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F94.2Bindungsstörung des Kindesalters mit Enthemmung

ICD-10-GM 2027Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSA’25Störungen des Sozialverhaltens und der Emotionen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Ein spezifisches abnormes soziales Funktionsmuster, das während der ersten fünf Lebensjahre auftritt mit einer Tendenz, trotz deutlicher Änderungen in den Milieubedingungen zu persistieren. Dieses kann z.B. in diffusem, nichtselektivem Bindungsverhalten bestehen, in aufmerksamkeitssuchendem und wahllos freundlichem Verhalten und kaum modulierten Interaktionen mit Gleichaltrigen; je nach Umständen kommen auch emotionale und Verhaltensstörungen vor.

Inklusive:

Gefühlsarme Psychopathie

Hospitalismus

Exklusive:

Asperger-Syndrom F84.5

Hyperkinetische Störungen F90.-

Hospitalismus bei Kindern F43.2

Reaktive Bindungsstörung des Kindesalters F94.1

Diagnosehäufigkeit

624 Fälle · 53 % Frauen · Gipfel 10 bis unter 15 Jahre · 81 % Kinder- und Jugendpsychiatrie’24

Rang 2131 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,003 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 10 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000–8,0
1 bis unter 5 Jahre2918114,6 %33,2
5 bis unter 10 Jahre26015910142 %47,4
10 bis unter 15 Jahre27110316843 %41,7
15 bis unter 18 Jahre6213499,9 %21,0
18 bis unter 20 Jahre000–1,5
20 bis unter 25 Jahre1010,16 %–
25 bis unter 30 Jahre1100,16 %–
30 bis unter 35 Jahre000––
35 bis unter 40 Jahre000––
40 bis unter 45 Jahre000––
45 bis unter 50 Jahre000––
50 bis unter 55 Jahre000––
55 bis unter 60 Jahre000––
60 bis unter 65 Jahre000––
65 bis unter 70 Jahre000––
70 bis unter 75 Jahre000––
75 bis unter 80 Jahre000––
80 bis unter 85 Jahre000––
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

1.689 Fälle

Überwiegend Kinder- und Jugendpsychiatrie (81 %)

  • Kinder- und Jugendpsychiatrie81 %1.371
  • Pädiatrie10 %177
  • Psychosomatik/Psychotherapie4,3 %72
  • Neurologie2,4 %41
  • Allgemeine Psychiatrie1,1 %18
  • Übrige 4 Abteilungen0,59 %10
▸ Übrige einzeln
  • Sonstige Fachabteilung0,36 %6
  • Innere Medizin0,12 %2
  • Gastroenterologie0,059 %1
  • Kinderkardiologie0,059 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F94.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis5

Bindungsstörung mit Enthemmung im Kindesalter
PrimärschlüsselPrimär†:F94.2
Gefühlsarme Psychopathie
PrimärschlüsselPrimär†:F94.2
Gefühlsarme Psychopathie im Kindesalter
PrimärschlüsselPrimär†:F94.2
Hospitalismus
PrimärschlüsselPrimär†:F94.2
Psychopathie beim Kind
PrimärschlüsselPrimär†:F94.2

Änderungen

2010Bestand
Bindungsstörung des Kindesalters mit Enthemmung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2027 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte