DRGSystemDeutschland

F60.-Spezifische Persönlichkeitsstörungen

Internationale statistische Klassifikation der Krankheitenamtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
Definition:

Es handelt sich um schwere Störungen der Persönlichkeit und des Verhaltens der betroffenen Person, die nicht direkt auf eine Hirnschädigung oder -krankheit oder auf eine andere psychiatrische Störung zurückzuführen sind. Sie erfassen verschiedene Persönlichkeitsbereiche und gehen beinahe immer mit persönlichen und sozialen Beeinträchtigungen einher. Persönlichkeitsstörungen treten meist in der Kindheit oder in der Adoleszenz in Erscheinung und bestehen während des Erwachsenenalters weiter.

Subkodes10

F60.0Paranoide PersönlichkeitsstörungMorbi-RSA25
F60.1Schizoide PersönlichkeitsstörungMorbi-RSA25
F60.2Dissoziale PersönlichkeitsstörungMorbi-RSA25
F60.3-Emotional instabile PersönlichkeitsstörungMorbi-RSA25Ambulant 4-stellig
F60.4Histrionische PersönlichkeitsstörungMorbi-RSA25
F60.5Anankastische [zwanghafte] PersönlichkeitsstörungMorbi-RSA25
F60.6Ängstliche (vermeidende) PersönlichkeitsstörungMorbi-RSA25
F60.7Abhängige (asthenische) PersönlichkeitsstörungMorbi-RSA25
F60.8Sonstige spezifische PersönlichkeitsstörungenMorbi-RSA25
F60.9Persönlichkeitsstörung, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA25

Diagnosehäufigkeit

Zusammengezählt über alle Kodes unter F60.-.

Rang 131 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,19 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 26 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000
1 bis unter 5 Jahre0002,0
5 bis unter 10 Jahre4220,012 %9,6
10 bis unter 15 Jahre242162260,71 %49,2
15 bis unter 18 Jahre1.384811.3034,0 %32,4
18 bis unter 20 Jahre4.3274713.85613 %26,8
20 bis unter 25 Jahre10.1281.5788.55030 %28,3
25 bis unter 30 Jahre6.0571.2584.79918 %29,3
30 bis unter 35 Jahre3.9168733.04211 %28,5
35 bis unter 40 Jahre2.8926872.2058,5 %27,8
40 bis unter 45 Jahre2.0114401.5715,9 %30,3
45 bis unter 50 Jahre1.1762749023,4 %32,1
50 bis unter 55 Jahre8912296622,6 %29,9
55 bis unter 60 Jahre6091734361,8 %30,9
60 bis unter 65 Jahre3031121910,89 %30,4
65 bis unter 70 Jahre13958810,41 %20,2
70 bis unter 75 Jahre4723240,14 %15,0
75 bis unter 80 Jahre3213190,094 %11,2
80 bis unter 85 Jahre14680,041 %9,4
85 bis unter 90 Jahre171070,050 %9,2
90 bis unter 95 Jahre4130,012 %8,4
ab 95 Jahren2110,006 %7,6

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung23

32.771 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (85 %)

  • Allgemeine Psychiatrie85 %27.873
  • Psychosomatik/Psychotherapie7,9 %2.603
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie4,1 %1.357
  • Innere Medizin2,0 %670
  • Neurologie0,24 %79
  • Übrige 14 Abteilungen0,58 %189
▸ Übrige einzeln
  • Pädiatrie0,17 %57
  • Intensivmedizin0,14 %45
  • Gastroenterologie0,082 %27
  • Chirurgie0,070 %23
  • Kardiologie0,049 %16
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,012 %4
  • Sonstige Fachabteilung0,012 %4
  • Unfallchirurgie0,012 %4
  • Geriatrie0,009 %3
  • Endokrinologie0,006 %2
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,003 %1
  • Nephrologie0,003 %1
  • Neurochirurgie0,003 %1
  • Pneumologie0,003 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Spezifische Persönlichkeitsstörungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 20102026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte