G20.- Primäres Parkinson-Syndrom

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
30 – 124Altersbeschränkung: 30 Jahre – 124 Jahre (Kann-Kriterium). Außerhalb dieses Bereichs erzeugt der Grouper eine Warnung, akzeptiert den Kode aber.
⚖ Regellage1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Hemiparkinson

Paralysis agitans

Parkinsonismus oder Parkinson-Krankheit: idiopathisch

Parkinsonismus oder Parkinson-Krankheit: primär

Parkinsonismus oder Parkinson-Krankheit: o.n.A.

Kodierhinweis:

Die Zuordnung des Schweregrades der Parkinson-Krankheit zu den Subkategorien G20.0-G20.2 ist nach der modifizierten Stadieneinteilung der Parkinson-Krankheit nach Hoehn und Yahr vorzunehmen.

Regeln außerhalb des Katalogs1

Wie sind Halluzinationen und/oder affektive Symptome, die im Rahmen einer bekannten Parkinson-Demenz auftreten und behandelt werden, zu verschlüsseln?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes4

G20.0- mit fehlender oder geringer Beeinträchtigung30 – 124Ambulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 2ATC: 7
G20.1- mit mäßiger bis schwerer Beeinträchtigung30 – 124Ambulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 1ATC: 7
G20.2- mit schwerster Beeinträchtigung30 – 124Ambulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 2ATC: 7
G20.9- nicht näher bezeichnet30 – 124Ambulant 4-stelligMorbi-RSA⚖ 1ATC: 7

Diagnosehäufigkeit

44.675 Fälle · 62 % Männer · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 83 % Neurologie’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter G20.-.

Rang 94 von 1.537 auf derselben Katalogebene · 0,25 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 75 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre1010,002 %23,0
15 bis unter 18 Jahre000––
18 bis unter 20 Jahre2020,004 %6,5
20 bis unter 25 Jahre3210,007 %4,0
25 bis unter 30 Jahre4310,009 %13,5
30 bis unter 35 Jahre191090,043 %6,9
35 bis unter 40 Jahre8046340,18 %10,6
40 bis unter 45 Jahre159108510,36 %10,3
45 bis unter 50 Jahre3992531460,89 %11,1
50 bis unter 55 Jahre9546333212,1 %11,6
55 bis unter 60 Jahre2.3961.5588385,4 %11,9
60 bis unter 65 Jahre4.0682.5981.4709,1 %12,3
65 bis unter 70 Jahre5.7603.6482.11213 %13,1
70 bis unter 75 Jahre8.3165.1973.11919 %13,2
75 bis unter 80 Jahre8.6405.2923.34819 %13,6
80 bis unter 85 Jahre9.4045.6243.78021 %13,6
85 bis unter 90 Jahre3.9412.3681.5738,8 %13,5
90 bis unter 95 Jahre4983091891,1 %13,5
ab 95 Jahren3115160,069 %12,6

Behandelnde Fachabteilung

44.675 Fälle

Überwiegend Neurologie (83 %)

  • Neurologie83 %37.054
  • Innere Medizin7,1 %3.191
  • Geriatrie4,9 %2.189
  • Neurochirurgie2,1 %937
  • Allgemeine Psychiatrie1,5 %652
  • Übrige 22 Abteilungen1,5 %652
▸ Übrige einzeln
  • Kardiologie0,35 %158
  • Sonstige Fachabteilung0,32 %143
  • Gastroenterologie0,28 %127
  • Chirurgie0,096 %43
  • Intensivmedizin0,074 %33
  • Nephrologie0,069 %31
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,060 %27
  • Pneumologie0,054 %24
  • Unfallchirurgie0,054 %24
  • Orthopädie0,036 %16
  • Endokrinologie0,011 %5
  • Urologie0,011 %5
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,009 %4
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,007 %3
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,004 %2
  • Augenheilkunde0,002 %1
  • Dermatologie0,002 %1
  • Herzchirurgie0,002 %1
  • Plastische Chirurgie0,002 %1
  • Pädiatrie0,002 %1
  • Strahlenheilkunde0,002 %1
  • Thoraxchirurgie0,002 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Primäres Parkinson-Syndrom

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte