Diese Gruppe von Störungen ist charakterisiert durch einen frühen Beginn, meist in den ersten fünf Lebensjahren, einen Mangel an Ausdauer bei Beschäftigungen, die kognitiven Einsatz verlangen, und eine Tendenz, von einer Tätigkeit zu einer anderen zu wechseln, ohne etwas zu Ende zu bringen; hinzu kommt eine desorganisierte, mangelhaft regulierte und überschießende Aktivität. Verschiedene andere Auffälligkeiten können zusätzlich vorliegen. Hyperkinetische Kinder sind oft achtlos und impulsiv, neigen zu Unfällen und werden oft bestraft, weil sie eher aus Unachtsamkeit als vorsätzlich Regeln verletzen. Ihre Beziehung zu Erwachsenen ist oft von einer Distanzstörung und einem Mangel an normaler Vorsicht und Zurückhaltung geprägt. Bei anderen Kindern sind sie unbeliebt und können isoliert sein. Beeinträchtigung kognitiver Funktionen ist häufig, spezifische Verzögerungen der motorischen und sprachlichen Entwicklung kommen überproportional oft vor. Sekundäre Komplikationen sind dissoziales Verhalten und niedriges Selbstwertgefühl.
Affektive Störungen F30-F39
Schizophrenie F20.-
Tief greifende Entwicklungsstörungen F84.-
Zusammengezählt über alle Kodes unter F90.-.
Rang 373 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,042 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 12 Jahren
| Altersgruppe | Fälle | Männer | Frauen | Anteil | ⌀ Tage |
|---|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr | 0 | 0 | 0 | – | – |
| 1 bis unter 5 Jahre | 45 | 37 | 8 | 0,60 % | 21,5 |
| 5 bis unter 10 Jahre | 2.221 | 1.803 | 418 | 30 % | 41,3 |
| 10 bis unter 15 Jahre | 3.127 | 2.277 | 850 | 42 % | 35,0 |
| 15 bis unter 18 Jahre | 917 | 606 | 311 | 12 % | 23,0 |
| 18 bis unter 20 Jahre | 163 | 113 | 50 | 2,2 % | 28,0 |
| 20 bis unter 25 Jahre | 264 | 170 | 94 | 3,5 % | 31,9 |
| 25 bis unter 30 Jahre | 203 | 133 | 70 | 2,7 % | 31,7 |
| 30 bis unter 35 Jahre | 136 | 94 | 42 | 1,8 % | 29,9 |
| 35 bis unter 40 Jahre | 134 | 85 | 49 | 1,8 % | 33,3 |
| 40 bis unter 45 Jahre | 97 | 58 | 39 | 1,3 % | 30,9 |
| 45 bis unter 50 Jahre | 62 | 47 | 15 | 0,82 % | 28,2 |
| 50 bis unter 55 Jahre | 36 | 22 | 14 | 0,48 % | 36,2 |
| 55 bis unter 60 Jahre | 37 | 14 | 23 | 0,49 % | 27,7 |
| 60 bis unter 65 Jahre | 22 | 11 | 11 | 0,29 % | 27,0 |
| 65 bis unter 70 Jahre | 13 | 6 | 7 | 0,17 % | 25,9 |
| 70 bis unter 75 Jahre | 15 | 7 | 8 | 0,20 % | 11,5 |
| 75 bis unter 80 Jahre | 9 | 4 | 5 | 0,12 % | 7,3 |
| 80 bis unter 85 Jahre | 12 | 5 | 7 | 0,16 % | 10,0 |
| 85 bis unter 90 Jahre | 11 | 1 | 10 | 0,15 % | 7,2 |
| 90 bis unter 95 Jahre | 1 | 0 | 1 | 0,013 % | 13,3 |
| ab 95 Jahren | 1 | 0 | 1 | 0,013 % | – |
Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.
Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 23,0 Tagen (15 bis unter 18 Jahre) und ⌀ 41,3 Tagen (5 bis unter 10 Jahre).
Überwiegend Kinder- und Jugendpsychiatrie (72 %)
Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.
Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte
Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.
Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte