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F62.-Andauernde Persönlichkeitsänderungen, nicht Folge einer Schädigung oder Krankheit des Gehirns

Internationale statistische Klassifikation der Krankheitenamtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
Definition:

Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen ohne vorbestehende Persönlichkeitsstörung nach extremer oder übermäßiger, anhaltender Belastung oder schweren psychiatrischen Krankheiten. Diese Diagnosen sollten nur dann gestellt werden, wenn Hinweise auf eine eindeutige und andauernde Veränderung in der Wahrnehmung sowie im Verhalten und Denken bezüglich der Umwelt und der eigenen Person vorliegen. Die Persönlichkeitsänderung sollte deutlich ausgeprägt sein und mit einem unflexiblen und fehlangepassten Verhalten verbunden sein, das vor der pathogenen Erfahrung nicht bestanden hat. Die Änderung sollte nicht Ausdruck einer anderen psychischen Störung oder Residualsymptom einer vorangegangenen psychischen Störung sein.

Exklusive:

Persönlichkeits- und Verhaltensstörung aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns F07.-

Subkodes4

F62.0Andauernde Persönlichkeitsänderung nach ExtrembelastungMorbi-RSA25
F62.1Andauernde Persönlichkeitsänderung nach psychischer KrankheitMorbi-RSA25
F62.8-Sonstige andauernde PersönlichkeitsänderungenMorbi-RSA25Ambulant 4-stellig
F62.9Andauernde Persönlichkeitsänderung, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA25

Diagnosehäufigkeit

Zusammengezählt über alle Kodes unter F62.-.

Rang 1067 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,002 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 41 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000
1 bis unter 5 Jahre000
5 bis unter 10 Jahre000
10 bis unter 15 Jahre000
15 bis unter 18 Jahre2110,63 %35,2
18 bis unter 20 Jahre110113,5 %42,3
20 bis unter 25 Jahre33102310 %42,4
25 bis unter 30 Jahre47123515 %30,1
30 bis unter 35 Jahre34102411 %40,8
35 bis unter 40 Jahre247177,6 %33,6
40 bis unter 45 Jahre33141910 %44,4
45 bis unter 50 Jahre4083213 %51,6
50 bis unter 55 Jahre36142211 %47,4
55 bis unter 60 Jahre2912179,2 %34,6
60 bis unter 65 Jahre10553,2 %31,9
65 bis unter 70 Jahre6151,9 %16,4
70 bis unter 75 Jahre6331,9 %11,4
75 bis unter 80 Jahre0007,0
80 bis unter 85 Jahre3030,95 %9,0
85 bis unter 90 Jahre1010,32 %7,1
90 bis unter 95 Jahre0008,1
ab 95 Jahren0007,4

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung23

616 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Allgemeine Psychiatrie (49 % und 33 %)

  • Innere Medizin49 %301
  • Allgemeine Psychiatrie33 %201
  • Psychosomatik/Psychotherapie16 %99
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,81 %5
  • Neurologie0,49 %3
  • Übrige 6 Abteilungen1,1 %7
▸ Übrige einzeln
  • Sonstige Fachabteilung0,32 %2
  • Geriatrie0,16 %1
  • Intensivmedizin0,16 %1
  • Kinderchirurgie0,16 %1
  • Neurochirurgie0,16 %1
  • Pneumologie0,16 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Andauernde Persönlichkeitsänderungen, nicht Folge einer Schädigung oder Krankheit des Gehirns

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 20102026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte