H90.- Hörverlust durch Schallleitungs- oder Schallempfindungsstörung

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Schwerhörigkeit oder Taubheit, angeboren

Exklusive:

Hörsturz (idiopathisch) H91.2

Hörverlust: lärminduziert H83.3

Hörverlust: ototoxisch H91.0

Hörverlust: o.n.A. H91.9

Schwerhörigkeit oder Taubheit o.n.A. H91.9

▸ noch 1 Angaben
Exklusive:

Taubstummheit, anderenorts nicht klassifiziert H91.3

Regeln außerhalb des Katalogs1

Die Diagnosen Schwerhörigkeit und Taubheit können mit einem passenden Kode aus den Kategorien

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes9

H90.0 Beidseitiger Hörverlust durch SchallleitungsstörungMorbi-RSA⚖ 1
H90.1 Einseitiger Hörverlust durch Schallleitungsstörung bei nicht eingeschränktem Hörvermögen der anderen SeiteMorbi-RSA⚖ 1
H90.2 Hörverlust durch Schallleitungsstörung, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA⚖ 1
H90.3 Beidseitiger Hörverlust durch SchallempfindungsstörungMorbi-RSA⚖ 1
H90.4 Einseitiger Hörverlust durch Schallempfindungsstörung bei nicht eingeschränktem Hörvermögen der anderen SeiteMorbi-RSA⚖ 1
H90.5 Hörverlust durch Schallempfindungsstörung, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA⚖ 1
H90.6 Kombinierter beidseitiger Hörverlust durch Schallleitungs- und SchallempfindungsstörungMorbi-RSA⚖ 1
H90.7 Kombinierter einseitiger Hörverlust durch Schallleitungs- und Schallempfindungsstörung bei nicht eingeschränktem Hörvermögen der anderen SeiteMorbi-RSA⚖ 1
H90.8 Kombinierter Hörverlust durch Schallleitungs- und Schallempfindungsstörung, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

6.311 Fälle · 52 % Männer · Gipfel 1 bis unter 5 Jahre · 90 % Hals-Nasen-Ohrenheilkunde’22

Zusammengezählt über alle Kodes unter H90.-.

Rang 398 von 1.540 auf derselben Katalogebene · 0,037 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 50 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr4332491846,9 %2,6
1 bis unter 5 Jahre73344029312 %2,8
5 bis unter 10 Jahre3832041796,1 %3,1
10 bis unter 15 Jahre186104822,9 %3,3
15 bis unter 18 Jahre9553421,5 %3,1
18 bis unter 20 Jahre4927220,78 %3,3
20 bis unter 25 Jahre14559862,3 %3,4
25 bis unter 30 Jahre15679772,5 %3,4
30 bis unter 35 Jahre194921023,1 %3,2
35 bis unter 40 Jahre2471151323,9 %3,2
40 bis unter 45 Jahre2651181474,2 %3,7
45 bis unter 50 Jahre2951361594,7 %3,3
50 bis unter 55 Jahre4121842286,5 %3,7
55 bis unter 60 Jahre5202602608,2 %3,6
60 bis unter 65 Jahre5012792227,9 %3,7
65 bis unter 70 Jahre4732412327,5 %3,8
70 bis unter 75 Jahre4792462337,6 %4,0
75 bis unter 80 Jahre3521791735,6 %4,1
80 bis unter 85 Jahre3041491554,8 %4,2
85 bis unter 90 Jahre8037431,3 %4,1
90 bis unter 95 Jahre8530,13 %5,8
ab 95 Jahren1010,016 %11,0

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,6 Tagen (unter 1 Jahr) und ⌀ 4,2 Tagen (80 bis unter 85 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

6.311 Fälle

Überwiegend Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (90 %)

  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde90 %5.666
  • Pädiatrie6,6 %416
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe2,5 %155
  • Geburtshilfe0,30 %19
  • Kinderchirurgie0,21 %13
  • Übrige 9 Abteilungen0,67 %42
▸ Übrige einzeln
  • Innere Medizin0,16 %10
  • Kinderkardiologie0,14 %9
  • Neurologie0,13 %8
  • Intensivmedizin0,079 %5
  • Neurochirurgie0,063 %4
  • Neonatologie0,048 %3
  • Chirurgie0,016 %1
  • Dermatologie0,016 %1
  • Orthopädie0,016 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Hörverlust durch Schallleitungs- oder Schallempfindungsstörung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte