DRGSystemDeutschland

D68.4Erworbener Mangel an Gerinnungsfaktoren

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSA’25
Sekundäre Thrombozytopenien und erworbener Mangel an Gerinnungsfaktoren / Faktor-X-Mangel — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Orpha: 8
Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE 8 Seltene Erkrankungen mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
Diese Diagnose ist in Anlage 7 des Fallpauschalenkatalogs einem Zusatzentgelt zugeordnet. Abgerechnet wird es, wenn zusätzlich eine der auslösenden Prozeduren erbracht ist; die Schwellenwerte stehen in den Fußnoten unten.
SEG4-KDE:73,185,316
  • Nr. 73 AT III-Mangel, Antithrombin, Koagulopathie
  • Nr. 185 APC-Resistenz, Koagulopathie, D68.4
  • Nr. 316 Gerinnungsfaktoren, Mangel, erworbener, D68.4, Phenprocoumon
Inklusive:

Gerinnungsfaktormangel durch: Leberkrankheit

Gerinnungsfaktormangel durch: Vitamin-K-Mangel

Kodierhinweis:

Benutze für Zwecke der Abrechnung der Zusatzentgelte entsprechend Anlage 7 zur FPV eine zusätzliche Schlüsselnummer, um das Vorliegen einer "dauerhaft erworbenen" (U69.11!) oder "temporären" (U69.12!) Blutgerinnungsstörung anzuzeigen.

Exklusive:

Dauertherapie mit Antikoagulanzien ohne Blutung Z92.1

Erworbenes Willebrand-Jürgens-Syndrom D68.01

Hämorrhagische Diathese durch Antikoagulanzien und Antikörper D68.3-

Vitamin-K-Mangel beim Neugeborenen P53

Diagnosehäufigkeit

Rang 3296 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,001 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 74, der Frauen ab etwa 79 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr4132,0 %–
1 bis unter 5 Jahre1100,51 %2,0
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre2111,0 %1,0
15 bis unter 18 Jahre1010,51 %2,6
18 bis unter 20 Jahre1010,51 %3,0
20 bis unter 25 Jahre4222,0 %6,0
25 bis unter 30 Jahre000–4,5
30 bis unter 35 Jahre000–3,0
35 bis unter 40 Jahre4222,0 %5,0
40 bis unter 45 Jahre6333,1 %8,0
45 bis unter 50 Jahre6333,1 %5,3
50 bis unter 55 Jahre7613,6 %6,5
55 bis unter 60 Jahre151057,7 %8,1
60 bis unter 65 Jahre151237,7 %6,0
65 bis unter 70 Jahre11655,6 %6,1
70 bis unter 75 Jahre14957,1 %9,0
75 bis unter 80 Jahre29181115 %9,2
80 bis unter 85 Jahre43172622 %9,8
85 bis unter 90 Jahre25111413 %7,8
90 bis unter 95 Jahre6423,1 %7,8
ab 95 Jahren2201,0 %–

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

2.240 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Chirurgie (44 % und 12 %)

  • Innere Medizin44 %975
  • Chirurgie12 %258
  • Kardiologie5,9 %133
  • Urologie5,8 %130
  • Gastroenterologie5,6 %126
  • Übrige 25 Abteilungen28 %618
▸ Übrige einzeln
  • Hämatologie und internistische Onkologie4,6 %102
  • Pädiatrie4,1 %92
  • Unfallchirurgie2,1 %47
  • Nephrologie1,8 %40
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe1,7 %39
  • Sonstige Fachabteilung1,5 %33
  • Herzchirurgie1,4 %32
  • Orthopädie1,4 %31
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie1,3 %30
  • Gefäßchirurgie1,2 %26
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde1,0 %23
  • Geriatrie0,98 %22
  • Rheumatologie0,80 %18
  • Intensivmedizin0,71 %16
  • Neurologie0,58 %13
  • Pneumologie0,54 %12
  • Dermatologie0,49 %11
  • Kinderkardiologie0,27 %6
  • Neonatologie0,27 %6
  • Kinderchirurgie0,22 %5
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,18 %4
  • Neurochirurgie0,18 %4
  • Endokrinologie0,13 %3
  • Geburtshilfe0,089 %2
  • Thoraxchirurgie0,045 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu D68.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Zusatzentgelte1

ZE2026-139
Gabe von Blutgerinnungsfaktorenindividuell
▸ 3 Fußnoten des Katalogs
  • Nach Paragraf 5 Abs. 2 Satz 3 FPV 2026 ist für diese Zusatzentgelte das bisher krankenhausindividuell vereinbarte Entgelt der Höhe nach bis zum Beginn des Wirksamwerdens der neuen Budgetvereinbarung weiter zu erheben. Dies gilt auch, sofern eine Anpassung der entsprechenden OPS-Kodes erfolgt sein sollte.
  • Die jeweils zugehörigen ICD-Kodes und -Texte sind in Anlage 7 aufgeführt.
  • Für das Jahr 2026 gilt ein Schwellenwert in der Höhe von 6.000 € für die Summe der im Rahmen der Behandlung des Patienten für Blutgerinnungsfaktoren angefallenen Beträge. Ab Überschreitung dieses Schwellenwertes ist der gesamte für die Behandlung des Patienten mit Blutgerinnungsfaktoren angefallene Betrag abzurechnen.

Alphabetisches Verzeichnis34

Blutung durch Vitamin-K-Mangel
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Erworbene Fibrinopenie
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Erworbene Hämophilie
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Erworbene Hypoprothrombinämie
PrimärschlüsselPrimär†:D68.426348
Erworbener AC-Globulin-Mangel
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Erworbener Faktor II-Mangel
PrimärschlüsselPrimär†:D68.426348
Erworbener Faktor-IX-Mangel
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4599485
Erworbener Faktor-VIII-Mangel
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4599480
Erworbener Faktor-VII-Mangel
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4599495
Erworbener Faktor-V-Mangel
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4599490
Erworbener Faktor-XIII-Mangel
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4599513
Erworbener Faktor-XII-Mangel
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Erworbener Faktor-XI-Mangel
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4599507
Erworbener Faktor-X-Mangel
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4599501
Erworbener Mangel an fibrinstabilisierendem Faktor
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Erworbener Mangel an Gerinnungsfaktoren
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
▸ noch 18 Einträge
Erworbener Mangel an Koagulationsfaktoren
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Erworbener Mangel an labilem Faktor
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Erworbener Proakzelerinmangel
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Erworbener Prokonvertin-Faktor-Mangel
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4599495
Erworbener Prothrombinmangel
PrimärschlüsselPrimär†:D68.426348
Gerinnungsdefekt durch Hyperprothrombinämie
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Gerinnungsdefekt durch Leberkrankheit
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Gerinnungsdefekt durch Vitamin-K-Mangel
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Gerinnungsfaktormangel durch Leberkrankheit
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Gerinnungsfaktormangel durch Vitamin-K-Mangel
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Kalziprive Hämophilie
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Koagulationsdefekt durch Hyperprothrombinämie
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Koagulationsdefekt durch Leberkrankheit
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Koagulationsdefekt durch Vitamin-K-Mangel
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Mangel an Koagulationsfaktoren durch Leberkrankheit
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Mangel an Koagulationsfaktoren durch Vitamin-K-Mangel
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Nichtfamiliäre Hämophilie
PrimärschlüsselPrimär†:D68.4
Erworbene Prokonvertin-Faktor-Mangel
zurückgezogenPrimärschlüsselPrimär†:D68.4

Seltene Erkrankungen (Orpha)8

26348
Faktor II-Mangel, erworbenerHypoprothrombinämie, erworbene · Prothrombin-Mangel, erworbener
599490
Faktor V-Mangel, erworbenerD68.32
599495
Faktor VII-Mangel, erworbenerD68.32
599501
Faktor X-Mangel, erworbenerD68.32
599507
Faktor XI-Mangel, erworbenerD68.32
599513
Faktor XIII-Mangel, erworbenerD68.32
599480
Hämophilie A, erworbeneD68.31AHA · F8-Mangel, erworbener · +1
599485
Hämophilie B, erworbeneD68.32AHB · F9-Mangel, erworbener · +1

Änderungen

2010Bestand
Erworbener Mangel an Gerinnungsfaktoren

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte