DRGSystemDeutschland

F63.0Pathologisches Spielen

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSA’25
Störungen der Impulskontrolle — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Die Störung besteht in häufigem und wiederholtem episodenhaften Glücksspiel, das die Lebensführung des betroffenen Patienten beherrscht und zum Verfall der sozialen, beruflichen, materiellen und familiären Werte und Verpflichtungen führt.

Inklusive:

Zwanghaftes Spielen

Exklusive:

Exzessives Spielen manischer Patienten F30.-

Spielen bei dissozialer Persönlichkeitsstörung F60.2

Spielen und Wetten o.n.A. Z72.8

Diagnosehäufigkeit

Rang 3786 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,001 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 34, der Frauen ab etwa 39 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000–1,0
10 bis unter 15 Jahre000––
15 bis unter 18 Jahre000–1,0
18 bis unter 20 Jahre5504,1 %23,0
20 bis unter 25 Jahre1717014 %22,8
25 bis unter 30 Jahre2221118 %14,9
30 bis unter 35 Jahre1813515 %21,3
35 bis unter 40 Jahre2219318 %17,2
40 bis unter 45 Jahre1513212 %22,0
45 bis unter 50 Jahre10918,2 %15,9
50 bis unter 55 Jahre4313,3 %15,6
55 bis unter 60 Jahre1010,82 %19,6
60 bis unter 65 Jahre6334,9 %14,6
65 bis unter 70 Jahre2201,6 %18,0
70 bis unter 75 Jahre000–3,5
75 bis unter 80 Jahre000–9,7
80 bis unter 85 Jahre000–4,5
85 bis unter 90 Jahre000–3,0
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

861 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (66 %)

  • Allgemeine Psychiatrie66 %569
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie18 %152
  • Psychosomatik/Psychotherapie9,9 %85
  • Pädiatrie2,8 %24
  • Innere Medizin2,2 %19
  • Übrige 3 Abteilungen1,4 %12
▸ Übrige einzeln
  • Neurologie1,0 %9
  • Dermatologie0,23 %2
  • Geriatrie0,12 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F63.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis5

Pathologisches Glücksspiel
PrimärschlüsselPrimär†:F63.0
Pathologisches Spielen
PrimärschlüsselPrimär†:F63.0
Spielsucht
PrimärschlüsselPrimär†:F63.0
Zwanghaftes Glücksspiel
PrimärschlüsselPrimär†:F63.0
Zwanghaftes Spielen
PrimärschlüsselPrimär†:F63.0

Änderungen

2010Bestand
Pathologisches Spielen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte