G20.9- Primäres Parkinson-Syndrom, nicht näher bezeichnet

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSAMorbus Parkinson ohne Dauermedikation / Essentieller Tremor und andere Bewegungsstörungen / Myopathien, andere Erkrankungen der neuromuskulären Synapse und sonstige degenerative Krankheiten des Nervensystems — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
30 – 124Altersbeschränkung: 30 Jahre – 124 Jahre (Kann-Kriterium). Außerhalb dieses Bereichs erzeugt der Grouper eine Warnung, akzeptiert den Kode aber.
⚖ Regellage1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs1

Wie sind Halluzinationen und/oder affektive Symptome, die im Rahmen einer bekannten Parkinson-Demenz auftreten und behandelt werden, zu verschlüsseln?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes2

G20.90 Ohne Wirkungsfluktuation30 – 124Morbi-RSA⚖ 1ATC: 7
G20.91 Mit Wirkungsfluktuation30 – 124Morbi-RSA⚖ 1ATC: 7

Diagnosehäufigkeit

5.150 Fälle · 62 % Männer · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 81 % Neurologie’22

Rang 582 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,030 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 77 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre1010,019 %7,0
15 bis unter 18 Jahre000––
18 bis unter 20 Jahre000––
20 bis unter 25 Jahre000––
25 bis unter 30 Jahre000––
30 bis unter 35 Jahre6330,12 %4,8
35 bis unter 40 Jahre7430,14 %7,4
40 bis unter 45 Jahre9540,17 %5,3
45 bis unter 50 Jahre4732150,91 %7,5
50 bis unter 55 Jahre8756311,7 %10,0
55 bis unter 60 Jahre204137674,0 %8,7
60 bis unter 65 Jahre3402281126,6 %9,4
65 bis unter 70 Jahre54931323611 %11,0
70 bis unter 75 Jahre86455331117 %11,6
75 bis unter 80 Jahre1.03164338820 %12,1
80 bis unter 85 Jahre1.28876951925 %12,5
85 bis unter 90 Jahre60038121912 %12,6
90 bis unter 95 Jahre11266462,2 %13,5
ab 95 Jahren5320,097 %8,2

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 8,7 Tagen (55 bis unter 60 Jahre) und ⌀ 13,5 Tagen (90 bis unter 95 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

41.502 Fälle

Überwiegend Neurologie (81 %)

  • Neurologie81 %33.741
  • Innere Medizin8,5 %3.525
  • Geriatrie4,9 %2.026
  • Neurochirurgie2,1 %888
  • Allgemeine Psychiatrie1,5 %634
  • Übrige 21 Abteilungen1,7 %688
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie0,40 %168
  • Kardiologie0,39 %162
  • Sonstige Fachabteilung0,33 %135
  • Chirurgie0,10 %42
  • Intensivmedizin0,080 %33
  • Unfallchirurgie0,072 %30
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,051 %21
  • Orthopädie0,051 %21
  • Pneumologie0,051 %21
  • Nephrologie0,046 %19
  • Urologie0,022 %9
  • Strahlenheilkunde0,014 %6
  • Endokrinologie0,010 %4
  • Gefäßchirurgie0,010 %4
  • Dermatologie0,007 %3
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,007 %3
  • Rheumatologie0,007 %3
  • Augenheilkunde0,002 %1
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,002 %1
  • Herzchirurgie0,002 %1
  • Pädiatrie0,002 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu G20.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)7

G02CB
ProlactinhemmerICD:G20.0-G20.00G20.01+10
N04AA
Tertiäre AmineICD:G20.0-G20.00G20.01+32
N04BA
Dopa und Dopa-DerivateICD:G20.0-G20.00G20.01+32
N04BB
Adamantan-DerivateICD:B01.2B05.2B33.4+55
N04BC
DopaminrezeptoragonistenICD:E22.0G20.0-G20.00+33
N04BD
Monoaminoxidase-B-HemmerICD:G20.0-G20.00G20.01+10
N04BX
Andere dopaminerge MittelICD:G20.0-G20.00G20.01+10

Änderungen

2010Bestand
Primäres Parkinson-Syndrom, nicht näher bezeichnet

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte