DRGSystemDeutschland

D68.0-Willebrand-Jürgens-Syndrom

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stellig
In der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSA’25
Hämophilie oder Willebrand-Jürgens-Syndrom mit Dauermedikation — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
ZE in Subkodes
Subkodes dieser Schlüsselnummer sind in Anlage 7 2 Zusatzentgelten zugeordnet — welche, steht unten.
Inklusive:

Angiohämophilie

Faktor-VIII-Mangel mit Störung der Gefäßendothelfunktion

Vaskuläre Hämophilie

Exklusive:

Faktor-VIII-Mangel: mit Funktionsstörung D66

Faktor-VIII-Mangel: o.n.A. D66

Kapillarbrüchigkeit (hereditär) D69.8-

Subkodes3

D68.00Hereditäres Willebrand-Jürgens-SyndromMorbi-RSA’25ATC:5’25ZE2026-97
D68.01Erworbenes Willebrand-Jürgens-SyndromMorbi-RSA’25ATC:5’25ZE2026-139
D68.09nicht näher bezeichnetMorbi-RSA’25ATC:5’25ZE2026-139

Diagnosehäufigkeit

Rang 3975 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,001 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 19 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr3213,0 %7,0
1 bis unter 5 Jahre168816 %3,8
5 bis unter 10 Jahre9548,9 %4,7
10 bis unter 15 Jahre1661016 %3,6
15 bis unter 18 Jahre5235,0 %1,7
18 bis unter 20 Jahre3123,0 %2,0
20 bis unter 25 Jahre2202,0 %1,7
25 bis unter 30 Jahre2112,0 %1,4
30 bis unter 35 Jahre2202,0 %3,0
35 bis unter 40 Jahre3123,0 %–
40 bis unter 45 Jahre1100,99 %1,5
45 bis unter 50 Jahre2022,0 %5,7
50 bis unter 55 Jahre4044,0 %5,0
55 bis unter 60 Jahre3123,0 %1,0
60 bis unter 65 Jahre5235,0 %11,7
65 bis unter 70 Jahre4314,0 %7,0
70 bis unter 75 Jahre2022,0 %6,0
75 bis unter 80 Jahre6335,9 %5,6
80 bis unter 85 Jahre7346,9 %4,3
85 bis unter 90 Jahre6605,9 %9,8
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000–7,0

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

2.240 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Chirurgie (44 % und 12 %)

  • Innere Medizin44 %975
  • Chirurgie12 %258
  • Kardiologie5,9 %133
  • Urologie5,8 %130
  • Gastroenterologie5,6 %126
  • Übrige 25 Abteilungen28 %618
▸ Übrige einzeln
  • Hämatologie und internistische Onkologie4,6 %102
  • Pädiatrie4,1 %92
  • Unfallchirurgie2,1 %47
  • Nephrologie1,8 %40
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe1,7 %39
  • Sonstige Fachabteilung1,5 %33
  • Herzchirurgie1,4 %32
  • Orthopädie1,4 %31
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie1,3 %30
  • Gefäßchirurgie1,2 %26
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde1,0 %23
  • Geriatrie0,98 %22
  • Rheumatologie0,80 %18
  • Intensivmedizin0,71 %16
  • Neurologie0,58 %13
  • Pneumologie0,54 %12
  • Dermatologie0,49 %11
  • Kinderkardiologie0,27 %6
  • Neonatologie0,27 %6
  • Kinderchirurgie0,22 %5
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,18 %4
  • Neurochirurgie0,18 %4
  • Endokrinologie0,13 %3
  • Geburtshilfe0,089 %2
  • Thoraxchirurgie0,045 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu D68.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Zusatzentgelte der Subkodes2

ZE2026-139
Gabe von Blutgerinnungsfaktorenindividuell
▸ 3 Fußnoten des Katalogs
  • Nach Paragraf 5 Abs. 2 Satz 3 FPV 2026 ist für diese Zusatzentgelte das bisher krankenhausindividuell vereinbarte Entgelt der Höhe nach bis zum Beginn des Wirksamwerdens der neuen Budgetvereinbarung weiter zu erheben. Dies gilt auch, sofern eine Anpassung der entsprechenden OPS-Kodes erfolgt sein sollte.
  • Die jeweils zugehörigen ICD-Kodes und -Texte sind in Anlage 7 aufgeführt.
  • Für das Jahr 2026 gilt ein Schwellenwert in der Höhe von 6.000 € für die Summe der im Rahmen der Behandlung des Patienten für Blutgerinnungsfaktoren angefallenen Beträge. Ab Überschreitung dieses Schwellenwertes ist der gesamte für die Behandlung des Patienten mit Blutgerinnungsfaktoren angefallene Betrag abzurechnen.
ZE2026-97
Behandlung von Blutern mit Blutgerinnungsfaktorenindividuell
▸ 2 Fußnoten des Katalogs
  • Nach Paragraf 5 Abs. 2 Satz 3 FPV 2026 ist für diese Zusatzentgelte das bisher krankenhausindividuell vereinbarte Entgelt der Höhe nach bis zum Beginn des Wirksamwerdens der neuen Budgetvereinbarung weiter zu erheben. Dies gilt auch, sofern eine Anpassung der entsprechenden OPS-Kodes erfolgt sein sollte.
  • Die jeweils zugehörigen ICD-Kodes und -Texte sind in Anlage 7 aufgeführt.

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)’255

B02BD02
Blutgerinnungsfaktor VIIIDDD 1 TSD E PICD:7’25
B02BD03
Faktor-VIII-Inhibitor-bypass-AktivitätDDD 7 TSD E PICD:7’25
B02BD06
Von Willebrand-Faktor und Blutgerinnungsfaktor VIII in KombinationDDD 1 TSD E P bezogen auf Blutgerinnungsfaktor VIIIICD:7’25
B02BD10
Von Willebrand-FaktorDDD 1,5 TSD E PICD:4’25
B02BD40
Vonicog alfaDDD 1,5 TSD E PICD:4’25

Änderungen1

2015Untergliedert
Inhalte übergeleitet in D68.00D68.01D68.09
2010Bestand
Willebrand-Jürgens-Syndrom

Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte