H90.5 Hörverlust durch Schallempfindungsstörung, nicht näher bezeichnet

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAFremdkörper im Hals-Nasen-Ohren-Trakt, Hörverlust und erworbene Stenose des äußeren Gehörgangs — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Orpha: 9Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE 9 Seltene Erkrankungen mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Angeborene Schwerhörigkeit oder Taubheit o.n.A.

Hörverlust: neural o.n.A.

Hörverlust: perzeptiv o.n.A.

Hörverlust: sensorineural o.n.A.

Hörverlust: sensorisch o.n.A.

Hörverlust: zentral o.n.A.

Schallempfindungsschwerhörigkeit o.n.A.

Regeln außerhalb des Katalogs1

gilt über H90.-

Die Diagnosen Schwerhörigkeit und Taubheit können mit einem passenden Kode aus den Kategorien

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

866 Fälle · 51 % Frauen · Gipfel 1 bis unter 5 Jahre · 90 % Hals-Nasen-Ohrenheilkunde’22

Rang 1790 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,005 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 53 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr92524011 %2,6
1 bis unter 5 Jahre107664112 %2,3
5 bis unter 10 Jahre4523225,2 %2,6
10 bis unter 15 Jahre201372,3 %2,7
15 bis unter 18 Jahre2200,23 %4,5
18 bis unter 20 Jahre7250,81 %3,7
20 bis unter 25 Jahre12481,4 %3,4
25 bis unter 30 Jahre15691,7 %3,3
30 bis unter 35 Jahre207132,3 %3,0
35 bis unter 40 Jahre176112,0 %3,4
40 bis unter 45 Jahre279183,1 %3,7
45 bis unter 50 Jahre4116254,7 %3,4
50 bis unter 55 Jahre5324296,1 %3,8
55 bis unter 60 Jahre6832367,9 %4,0
60 bis unter 65 Jahre6735327,7 %3,6
65 bis unter 70 Jahre7535408,7 %3,7
70 bis unter 75 Jahre7736418,9 %4,4
75 bis unter 80 Jahre6434307,4 %4,2
80 bis unter 85 Jahre4314295,0 %4,4
85 bis unter 90 Jahre12571,4 %3,8
90 bis unter 95 Jahre1100,12 %3,0
ab 95 Jahren1010,12 %11,0

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 2,3 Tagen (1 bis unter 5 Jahre) und ⌀ 4,4 Tagen (70 bis unter 75 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

6.311 Fälle

Überwiegend Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (90 %)

  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde90 %5.666
  • Pädiatrie6,6 %416
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe2,5 %155
  • Geburtshilfe0,30 %19
  • Kinderchirurgie0,21 %13
  • Übrige 9 Abteilungen0,67 %42
▸ Übrige einzeln
  • Innere Medizin0,16 %10
  • Kinderkardiologie0,14 %9
  • Neurologie0,13 %8
  • Intensivmedizin0,079 %5
  • Neurochirurgie0,063 %4
  • Neonatologie0,048 %3
  • Chirurgie0,016 %1
  • Dermatologie0,016 %1
  • Orthopädie0,016 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu H90.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis43

Angeborene Schwerhörigkeit
Primärschlüssel
Angeborene Taubheit
Primärschlüssel
ANOA [Auditorische Neuropathie und Optikusatrophie]
542585Zwei Primärschlüssel
Auditorische Neuropathie und Optikusatrophie
542585Zwei Primärschlüssel
DIAPH1-assoziiertes Syndrom der sensorineuralen Schwerhörigkeit mit Thrombozytopenie
494444Zwei Primärschlüssel
Innenohrschwerhörigkeit
Primärschlüssel
Isolierte mitochondriale neurosensorische Schwerhörigkeit
90641Primärschlüssel
Isolierter mitochondrial bedingter neurosensorischer Hörverlust
90641Primärschlüssel
Kochleare Schwerhörigkeit
Primärschlüssel
Kongenitale Schwerhörigkeit a.n.k.
Primärschlüssel
Kongenitale Taubheit a.n.k.
Primärschlüssel
Labyrinthschwerhörigkeit
Primärschlüssel
Mitochondriale nicht-syndromale sensorineurale Schwerhörigkeit
90641Primärschlüssel
Mitochondriale nichtsyndromale sensorineurale Schwerhörigkeit mit erhöhter Empfindlichkeit gegen Aminoglykoside
90641Primärschlüssel
Neuraler Hörverlust
Primärschlüssel
Nicht-syndromale genetisch bedingte Schwerhörigkeit
87884Primärschlüssel
▸ noch 27 Einträge
Perzeptionsschwerhörigkeit
Primärschlüssel
Perzeptiver Hörverlust
Primärschlüssel
Postlinguale nichtsyndromale genetisch bedingte Schwerhörigkeit
Primärschlüssel
Prälinguale nichtsyndromale genetisch bedingte Schwerhörigkeit
Primärschlüssel
Progressive sensorineurale Schwerhörigkeit mit hypertropher Kardiomyopathie
228012Zwei Primärschlüssel
Retrokochleäre Taubheit
Primärschlüssel
Rindentaubheit
Primärschlüssel
Schallempfindungsschwerhörigkeit
Primärschlüssel
Schwerhörigkeit durch Schallempfindungsstörung
Primärschlüssel
Schwerhörigkeit mit Albinismus
998Primärschlüssel
Sensorineurale Schwerhörigkeit mit frühzeitigem Ergrauen und essentiellem Tremor
66633Zwei Primärschlüssel
Sensorineuraler Hörverlust
Primärschlüssel
Sensorischer Hörverlust
Primärschlüssel
Syndrom der sensorineuralen Schwerhörigkeit mit hochgradiger Myopie
363396Primärschlüssel
Taubheit durch Schallempfindungsstörung
Primärschlüssel
Zentrale Taubheit
Primärschlüssel
Zentraler Hörverlust
Primärschlüssel
Zentral-neurale Hörminderung
Primärschlüssel
Kochleosakkuläre Degeneration mit Katarakt
3233Kreuz / Stern
Harboyan-Syndrom
1490Zwei Primärschlüssel
Hornhautdystrophie mit Schallempfindungs-Schwerhörigkeit
1490Zwei Primärschlüssel
Duane-Retraktionssyndrom mit kongenitaler Schwerhörigkeit
529574Zwei Primärschlüssel
SANDD [Sinoatrial node dysfunction and deafness]-Syndrom
324321Zwei Primärschlüssel
Sinusknoten-Dysfunktion mit Schwerhörigkeit
324321Zwei Primärschlüssel
Familiäres steroid-resistentes nephrotisches Syndrom mit sensorineuraler Schwerhörigkeit
280406Zwei Primärschlüssel
Mengel-Konigsmark-Berlin-McKusick-Syndrom
3216Zwei Primärschlüssel
Nierenkelchdivertikel-Schwerhörigkeit-Syndrom
2838Zwei Primärschlüssel

Seltene Erkrankungen (Orpha)9

998
Albinismus-Schwerhörigkeit-SyndromADFN · Albinismus-Taubheit-Syndrom
542585
Auditorische Neuropathie-Optikusatrophie-Syndrom
363396
Hochgradige Myopie-sensorineurale Schwerhörigkeit-Syndrom
3233
Kochleosakkuläre Degeneration-Katarakt-SyndromSyndrom der cochleo-sacculären Degeneration mit Katarakt
90641
Mitochondriale nicht-syndromale SchwerhörigkeitSubtypHörverlust, isolierter neurosensorischer, mitochondrial bedingter · Mitochondriale isolierte sensorineurale Taubheit · +4
228012
Progressiver sensorineuraler Hörverlust-hypertrophe Kardiomyopathie-SyndromSyndrom der progressiven neurosensorischen Schwerhörigkeit mit hypertropher Kardiomyopathie
87884
Seltene nicht-syndromale Schwerhörigkeit, genetisch-bedingteICD: H90.3’26Seltener isolierter genetisch bedingter Hörverlust · Seltene isolierte genetisch bedingte Taubheit · +1
66633
Sensorineurale Schwerhörigkeit-frühes Ergrauen-essentieller Tremor-SyndromSyndrom der Schallempfindungsschwerhörigkeit mit frühem Ergrauen und essentiellen Tremor
494444
Sensorineuraler Hörverlust-Thrombozytopenie-Syndrom, DIAPH1-assoziiertesSensorineurale Schwerhörigkeit-Thrombozytopenie-Syndrom, DIAPH1-assoziiertes

Änderungen

2010Bestand
Hörverlust durch Schallempfindungsstörung, nicht näher bezeichnet

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte