F60.- Spezifische Persönlichkeitsstörungen

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
Definition:

Es handelt sich um schwere Störungen der Persönlichkeit und des Verhaltens der betroffenen Person, die nicht direkt auf eine Hirnschädigung oder -krankheit oder auf eine andere psychiatrische Störung zurückzuführen sind. Sie erfassen verschiedene Persönlichkeitsbereiche und gehen beinahe immer mit persönlichen und sozialen Beeinträchtigungen einher. Persönlichkeitsstörungen treten meist in der Kindheit oder in der Adoleszenz in Erscheinung und bestehen während des Erwachsenenalters weiter.

Subkodes10

F60.0 Paranoide PersönlichkeitsstörungMorbi-RSA
F60.1 Schizoide PersönlichkeitsstörungMorbi-RSA
F60.2 Dissoziale PersönlichkeitsstörungMorbi-RSA
F60.3- Emotional instabile PersönlichkeitsstörungAmbulant 4-stelligMorbi-RSA
F60.4 Histrionische PersönlichkeitsstörungMorbi-RSA
F60.5 Anankastische [zwanghafte] PersönlichkeitsstörungMorbi-RSA
F60.6 Ängstliche (vermeidende) PersönlichkeitsstörungMorbi-RSA
F60.7 Abhängige (asthenische) PersönlichkeitsstörungMorbi-RSA
F60.8 Sonstige spezifische PersönlichkeitsstörungenMorbi-RSA
F60.9 Persönlichkeitsstörung, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA

Diagnosehäufigkeit

32.771 Fälle · 82 % Frauen · Gipfel 20 bis unter 25 Jahre · 85 % Allgemeine Psychiatrie’23

Zusammengezählt über alle Kodes unter F60.-.

Rang 133 von 1.537 auf derselben Katalogebene · 0,19 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 26 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre2020,006 %2,0
5 bis unter 10 Jahre5320,015 %9,6
10 bis unter 15 Jahre156121440,48 %49,2
15 bis unter 18 Jahre1.269691.2003,9 %32,4
18 bis unter 20 Jahre4.3184663.85213 %26,8
20 bis unter 25 Jahre9.5391.4648.07529 %28,3
25 bis unter 30 Jahre5.6591.1704.48917 %29,3
30 bis unter 35 Jahre3.8078522.95512 %28,5
35 bis unter 40 Jahre2.6815932.0888,2 %27,8
40 bis unter 45 Jahre1.9164151.5015,8 %30,3
45 bis unter 50 Jahre1.0442547903,2 %32,1
50 bis unter 55 Jahre8772176602,7 %29,9
55 bis unter 60 Jahre6101514591,9 %30,9
60 bis unter 65 Jahre254951590,78 %30,4
65 bis unter 70 Jahre159561030,49 %20,2
70 bis unter 75 Jahre11656600,35 %15,0
75 bis unter 80 Jahre6930390,21 %11,2
80 bis unter 85 Jahre13358750,41 %9,4
85 bis unter 90 Jahre9934650,30 %9,2
90 bis unter 95 Jahre4617290,14 %8,4
ab 95 Jahren121110,037 %7,6

Behandelnde Fachabteilung

32.771 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (85 %)

  • Allgemeine Psychiatrie85 %27.873
  • Psychosomatik/Psychotherapie7,9 %2.603
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie4,1 %1.357
  • Innere Medizin2,0 %670
  • Neurologie0,24 %79
  • Übrige 14 Abteilungen0,58 %189
▸ Übrige einzeln
  • Pädiatrie0,17 %57
  • Intensivmedizin0,14 %45
  • Gastroenterologie0,082 %27
  • Chirurgie0,070 %23
  • Kardiologie0,049 %16
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,012 %4
  • Sonstige Fachabteilung0,012 %4
  • Unfallchirurgie0,012 %4
  • Geriatrie0,009 %3
  • Endokrinologie0,006 %2
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,003 %1
  • Nephrologie0,003 %1
  • Neurochirurgie0,003 %1
  • Pneumologie0,003 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Spezifische Persönlichkeitsstörungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte