Kurz erklärt: Anpassungsstörung: seelische Belastung (Niedergeschlagenheit, Sorgen, Anspannung) als Reaktion auf ein einschneidendes Lebensereignis wie Trennung, Krankheit oder Jobverlust.
Hierbei handelt es sich um Zustände von subjektiver Bedrängnis und emotionaler Beeinträchtigung, die im Allgemeinen soziale Funktionen und Leistungen behindern und während des Anpassungsprozesses nach einer entscheidenden Lebensveränderung oder nach belastenden Lebensereignissen auftreten. Die Belastung kann das soziale Netz des Betroffenen beschädigt haben (wie bei einem Trauerfall oder Trennungserlebnissen) oder das weitere Umfeld sozialer Unterstützung oder soziale Werte (wie bei Emigration oder nach Flucht). Sie kann auch in einem größeren Entwicklungsschritt oder einer Krise bestehen (wie Schulbesuch, Elternschaft, Misserfolg, Erreichen eines ersehnten Zieles und Ruhestand). Die individuelle Prädisposition oder Vulnerabilität spielt bei dem möglichen Auftreten und bei der Form der Anpassungsstörung eine bedeutsame Rolle; es ist aber dennoch davon auszugehen, dass das Krankheitsbild ohne die Belastung nicht entstanden wäre. Die Anzeichen sind unterschiedlich und umfassen depressive Stimmung, Angst oder Sorge (oder eine Mischung von diesen). Außerdem kann ein Gefühl bestehen, mit den alltäglichen Gegebenheiten nicht zurechtzukommen, diese nicht vorausplanen oder fortsetzen zu können. Störungen des Sozialverhaltens können insbesondere bei Jugendlichen ein zusätzliches Symptom sein.
Hervorstechendes Merkmal kann eine kurze oder längere depressive Reaktion oder eine Störung anderer Gefühle und des Sozialverhaltens sein.
Hospitalismus bei Kindern
Kulturschock
Trauerreaktion
Trennungsangst in der Kindheit F93.0
28.011 Fälle · 51 % Männer · Gipfel 20 bis unter 25 Jahre · 64 % Allgemeine Psychiatrie’24
Rang 112 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,16 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 33 Jahren
| Altersgruppe | Fälle | Männer | Frauen | Anteil | ⌀ Tage |
|---|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr | 54 | 30 | 24 | 0,19 % | 13,4 |
| 1 bis unter 5 Jahre | 176 | 97 | 79 | 0,63 % | 28,3 |
| 5 bis unter 10 Jahre | 429 | 258 | 171 | 1,5 % | 24,1 |
| 10 bis unter 15 Jahre | 2.016 | 576 | 1.440 | 7,2 % | 17,5 |
| 15 bis unter 18 Jahre | 2.023 | 666 | 1.357 | 7,2 % | 11,7 |
| 18 bis unter 20 Jahre | 1.904 | 900 | 1.004 | 6,8 % | 9,3 |
| 20 bis unter 25 Jahre | 3.345 | 1.778 | 1.567 | 12 % | 8,8 |
| 25 bis unter 30 Jahre | 2.674 | 1.523 | 1.151 | 9,5 % | 8,8 |
| 30 bis unter 35 Jahre | 2.236 | 1.257 | 979 | 8,0 % | 9,1 |
| 35 bis unter 40 Jahre | 2.284 | 1.328 | 956 | 8,2 % | 10,1 |
| 40 bis unter 45 Jahre | 1.939 | 1.113 | 826 | 6,9 % | 10,5 |
| 45 bis unter 50 Jahre | 1.514 | 836 | 678 | 5,4 % | 10,9 |
| 50 bis unter 55 Jahre | 1.480 | 809 | 671 | 5,3 % | 12,6 |
| 55 bis unter 60 Jahre | 1.486 | 794 | 692 | 5,3 % | 12,8 |
| 60 bis unter 65 Jahre | 1.182 | 638 | 544 | 4,2 % | 12,7 |
| 65 bis unter 70 Jahre | 720 | 377 | 343 | 2,6 % | 12,3 |
| 70 bis unter 75 Jahre | 630 | 322 | 308 | 2,2 % | 11,5 |
| 75 bis unter 80 Jahre | 540 | 248 | 292 | 1,9 % | 12,3 |
| 80 bis unter 85 Jahre | 650 | 281 | 369 | 2,3 % | 12,0 |
| 85 bis unter 90 Jahre | 508 | 221 | 287 | 1,8 % | 11,3 |
| 90 bis unter 95 Jahre | 177 | 78 | 99 | 0,63 % | 8,1 |
| ab 95 Jahren | 44 | 23 | 21 | 0,16 % | 8,9 |
Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.
Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 8,8 Tagen (20 bis unter 25 Jahre) und ⌀ 24,1 Tagen (5 bis unter 10 Jahre).
Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (64 %)
Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F43.
Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte
Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.
Quelle: ICD-10-GM, Version 2027 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte