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G20.01Primäres Parkinson-Syndrom mit fehlender oder geringer Beeinträchtigung: Mit Wirkungsfluktuation

ICD-10-GM 2027Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:123’26Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2, 3 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSA’26Morbus Parkinson mit Dauermedikation / Multiple Systematrophie vom zerebellären Typ [MSA-C] — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
30 – 124Altersbeschränkung: 30 Jahre – 124 Jahre (Kann-Kriterium). Außerhalb dieses Bereichs erzeugt der Grouper eine Warnung, akzeptiert den Kode aber.
Orpha: 3Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE 3 Seltene Erkrankungen mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs2

BfArM-FAQSchweregrad Parkinson bei Wirkungsfluktuation16.06.2015
seit Jahrgang 2006gilt über G20.0-

Wie kodiert man im Rahmen eines stationären Aufenthaltes den Schweregrad der Parkinson-Krankheit bei Patienten mit Wirkungsfluktuation?

Antwort anzeigen

seit ICD-10-GM 2006

Die Zuordnung des Schweregrades der Parkinson-Krankheit zu den Subkategorien G20.0-G20.2 ist nach der modifizierten Stadieneinteilung der Parkinson-Krankheit nach Hoehn und Yahr vorzunehmen.

Bei Wirkungsfluktuation kann die Zuordnung zu den Krankheitsstadien variieren, je nachdem, ob sich der Patient im Zustand vorhandener (ON) oder nicht vorhandener (OFF) Medikamentenwirkung befindet. Es ist das Stadium zu kodieren, das dem schlechtesten Zustand entspricht, der bei dem Patienten während des stationären Aufenthalts auftrat und dokumentiert wurde.

Beispiele:

Ein Patient im Stadium 4 wird wegen Wirkungsfluktuation mit Wechsel in OFF-Zustände aufgenommen; während des stationären Aufenthaltes sind im OFF-Zustand die Kriterien des Stadiums 5 erfüllt und dokumentiert. Als Schweregrad wird dann Stadium 5 kodiert.

Ein Patient im Stadium 4 wird wegen Wirkungsfluktuation mit Wechsel in OFF-Zustände aufgenommen, die anamnestisch den Kriterien des Stadiums 5 entsprechen, aber während des stationären Aufenthaltes nicht auftreten. Als Schweregrad wird dann Stadium 4 kodiert. Entscheidend für die Kodierung ist der schlechteste Zustand, den der Patient tatsächlich bei Aufnahme oder während des stationären Aufenthaltes gezeigt hat.

Wie sind Halluzinationen und/oder affektive Symptome, die im Rahmen einer bekannten Parkinson-Demenz auftreten und behandelt werden, zu verschlüsseln?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

5.249 Fälle · 64 % Männer · Gipfel 70 bis unter 75 Jahre · 83 % Neurologie’24

Die Statistik weist G20.01 nicht einzeln aus — die Zahlen gehören zu G20.0 mit allen Subkodes.

Rang 585 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,029 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 71 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre000––
15 bis unter 18 Jahre000––
18 bis unter 20 Jahre1010,019 %–
20 bis unter 25 Jahre1100,019 %–
25 bis unter 30 Jahre4220,076 %12,0
30 bis unter 35 Jahre5410,095 %5,6
35 bis unter 40 Jahre312740,59 %9,5
40 bis unter 45 Jahre3319140,63 %9,5
45 bis unter 50 Jahre11074362,1 %9,4
50 bis unter 55 Jahre231158734,4 %9,3
55 bis unter 60 Jahre4322911418,2 %9,4
60 bis unter 65 Jahre69347521813 %9,4
65 bis unter 70 Jahre79950029915 %9,9
70 bis unter 75 Jahre98661037619 %10,1
75 bis unter 80 Jahre82851731116 %10,6
80 bis unter 85 Jahre73546127414 %11,4
85 bis unter 90 Jahre3231981256,2 %11,5
90 bis unter 95 Jahre3319140,63 %12,6
ab 95 Jahren4310,076 %21,8

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

44.675 Fälle

Überwiegend Neurologie (83 %)

  • Neurologie83 %37.054
  • Innere Medizin7,1 %3.191
  • Geriatrie4,9 %2.189
  • Neurochirurgie2,1 %937
  • Allgemeine Psychiatrie1,5 %652
  • Übrige 22 Abteilungen1,5 %652
▸ Übrige einzeln
  • Kardiologie0,35 %158
  • Sonstige Fachabteilung0,32 %143
  • Gastroenterologie0,28 %127
  • Chirurgie0,096 %43
  • Intensivmedizin0,074 %33
  • Nephrologie0,069 %31
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,060 %27
  • Pneumologie0,054 %24
  • Unfallchirurgie0,054 %24
  • Orthopädie0,036 %16
  • Endokrinologie0,011 %5
  • Urologie0,011 %5
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,009 %4
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,007 %3
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,004 %2
  • Augenheilkunde0,002 %1
  • Dermatologie0,002 %1
  • Herzchirurgie0,002 %1
  • Plastische Chirurgie0,002 %1
  • Pädiatrie0,002 %1
  • Strahlenheilkunde0,002 %1
  • Thoraxchirurgie0,002 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu G20.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis6

Atypisches juveniles Parkinson-Syndrom mit geringer Beeinträchtigung mit Wirkungsfluktuation
391411Primärschlüssel
Früh-adultes Parkinson-Syndrom mit geringer Beeinträchtigung mit Wirkungsfluktuation
2828Primärschlüssel
Hereditäres Parkinson-Syndrom mit spätem Beginn mit geringer Beeinträchtigung mit Wirkungsfluktuation
411602Primärschlüssel
Primäres Parkinson-Syndrom mit fehlender Beeinträchtigung mit Wirkungsfluktuation
Primärschlüssel
Primäres Parkinson-Syndrom mit geringer Beeinträchtigung mit Wirkungsfluktuation
Primärschlüssel
Primäres Parkinson-Syndrom Stadium 0 bis unter 3 nach Hoehn und Yahr mit Wirkungsfluktuation
Primärschlüssel

Seltene Erkrankungen (Orpha)3

411602
Hereditäre Parkinson-Krankheit mit spätem BeginnICD:G20.00G20.10G20.11+4’26Autosomal-dominante spät-beginnende Parkinson-Krankheit · LOPD
391411
Juveniler atypischer ParkinsonismusICD:G20.00G20.10G20.11+4’26Parkinson-Syndrom, atypisches juveniles
2828
Parkinson-Syndrom, früh-adultesICD:G20.00G20.10G20.11+4’26Früh beginnende Parkinson-Krankheit · Früh-adulte Form des Parkinson-Syndroms · +1

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)’257

G02CB
ProlactinhemmerICD:G20.0-G20.00G20.01+10’25
N04AA
Tertiäre AmineICD:G20.0-G20.00G20.01+32’25
N04BA
Dopa und Dopa-DerivateICD:G20.0-G20.00G20.01+32’25
N04BB
Adamantan-DerivateICD:G20.0-G20.00G20.01+32’25
N04BC
DopaminrezeptoragonistenICD:E22.0G20.0-G20.00+33’25
N04BD
Monoaminoxidase-B-HemmerICD:G20.0-G20.00G20.01+10’25
N04BX
Andere dopaminerge MittelICD:G20.0-G20.00G20.01+10’25

Änderungen

2010Bestand
Primäres Parkinson-Syndrom mit fehlender oder geringer Beeinträchtigung: Mit Wirkungsfluktuation

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2027 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte