G25.88 Sonstige näher bezeichnete extrapyramidale Krankheiten und Bewegungsstörungen

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAMorbus Parkinson ohne Dauermedikation / Essentieller Tremor und andere Bewegungsstörungen / Myopathien, andere Erkrankungen der neuromuskulären Synapse und sonstige degenerative Krankheiten des Nervensystems — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Orpha: 6Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE 6 Seltene Erkrankungen mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
⚖ Regellage1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Akathisie (behandlungsinduziert) (medikamenteninduziert)

Stiff-Person-Syndrom [Muskelstarre-Syndrom]

Kodierhinweis:

Soll die Substanz angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer (Kapitel XX) zu benutzen.

Regeln außerhalb des Katalogs1

gilt über G25.8-FoKA: Konsens

Aufnahme eines Patienten zur Polysomnografie mit Verdacht auf Schlafapnoesyndrom (SAS) bei auffälligem ambulanten Screening-Test, der wegen Tagesmüdigkeit und Schnarchen mit Aussetzern veranlasst wurde. Ein obstruktives SAS bestätigt sich. Es erfolgt die Einstellung auf nasales CPAP.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

2.878 Fälle · 59 % Frauen · Gipfel 60 bis unter 65 Jahre · 64 % Neurologie’22

Die Statistik weist G25.88 nicht einzeln aus — die Zahlen gehören zu G25.8 mit allen Subkodes.

Rang 874 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,017 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 63 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr161060,56 %15,5
1 bis unter 5 Jahre181080,63 %3,2
5 bis unter 10 Jahre302191,0 %3,6
10 bis unter 15 Jahre3323101,1 %2,6
15 bis unter 18 Jahre2613130,90 %3,0
18 bis unter 20 Jahre197120,66 %5,0
20 bis unter 25 Jahre3916231,4 %3,6
25 bis unter 30 Jahre5421331,9 %3,0
30 bis unter 35 Jahre6624422,3 %3,2
35 bis unter 40 Jahre7137342,5 %3,5
40 bis unter 45 Jahre9737603,4 %3,4
45 bis unter 50 Jahre13746914,8 %3,3
50 bis unter 55 Jahre2681171519,3 %4,2
55 bis unter 60 Jahre33712820912 %4,2
60 bis unter 65 Jahre37517120413 %4,7
65 bis unter 70 Jahre2671191489,3 %4,4
70 bis unter 75 Jahre2631101539,1 %6,1
75 bis unter 80 Jahre2511051468,7 %5,7
80 bis unter 85 Jahre30310819511 %5,2
85 bis unter 90 Jahre154421125,4 %7,3
90 bis unter 95 Jahre4815331,7 %7,0
ab 95 Jahren6240,21 %4,5

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 3,0 Tagen (25 bis unter 30 Jahre) und ⌀ 7,3 Tagen (85 bis unter 90 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

6.854 Fälle

Überwiegend Neurologie (64 %)

  • Neurologie64 %4.368
  • Innere Medizin14 %933
  • Pädiatrie11 %786
  • Neurochirurgie4,0 %276
  • Geriatrie1,5 %105
  • Übrige 22 Abteilungen5,6 %386
▸ Übrige einzeln
  • Pneumologie0,93 %64
  • Sonstige Fachabteilung0,74 %51
  • Allgemeine Psychiatrie0,63 %43
  • Neonatologie0,61 %42
  • Kardiologie0,54 %37
  • Gastroenterologie0,39 %27
  • Chirurgie0,32 %22
  • Intensivmedizin0,28 %19
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,23 %16
  • Nephrologie0,16 %11
  • Orthopädie0,16 %11
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,13 %9
  • Unfallchirurgie0,12 %8
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,10 %7
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,10 %7
  • Gefäßchirurgie0,044 %3
  • Geburtshilfe0,029 %2
  • Herzchirurgie0,029 %2
  • Rheumatologie0,029 %2
  • Augenheilkunde0,015 %1
  • Endokrinologie0,015 %1
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,015 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu G25.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis23

Akathisie
Primärschlüssel
Ballismussyndrom
Primärschlüssel
Behandlungsinduzierte Akathisie
Primärschlüssel
Biotin-responsive Störung der Basalganglien
65284Primärschlüssel
Familiäre kongenitale Spiegelbewegungen
238722Primärschlüssel
Familiäre Startle-Krankheit
3197Primärschlüssel
Hereditäre Hyperekplexie
3197Primärschlüssel
Kok-Krankheit
3197Primärschlüssel
Kongenitales Stiff-Man-Syndrom
3197Primärschlüssel
Medikamenteninduzierte Akathisie
Primärschlüssel
Moersch-Woltman-Syndrom
3198Primärschlüssel
Muskelstarre-Syndrom
Primärschlüssel
Neuroleptika-Akathisie
Primärschlüssel
Organischer Graphospasmus
Primärschlüssel
Organischer Schreibkrampf
Primärschlüssel
Shuddering attacks
Primärschlüssel
▸ noch 7 Einträge
Sporadische Hyperekplexie
306776Primärschlüssel
SPS [Stiff-Person-Syndrom]
3198Primärschlüssel
Stiff-Baby-Syndrom
3197Primärschlüssel
Stiff-man-Syndrom
3198Primärschlüssel
Stiff-Person-Syndrom
Primärschlüssel
Störung des zerebralen vesikulären Dopamin-Serotonin-Transportes
352649Primärschlüssel
Striopallidäre Krankheit a.n.k.
Primärschlüssel

Seltene Erkrankungen (Orpha)6

65284
Biotin-Thiamin-responsive Störung der BasalganglienBBGD · BTBGD · +1
3197
Hyperekplexie, hereditäreKok-Krankheit · Startle-Krankheit, familiäre · +2
306776
Hyperekplexie, sporadische
238722
Spiegelbewegungen, familiäre kongenitaleKontralaterale Synkinesie, isolierte kongenitale · Spiegelbewegungen, isolierte kongenitale · +1
3198
Stiff-person-Spektrum-StörungMoersch-Woltman-Syndrom · SMS · +4
352649
Störung des zerebralen vesikulären Dopamin-Serotonin-Transportes

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)13

C07AA
Beta-Adrenozeptorantagonisten, nichtselektivICD:E05.0E05.1E05.2+151
C07AB
Beta-Adrenozeptorantagonisten, selektivICD:G21.0G24.0G24.1+143
M03AX
Andere Muskelrelaxanzien, peripher wirkende MittelICD:G21.0G24.0G24.1+25
N03AA
Barbiturate und DerivateICD:G21.0G24.0G24.1+19
N03AE
Benzodiazepin-DerivateICD:G21.0G24.0G24.1+19
N03AF
Carboxamid-DerivateICD:F20.0F20.1F20.2+60
N03AX
Andere AntiepileptikaICD:F20.0F20.1F20.2+50
N04AA
Tertiäre AmineICD:G20.0-G20.00G20.01+32
N04AC
Tropinether oder Tropin-DerivateICD:G21.0G24.0G24.1+19
N04BA
Dopa und Dopa-DerivateICD:G20.0-G20.00G20.01+32
N04BB
Adamantan-DerivateICD:B01.2B05.2B33.4+55
N04BC
DopaminrezeptoragonistenICD:E22.0G20.0-G20.00+33
N07XX
Andere Mittel für das NervensystemICD:G21.0G24.0G24.1+40

Änderungen

2010Bestand
Sonstige näher bezeichnete extrapyramidale Krankheiten und Bewegungsstörungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte