F60.4 Histrionische Persönlichkeitsstörung

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAPersönlichkeitsstörungen, näher bez. nicht-psychotisch organische Störung — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Eine Persönlichkeitsstörung, die durch oberflächliche und labile Affektivität, Dramatisierung, einen theatralischen, übertriebenen Ausdruck von Gefühlen, durch Suggestibilität, Egozentrik, Genusssucht, Mangel an Rücksichtnahme, erhöhte Kränkbarkeit und ein dauerndes Verlangen nach Anerkennung, äußeren Reizen und Aufmerksamkeit gekennzeichnet ist.

Inklusive:

Persönlichkeit(sstörung): hysterisch

Persönlichkeit(sstörung): infantil

Diagnosehäufigkeit

183 Fälle · 88 % Frauen · Gipfel 20 bis unter 25 Jahre · 85 % Allgemeine Psychiatrie’23

Rang 3415 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,001 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 29, der Frauen ab etwa 42 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre5142,7 %84,2
15 bis unter 18 Jahre161158,7 %53,7
18 bis unter 20 Jahre10195,5 %39,4
20 bis unter 25 Jahre2151611 %42,6
25 bis unter 30 Jahre2141711 %33,6
30 bis unter 35 Jahre6063,3 %29,5
35 bis unter 40 Jahre122106,6 %50,7
40 bis unter 45 Jahre132117,1 %18,2
45 bis unter 50 Jahre182169,8 %22,2
50 bis unter 55 Jahre11386,0 %22,5
55 bis unter 60 Jahre180189,8 %19,2
60 bis unter 65 Jahre100105,5 %24,1
65 bis unter 70 Jahre8084,4 %31,5
70 bis unter 75 Jahre8084,4 %11,9
75 bis unter 80 Jahre3121,6 %12,7
80 bis unter 85 Jahre1010,55 %81,0
85 bis unter 90 Jahre1010,55 %10,0
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren1010,55 %36,0

Behandelnde Fachabteilung

32.771 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (85 %)

  • Allgemeine Psychiatrie85 %27.873
  • Psychosomatik/Psychotherapie7,9 %2.603
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie4,1 %1.357
  • Innere Medizin2,0 %670
  • Neurologie0,24 %79
  • Übrige 14 Abteilungen0,58 %189
▸ Übrige einzeln
  • Pädiatrie0,17 %57
  • Intensivmedizin0,14 %45
  • Gastroenterologie0,082 %27
  • Chirurgie0,070 %23
  • Kardiologie0,049 %16
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,012 %4
  • Sonstige Fachabteilung0,012 %4
  • Unfallchirurgie0,012 %4
  • Geriatrie0,009 %3
  • Endokrinologie0,006 %2
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,003 %1
  • Nephrologie0,003 %1
  • Neurochirurgie0,003 %1
  • Pneumologie0,003 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F60.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis10

Histrionische Persönlichkeit
Primärschlüssel
Histrionische Persönlichkeitsstörung
Primärschlüssel
Hysterische Persönlichkeit
Primärschlüssel
Hysterische Persönlichkeitsstörung
Primärschlüssel
Hysterische Psychopathie
Primärschlüssel
Infantile Persönlichkeit
Primärschlüssel
Infantile Persönlichkeitsstörung
Primärschlüssel
Labile Persönlichkeit
Primärschlüssel
Labile Persönlichkeitsstörung
Primärschlüssel
Psychoinfantile Persönlichkeit
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Histrionische Persönlichkeitsstörung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte