DRGSystemDeutschland

F84.-Tief greifende Entwicklungsstörungen

Internationale statistische Klassifikation der Krankheitenamtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
Definition:

Diese Gruppe von Störungen ist gekennzeichnet durch qualitative Abweichungen in den wechselseitigen sozialen Interaktionen und Kommunikationsmustern und durch ein eingeschränktes, stereotypes, sich wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten. Diese qualitativen Auffälligkeiten sind in allen Situationen ein grundlegendes Funktionsmerkmal des betroffenen Kindes.

Kodierhinweis:

Sollen alle begleitenden somatischen Zustandsbilder und eine Intelligenzminderung angegeben werden, sind zusätzliche Schlüsselnummern zu benutzen.

Subkodes8

F84.0Frühkindlicher AutismusChronischeMorbi-RSA25
F84.1Atypischer AutismusChronischeMorbi-RSA25
F84.2Rett-SyndromChronischeweiblichMorbi-RSA25
F84.3Andere desintegrative Störung des KindesaltersChronischeMorbi-RSA25
F84.4Überaktive Störung mit Intelligenzminderung und BewegungsstereotypienChronischeMorbi-RSA25
F84.5Asperger-SyndromChronische3 – 124Morbi-RSA25
F84.8Sonstige tief greifende EntwicklungsstörungenChronischeMorbi-RSA25
F84.9Tief greifende Entwicklungsstörung, nicht näher bezeichnetChronischeMorbi-RSA25

Diagnosehäufigkeit

Zusammengezählt über alle Kodes unter F84.-.

Rang 529 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,022 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 14 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr2110,050 %5,8
1 bis unter 5 Jahre59844115715 %8,3
5 bis unter 10 Jahre85467218221 %23,1
10 bis unter 15 Jahre71952419518 %39,0
15 bis unter 18 Jahre43026516511 %32,8
18 bis unter 20 Jahre223162615,6 %31,6
20 bis unter 25 Jahre46634612012 %28,3
25 bis unter 30 Jahre239178616,0 %27,1
30 bis unter 35 Jahre143109343,6 %29,4
35 bis unter 40 Jahre9974252,5 %21,2
40 bis unter 45 Jahre5947121,5 %17,3
45 bis unter 50 Jahre534491,3 %36,4
50 bis unter 55 Jahre3220120,80 %27,1
55 bis unter 60 Jahre322570,80 %33,6
60 bis unter 65 Jahre181710,45 %32,7
65 bis unter 70 Jahre8620,20 %45,2
70 bis unter 75 Jahre2110,050 %19,0
75 bis unter 80 Jahre1100,025 %26,0
80 bis unter 85 Jahre00041,0
85 bis unter 90 Jahre000
90 bis unter 95 Jahre000
ab 95 Jahren000

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 8,3 Tagen (1 bis unter 5 Jahre) und ⌀ 39,0 Tagen (10 bis unter 15 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung23

3.842 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Pädiatrie, hat 33 %

  • Pädiatrie33 %1.258
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie31 %1.181
  • Allgemeine Psychiatrie29 %1.123
  • Neurologie4,2 %161
  • Sonstige Fachabteilung1,6 %60
  • Übrige 8 Abteilungen1,5 %59
▸ Übrige einzeln
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,83 %32
  • Innere Medizin0,49 %19
  • Intensivmedizin0,078 %3
  • Chirurgie0,026 %1
  • Gastroenterologie0,026 %1
  • Kinderchirurgie0,026 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,026 %1
  • Neurochirurgie0,026 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Tief greifende Entwicklungsstörungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 20102026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte