G20.9- Primäres Parkinson-Syndrom, nicht näher bezeichnet

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSAMorbus Parkinson ohne Dauermedikation / Essentieller Tremor und andere Bewegungsstörungen / Myopathien, andere Erkrankungen der neuromuskulären Synapse und sonstige degenerative Krankheiten des Nervensystems — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
30 – 124Altersbeschränkung: 30 Jahre – 124 Jahre (Kann-Kriterium). Außerhalb dieses Bereichs erzeugt der Grouper eine Warnung, akzeptiert den Kode aber.
⚖ Regellage1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs1

Wie sind Halluzinationen und/oder affektive Symptome, die im Rahmen einer bekannten Parkinson-Demenz auftreten und behandelt werden, zu verschlüsseln?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes2

G20.90 Ohne Wirkungsfluktuation30 – 124CCL:123Morbi-RSA⚖ 1ATC: 7
G20.91 Mit Wirkungsfluktuation30 – 124CCL:123Morbi-RSA⚖ 1ATC: 7

Diagnosehäufigkeit

5.379 Fälle · 62 % Männer · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 83 % Neurologie’23

Rang 571 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,031 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 77 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre1010,019 %23,0
15 bis unter 18 Jahre000––
18 bis unter 20 Jahre1010,019 %6,0
20 bis unter 25 Jahre1100,019 %7,0
25 bis unter 30 Jahre2110,037 %15,5
30 bis unter 35 Jahre3210,056 %5,7
35 bis unter 40 Jahre14680,26 %5,3
40 bis unter 45 Jahre181530,33 %7,9
45 bis unter 50 Jahre4326170,80 %7,9
50 bis unter 55 Jahre8450341,6 %10,5
55 bis unter 60 Jahre234154804,4 %8,2
60 bis unter 65 Jahre3772471307,0 %9,4
65 bis unter 70 Jahre54336617710 %11,1
70 bis unter 75 Jahre90258132117 %11,3
75 bis unter 80 Jahre1.02161940219 %11,9
80 bis unter 85 Jahre1.34980854125 %12,2
85 bis unter 90 Jahre68041426613 %12,3
90 bis unter 95 Jahre9556391,8 %14,4
ab 95 Jahren11470,20 %7,5

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 8,2 Tagen (55 bis unter 60 Jahre) und ⌀ 14,4 Tagen (90 bis unter 95 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

44.675 Fälle

Überwiegend Neurologie (83 %)

  • Neurologie83 %37.054
  • Innere Medizin7,1 %3.191
  • Geriatrie4,9 %2.189
  • Neurochirurgie2,1 %937
  • Allgemeine Psychiatrie1,5 %652
  • Übrige 22 Abteilungen1,5 %652
▸ Übrige einzeln
  • Kardiologie0,35 %158
  • Sonstige Fachabteilung0,32 %143
  • Gastroenterologie0,28 %127
  • Chirurgie0,096 %43
  • Intensivmedizin0,074 %33
  • Nephrologie0,069 %31
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,060 %27
  • Pneumologie0,054 %24
  • Unfallchirurgie0,054 %24
  • Orthopädie0,036 %16
  • Endokrinologie0,011 %5
  • Urologie0,011 %5
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,009 %4
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,007 %3
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,004 %2
  • Augenheilkunde0,002 %1
  • Dermatologie0,002 %1
  • Herzchirurgie0,002 %1
  • Plastische Chirurgie0,002 %1
  • Pädiatrie0,002 %1
  • Strahlenheilkunde0,002 %1
  • Thoraxchirurgie0,002 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu G20.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)7

G02CB
ProlactinhemmerICD:G20.0-G20.00G20.01+10
N04AA
Tertiäre AmineICD:G20.0-G20.00G20.01+32
N04BA
Dopa und Dopa-DerivateICD:G20.0-G20.00G20.01+32
N04BB
Adamantan-DerivateICD:G20.0-G20.00G20.01+32
N04BC
DopaminrezeptoragonistenICD:E22.0G20.0-G20.00+33
N04BD
Monoaminoxidase-B-HemmerICD:G20.0-G20.00G20.01+10
N04BX
Andere dopaminerge MittelICD:G20.0-G20.00G20.01+10

Änderungen

2010Bestand
Primäres Parkinson-Syndrom, nicht näher bezeichnet

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte