D68.31 Hämorrhagische Diathese durch Vermehrung von Antikörpern gegen Faktor VIII

ICD-10-GM 2025Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:23Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 2, 3 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSAHämophilie oder Willebrand-Jürgens-Syndrom mit Dauermedikation — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Orpha: 1Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE eine Seltene Erkrankung mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
ZE: ZE2025-97Diese Diagnose ist in Anlage 7 des Fallpauschalenkatalogs einem Zusatzentgelt zugeordnet. Abgerechnet wird es, wenn zusätzlich eine der auslösenden Prozeduren erbracht ist; die Schwellenwerte stehen in den Fußnoten unten.
⚖ Regellage3 SEG-4-Empfehlungen · 2 offene Streitfragen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Vermehrung von Anti-VIIIa

Regeln außerhalb des Katalogs3

gilt über D68.3-FoKA: Dissens

Wie werden Fälle mit Neueinstellung auf orale Antikoagulation (z. B. Phenprocoumon) oder bei Pausierung (z. B. wegen Operation) und anschließender Neueinstellung kodiert? Wann kann ein Kode aus D68.3- Hämorrhagische Diathese durch Antikoagulanzien und Antikörper kodiert werden?

gilt über D68.3-FoKA: Konsens

Präoperativ wird bei einem antikoagulierten Patienten das Phenprocoumon abgesetzt und auf Grund des erniedrigten Quickwertes (INR) Vitamin K gegeben. Was wird als Nebendiagnose kodiert?

gilt über D68.-FoKA: Dissens

Ein Patient wird wegen eines nichttraumatischen Rektusscheidenhämatoms unter Phenprocoumon-Einnahme (INR im therapeutischen Bereich) aufgenommen. Was ist die Hauptdiagnose?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

1.544 Fälle · 55 % Männer · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 44 % Innere Medizin’24

Die Statistik weist D68.31 nicht einzeln aus — die Zahlen gehören zu D68.3 mit allen Subkodes.

Rang 1314 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,009 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 79 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000–3,0
1 bis unter 5 Jahre3300,19 %4,0
5 bis unter 10 Jahre1100,065 %5,0
10 bis unter 15 Jahre2110,13 %5,2
15 bis unter 18 Jahre3120,19 %–
18 bis unter 20 Jahre2200,13 %2,0
20 bis unter 25 Jahre6330,39 %6,2
25 bis unter 30 Jahre11560,71 %9,4
30 bis unter 35 Jahre9270,58 %3,8
35 bis unter 40 Jahre14590,91 %5,0
40 bis unter 45 Jahre2514111,6 %6,4
45 bis unter 50 Jahre2212101,4 %15,6
50 bis unter 55 Jahre3321122,1 %6,8
55 bis unter 60 Jahre6439254,1 %11,8
60 bis unter 65 Jahre9462326,1 %8,6
65 bis unter 70 Jahre12877518,3 %7,7
70 bis unter 75 Jahre1731046911 %10,9
75 bis unter 80 Jahre2081218713 %8,6
80 bis unter 85 Jahre33917916022 %8,9
85 bis unter 90 Jahre27914613318 %7,8
90 bis unter 95 Jahre10846627,0 %6,4
ab 95 Jahren205151,3 %5,8

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 6,4 Tagen (90 bis unter 95 Jahre) und ⌀ 11,8 Tagen (55 bis unter 60 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

2.240 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Chirurgie (44 % und 12 %)

  • Innere Medizin44 %975
  • Chirurgie12 %258
  • Kardiologie5,9 %133
  • Urologie5,8 %130
  • Gastroenterologie5,6 %126
  • Übrige 25 Abteilungen28 %618
▸ Übrige einzeln
  • Hämatologie und internistische Onkologie4,6 %102
  • Pädiatrie4,1 %92
  • Unfallchirurgie2,1 %47
  • Nephrologie1,8 %40
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe1,7 %39
  • Sonstige Fachabteilung1,5 %33
  • Herzchirurgie1,4 %32
  • Orthopädie1,4 %31
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie1,3 %30
  • Gefäßchirurgie1,2 %26
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde1,0 %23
  • Geriatrie0,98 %22
  • Rheumatologie0,80 %18
  • Intensivmedizin0,71 %16
  • Neurologie0,58 %13
  • Pneumologie0,54 %12
  • Dermatologie0,49 %11
  • Kinderkardiologie0,27 %6
  • Neonatologie0,27 %6
  • Kinderchirurgie0,22 %5
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,18 %4
  • Neurochirurgie0,18 %4
  • Endokrinologie0,13 %3
  • Geburtshilfe0,089 %2
  • Thoraxchirurgie0,045 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu D68.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Zusatzentgelte1

ZE2025-97
Behandlung von Blutern mit Blutgerinnungsfaktorenindividuell
▸ 2 Fußnoten des Katalogs
  • Nach Paragraf 5 Abs. 2 Satz 3 FPV 2025 ist für diese Zusatzentgelte das bisher krankenhausindividuell vereinbarte Entgelt der Höhe nach bis zum Beginn des Wirksamwerdens der neuen Budgetvereinbarung weiter zu erheben. Dies gilt auch, sofern eine Anpassung der entsprechenden OPS-Kodes erfolgt sein sollte.
  • Die jeweils zugehörigen ICD-Kodes und -Texte sind in Anlage 7 aufgeführt.

Alphabetisches Verzeichnis4

Faktor-VIII-Mangel durch Hemmkörperhämophilie
599480Primärschlüssel
Hämorrhagische Diathese durch Anti-VIIIa-Vermehrung
Primärschlüssel
Hämorrhagische Diathese durch Vermehrung von Antikörpern gegen Faktor VIII
Primärschlüssel
Hemmkörperhämophilie gegen Faktor VIII
599480Primärschlüssel

Seltene Erkrankungen (Orpha)1

599480
Hämophilie A, erworbeneICD: D68.4’26AHA · F8-Mangel, erworbener · +1

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)27

B02BD01
Blutgerinnungsfaktoren IX, II, VII und X in KombinationDDD 1,6 TSD E P bezogen auf Blutgerinnungsfaktor IXICD:D66D67D68.31
B02BD02
Blutgerinnungsfaktor VIIIDDD 1 TSD E PICD:D66D67D68.0-+4
B02BD03
Faktor-VIII-Inhibitor-bypass-AktivitätDDD 7 TSD E PICD:D66D67D68.0-+4
B02BD04
Blutgerinnungsfaktor IXDDD 600 E PICD:D66D67D68.31
B02BD06
Von Willebrand-Faktor und Blutgerinnungsfaktor VIII in KombinationDDD 1 TSD E P bezogen auf Blutgerinnungsfaktor VIIIICD:D66D67D68.0-+4
B02BD08
Blutgerinnungsfaktor VIIaICD:D66D67D68.31
B02BD09
Nonacog alfaDDD 800 E PICD:D66D67D68.31
B02BD12
Trenonacog alfaICD:D66D67D68.31
B02BD14
Susoctocog alfaDDD 14 TSD E PICD:D66D67D68.31
B02BD15
Valoctocogen roxaparvovecDDD Standarddosis: 1 DE PICD:D66D67D68.31OPS: 6-00k.b
B02BD16
Etranacogen dezaparvovecDDD Standarddosis: 1 DE PICD:D66D67D68.31OPS: 6-00j.1
B02BD17
Fidanacogen elaparvovecICD:D66D67D68.31
B02BD28
Octocog alfaDDD 1 TSD E PICD:D66D67D68.31
B02BD29
Nonacog gammaDDD 800 E PICD:D66D67D68.31
B02BD31
Moroctocog alfaDDD 1 TSD E PICD:D66D67D68.31
B02BD32
Efmoroctocog alfaDDD 1 TSD E PICD:D66D67D68.31
▸ noch 11 Einträge
B02BD33
Albutrepenonacog alfaDDD 400 E PICD:D66D67D68.31
B02BD34
Eftrenonacog alfaDDD 400 E PICD:D66D67D68.31
B02BD35
Lonoctocog alfaDDD 1 TSD E PICD:D66D67D68.31
B02BD36
Nonacog beta pegolDDD 400 E PICD:D66D67D68.31
B02BD37
Eptacog alfa (aktiviert)DDD 18,9 mg PICD:D66D67D68.31
B02BD38
Rurioctocog alfa pegolDDD 1 TSD E PICD:D66D67D68.31
B02BD39
Damoctocog alfa pegolDDD 1 TSD E PICD:D66D67D68.31
B02BD41
Turoctocog alfa pegolDDD 1 TSD E PICD:D66D67D68.31
B02BD42
Eptacog beta (aktiviert)DDD 15,75 mg PICD:D66D67D68.31
B02BD43
Turoctocog alfaDDD 1 TSD E PICD:D66D67D68.31
B02BX06
EmicizumabDDD 15 mg PICD:D66D67D68.31OPS: 6-00b.8

Änderungen

2010Bestand
Hämorrhagische Diathese durch Vermehrung von Antikörpern gegen Faktor VIII

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2025 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte