | 4,4 % | 36,9 |
| 70 bis unter 75 Jahre | 2.049 | 720 | 1.329 | 2,5 % | 39,0 |
| 75 bis unter 80 Jahre | 824 | 239 | 585 | 1,0 % | 39,7 |
| 80 bis unter 85 Jahre | 580 | 133 | 447 | 0,72 % | 34,9 |
| 85 bis unter 90 Jahre | 241 | 48 | 193 | 0,30 % | 30,6 |
| 90 bis unter 95 Jahre | 40 | 4 | 36 | 0,050 % | 25,4 |
| ab 95 Jahren | 5 | 0 | 5 | 0,006 % | 85,0 |
Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.
Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (98 %)
Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.
Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte
Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.
Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte