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F63.-Abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
Definition:

In dieser Kategorie sind verschiedene nicht an anderer Stelle klassifizierbare Verhaltensstörungen zusammengefasst. Sie sind durch wiederholte Handlungen ohne vernünftige Motivation gekennzeichnet, die nicht kontrolliert werden können und die meist die Interessen des betroffenen Patienten oder anderer Menschen schädigen. Der betroffene Patient berichtet von impulshaftem Verhalten. Die Ursachen dieser Störungen sind unklar, sie sind wegen deskriptiver Ähnlichkeiten hier gemeinsam aufgeführt, nicht weil sie andere wichtige Merkmale teilen.

Exklusive:

Abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle, die das sexuelle Verhalten betreffen F65.-

Gewohnheitsmäßiger exzessiver Gebrauch von Alkohol oder psychotropen Substanzen F10-F19

Subkodes6

F63.0Pathologisches SpielenMorbi-RSA’25
F63.1Pathologische Brandstiftung [Pyromanie]Morbi-RSA’25
F63.2Pathologisches Stehlen [Kleptomanie]Morbi-RSA’25
F63.3TrichotillomanieMorbi-RSA’25
F63.8Sonstige abnorme Gewohnheiten und Störungen der ImpulskontrolleMorbi-RSA’25
F63.9Abnorme Gewohnheit und Störung der Impulskontrolle, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA’25

Diagnosehäufigkeit

Zusammengezählt über alle Kodes unter F63.-.

Rang 836 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,006 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 27 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre4130,40 %2,7
5 bis unter 10 Jahre171341,7 %17,1
10 bis unter 15 Jahre8942479,0 %22,9
15 bis unter 18 Jahre108476111 %19,1
18 bis unter 20 Jahre8362218,4 %20,7
20 bis unter 25 Jahre1531203315 %28,0
25 bis unter 30 Jahre1361072914 %24,9
30 bis unter 35 Jahre9364299,4 %27,9
35 bis unter 40 Jahre99722710,0 %20,2
40 bis unter 45 Jahre5941185,9 %18,8
45 bis unter 50 Jahre403194,0 %23,6
50 bis unter 55 Jahre2615112,6 %22,5
55 bis unter 60 Jahre261972,6 %21,5
60 bis unter 65 Jahre3018123,0 %24,2
65 bis unter 70 Jahre191631,9 %24,2
70 bis unter 75 Jahre8620,80 %30,0
75 bis unter 80 Jahre2110,20 %13,2
80 bis unter 85 Jahre2110,20 %6,2
85 bis unter 90 Jahre000–2,7
90 bis unter 95 Jahre000–17,0
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 18,8 Tagen (40 bis unter 45 Jahre) und ⌀ 28,0 Tagen (20 bis unter 25 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

861 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (66 %)

  • Allgemeine Psychiatrie66 %569
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie18 %152
  • Psychosomatik/Psychotherapie9,9 %85
  • Pädiatrie2,8 %24
  • Innere Medizin2,2 %19
  • Übrige 3 Abteilungen1,4 %12
▸ Übrige einzeln
  • Neurologie1,0 %9
  • Dermatologie0,23 %2
  • Geriatrie0,12 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte